Fußball Landesliga West : Respektable Gästeleistung

Die Wariner (weiß) waren oft im eigenen Strafraum gefordert. Hier klären gemeinsam Marcus Klaczinski, Steffen Schliemann und Michael Seidemann (v.l.), aufmerksam beobachtet Keeper ,,Rolle Wichert' die Aktion.
Die Wariner (weiß) waren oft im eigenen Strafraum gefordert. Hier klären gemeinsam Marcus Klaczinski, Steffen Schliemann und Michael Seidemann (v.l.), aufmerksam beobachtet Keeper ,,Rolle Wichert" die Aktion.

Nachholspiel: FC Anker Wismar II – FC Seenland Warin 4:2 (1:1)

svz.de von
17. Februar 2019, 23:49 Uhr

Wie im Hinspiel hatten die Wariner auch zum Start in die neue Punktspielsaison gegen Anker Wismar II mit Aufstellungssorgen zu kämpfen. Aber die Mannschaft, die am Sonnabend auf dem Platz stand, zeigte immer wieder tolle Moral und viel Willenskraft und wurde dafür mit einem respektablen 2:4-Endergebnis belohnt. So sah es nach Spielende auch Seenland-Coach Norman Ziemens. Die Gastgeber konnten einige Akteure aus ihrem noch punktspielfreien Oberligakader aufbieten. Letztendlich waren es auch diese Spieler, die mit den entscheidenden Toren maßgeblich zum Tageserfolg der Gastgeber beitrugen.

Die Anker-Elf begann auf Kunstrasen mit viel Druck und hatte in den ersten 20 Minuten gleich mehrere Einschussgelegenheiten. Aber was der Wariner „Ersatztorhüter“ Lucas Wichert während der gesamten Partie in Zusammenarbeit mit seinen Mannschaftskollegen alles entschärfte, war schon mehr als erstaunlich. Die Gäste versteckten sich nicht und hatten durch Clemilton Gomez, der nach einem Solo erst am rechten Pfosten scheiterte (8.) und Sebastian Koppe nach einer Kontermöglichkeit (19.), richtig gute Chancen.

Der Gastgeber war aber insgesamt das spielerisch bessere Team. Er schaffte es aber weiterhin nicht, aus dieser Überlegenheit bis kurz vor der Pause etwas Zählbares zu machen. Statt dessen stand weiterhin der Wariner Schlussmann, mit teils artistischen Reaktionen, im Mittelpunkt des Geschehens. Glück hatten die Wariner bei einem Pfostenschuss (36.) dann auch. Kurz vor dem Pausenpfiff von Schiri Stefan Beyer (PSV Rostock), der übrigens auch schon das Hinspiel leitete, konnte nach weitem Abschlag von Wichert Dominik Bartoszewicz mit viel Tempo und Durchsetzungsvermögen in den Anker Strafraum eindringen und zur überraschenden Wariner Führung vollenden (41.). Doch mit dem Halbzeitpfiff gelang Anker Wismar nach einer Ecke durch Tom Ney per Kopfball noch der 1:1-Ausgleich (45.).

Die erste Chance in der zweiten Hälfte hatte der FC Seenland. Wieder war es Bartoszewicz, der aus guter Position knapp verzog (47.). Einen gut herausgespielten Angriff über die starke rechte Seite schloss Mittelstürmer Aram Jeghiazarjan zum 2:1 für die Hansestädter ab (50.). Abermals krachte kurz darauf ein Anker-Schuss ans Lattenkreuz (52.). Davon wachgerüttelt hatten auch die Gäste eine zwingende Aktion im gegnerischen Strafraum, die nur durch Handspiel unterbunden werden konnte. Den Elfer verwandelte Bartoszewicz zum 2:2 (54.). Die Partie war in dieser Phase hochinteressant und auch für die mehr als 100 Zuschauer sehenswert. Obwohl sich die Gäste redlich mühten, immer wieder war es der Ex-Schönberger Marcus Klatczinski, der versuchte die Wariner Reihen zu ordnen, ergaben sich für die Gastgeber Räume.

In der 63. Minute konnte der Rechtsaußen nur durch Foul im Strafraum gestoppt werden. Jeghiazarjan trat zum Elfer an. Aber wieder war „Rolle“ Wichert in der richtigen Ecke und kratzte den Schuss per Fußabwehr aus dem unteren Eck. Wegen Verletzungen mussten zwischendurch Michael Seidemann (51.) und später auch Bartoszewicz (71.) ausgewechselt werden. Dafür kamen die jungen Niklas Dunkelmann und Maximilian Knospe ins Spiel. Letztgenannter hatte dann kurz nach seiner Einwechslung noch die Möglichkeit zum Führungstreffer für die Gäste, scheiterte aber aus etwas zu spitzem Winkel (76.). Im Gegenzug machten die Gastgeber dann durch Oberligaspieler Tim Queckenstedt das vorentscheidende 3:2 (77.). Als die Gäste dann in den letzten Minuten die Deckung öffneten, trafen die Ankerspieler in der Nachspielzeit noch zum 4:2 Endstand (90.+2). In dieser Phase kassierten die Wariner auch noch eine Gelb/Rote Karte (84.), mussten die Partie in Unterzahl beenden.

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