Segeln : Mecklenburger auf hoher See

390 Yachten aus 25 Ländern gingen bei dieser Regatta auf Kurs, unter ihnen die „Imagine“. Fotos: Quandt
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390 Yachten aus 25 Ländern gingen bei dieser Regatta auf Kurs, unter ihnen die „Imagine“. Fotos: Quandt

Mitglied des Sternberger Seglervereins René Quandt segelte beim legendären Hochseerennen „Fastnet Race“

svz.de von
03. September 2015, 12:00 Uhr

Seit Jahren, besser gesagt seit Jahrzehnten, haben sich viele Segler des Sternberger SV dem Regattasport verschrieben und beachtliche Erfolge erreicht. Hin und wieder testen einige von ihnen auch mal das Segelgefühl auf großen Yachten und großen Gewässern. Ausgiebig betreibt dieses Hobby Renè Quandt. Er hat sich dem Hochseesegeln verschrieben und in dieser Saison schon an einigen bedeutenden Regatten teilgenommen. Im Juni war er mit der Crew der „ High Yield“ (Swan 45) in Schweden und belegte mit diesem Segelteam bei der „Gotland Rund“ Platz drei.

Zwei weitere große Regatten segelte er als Mitglied des Sailingteams der „Imagine“ (X-21). Heimathafen dieser Yacht ist Greifswald und aus Greifswald stammen auch die meisten der zehn Crewmitglieder im Alter zwischen 20 und 48 Jahren. Während Vater Jochen und Bruder Jens Quandt im Rahmen der Warnemünder Woche auf der kleinen Ixylon den entsprechenden Kurs vor Warnemünde absegelten, ging Renè im Juli mit der Imagine-Crew auf großen Kurs, der von Warnemünde rund um Bornholm und zurück führte. Die Mannschaft belegte bei diesem Rennen den ersten Platz. Das spornte an für Kommendes, denn diese Tour war sozusagen die Vorbereitungsregatta für das große Rennen, was der Yacht-Besatzung im August bevorstand.

Vier Tage lang, vom 16. bis 20. August, war die Crew ununterbrochen auf hoher See. Beim „Fastnet Race“ waren sie Teil des größten Regattafeldes aller Zeiten. 390 Yachten aus 25 Ländern waren dabei. Über 630 Seemeilen ging der Kurs von Cowes (Südengland) nach Irland um den Fastnet Rock und zurück bis Plymouth. Das Seegebiet Englischer Kanal und Irische See gilt auf Grund der Wetterbedingungen und Strömungsverhältnisse als große Herausforderung.
Darauf hatte sich die Crew der „Imagine“ eingestellt. Das Leben an Bord verlief im Drei-Stunden-Rhythmus, schlafen – stand by – Wache. Am ersten und zweiten Tag war vor allem Ausdauer gefordert. Es gab kaum Wind und einige Yachten mussten ankern und das bei 80 Metern Wassertiefe. Am dritten und vierten Tag bestimmte dann ein Tiefdruckgebiet das Wetter und bescherte den Seglern den ersehnten Wind, aber auch Regen und Nebel.
Die „Imagine“ konnte sich während des ganzen Rennens im vorderen Viertel des Feldes behaupten. Bis zur Halbzeit am Fastnet Rock lagen sie auf Platz sechs. Ganz konnten sie diese Position bis ins Ziel nicht halten. Platz zwölf belegten sie am Ende und wurden damit im Feld der 52 Boote ihrer Gruppe (IRC) bestes deutsches Schiff.  

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