Judo Verein Brüel : Silber und Bronze eingeheimst

André Miehle ist im Kampf gegen Oscar Kotulla aus Berlin mit einer sehenswerten Kontertechnik dem Ura-nage erfolgreich.
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André Miehle ist im Kampf gegen Oscar Kotulla aus Berlin mit einer sehenswerten Kontertechnik dem Ura-nage erfolgreich.

Laura Steinhagen und André Miehle wiederholen Vorjahreserfolg für den JV Brüel bei Nordostdeutscher Judo-Meisterschaft

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18. Februar 2020, 00:00 Uhr

Eine Wochen lang haben die Judokas der Altersklassen U15, U18 und U21 aus Brüel trotz der Schulferien beim Training geschwitzt. Nötig wurden diese Zusatzeinheiten aufgrund der bevorstehenden Nordostdeutschen Meisterschaften in diesen Altersklassen. Mädchen, Jungs, Frauen und Männer aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern kämpften am vergangenen Wochenende in der neuen Mehrzweckhalle von Strausberg um die Titel des Nordostdeutschen Judo-Einzelmeisters. War es für die U15-Starter der Jahres-Höhepunkt, so stritten die Älteren um die Fahrkarten für die Anfang März in Leipzig (U18) und in Frankfurt an der Oder (U21) angesetzten deutschen Titelkämpfe.

Aus Brüeler Sicht hatten sich auf unterschiedlichster Weise, Laura Steinhagen, Jessica Schmidt, Yasam-Saibe Giniz, Leon Lipper, Conner Danowski und André Miehle für die Nordostdeutsche Meisterschaft qualifiziert. Leider erkrankte Jessica Schmidt kurz vor dem Wettkampf. Die Brüelerin zeigte zuletzt beim Schweriner Herman-Cup, was sie zu leisten im Stande ist. Somit fiel sie als vielversprechende Kandidatin in der U15 für den JVB aus. Also gingen für Brüel fünf Aktive ins Wettkampfgeschehen. Die Brüeler Athleten traten bereits kurz nach vier Uhr morgens die Reise zum Austragungsort an und kamen somit pünktlich um 8.30 Uhr zur Wettkampfwaage. Allen Kämpfern wurde ihr Wettkampfgewicht bestätigt.

Laura Steinhagen ging als erste auf die Tatami und legte aus Brüeler Sicht einen Auftakt nach Maß vor. In der Gewichtsklasse bis 78 kg hatten sich neben der Brüelerin vier weitere Athletin einwiegen lassen. Das Glück wollte es, dass Laura Steinhagen mit einem Freilos erst einmal ihre Konkurrentinnen beobachten durfte. Somit hatte sie die einmalige Chance, mit nur einem Kampf in der Vorrunde ins Finale einzuziehen. Dort wartete aber mit Susann Walter aus Oranienburg nicht nur eine weitaus erfahrenere Gegnerin auf die Brüelerin, sondern auch die spätere Nordostdeutsche Meisterin. Laura Steinhagen lieferte der Brandenburgerin einen starken Kampf. Setzte in der ersten Kampfminute die Akzente, hatte eine große Möglichkeit zum Niederwurf. Sie hatte auch die Chance im Bodenkampf, konnte diese aber nicht gewinnbringend nutzen. Trotzdem freute sie sich nach dem starken Kampf und einer cleveren Taktik über die Bronzemedaille.

Dann kam der Auftritt von André Miehle in der Schwergewichtsklasse der U21. Neben dem Brüeler waren weitere drei Athleten im Schwergewicht startberechtigt. Somit lautete der Kampfmodus „Jeder gegen Jeden“ und Miehle hatte drei Kämpfe vor sich. Im Auftaktkampf stand Lorenz Moor vom PSV Olympia Berlin dem Brüeler gegenüber. Es war ein harter Schlagabtausch auf Augenhöhe. André Miehle brachte seinen Gegner durch schnelle, explosive Attacken ins Straucheln und die Wettkampfhalle zum Raunen. Leider konnte er seinen Vorteil nicht über die Zeit bringen und unterlag knapp dem späteren Goldmedaillengewinner aus Berlin. In den beiden folgenden Vergleichen hatte das Brüeler Schwergewicht seine Gegner immer unter Kontrolle und erwischte diese immer in entscheidenden Momenten mit sehenswerten Kontertechniken. Ein bärenstarker Kampftag von André Miehle mit drei Kämpfen, von denen er zwei gewann und Silber plus Fahrkarte zur Deutschen Einzelmeisterschaft erkämpfte.

Den erfolgreichen Auftritt des JVB in Strausberg rundete Yasam-Saibe Giniz (-63kg, U15) mit einem starken fünften Platz ab. Leon Lipper (bis 66 kg) und Conner Danowski in der 81-kg-Klasse startend, waren beide nicht chancen-, aber letztlich erfolglos. Allen diesjährigen Startern aus Brüel stehen noch weitere aussichtsreiche Jahre in diesen Altersklassen bevor.

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