Jugendsportspiele im Judo : Kleine Lenya trumpfte erneut auf

Die JVB-Abordnung bei den Landesjugendspielen (v.l.): Ricco Nehls, Betreuerin Anne Tauscher, Tjark Hansen, Artur Klammer, Lenya Lipper, Tom Seewald, Zino Schneider, Borwin Tauscher und Paul Hoddow Fotos: Klaus Eckert
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Die JVB-Abordnung bei den Landesjugendspielen (v.l.): Ricco Nehls, Betreuerin Anne Tauscher, Tjark Hansen, Artur Klammer, Lenya Lipper, Tom Seewald, Zino Schneider, Borwin Tauscher und Paul Hoddow Fotos: Klaus Eckert

Zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze bei den 13. Jugendsportspielen für Kämpfer des Judovereins Brüel

svz.de von
14. Juni 2016, 22:04 Uhr

Jahreshöhepunkt der acht- bis elfjährigen Judokas des JV Brüel waren die Landesjugendsportspiele am zurückliegenden Wochenende in Neubrandenburg. Für die Brüeler Mannschaft begannen die Jugendspiele verheißungsvoll. In der 43-kg-Klasse der U10 sollte es aufgrund der geringen Teilnahme nur zu einem vereinsinternen Duell zwischen Zino Schneider und Paul Hoddow kommen. Im vereinsinternen Kampf um Gold hatte Paul Hoddow den besseren Stand. Er überraschte seinen Vereinskollegen mit einem Fußfeger und setzte entschlossen in den Bodenkampf nach.
Ein guter Auftakt, der durch eine klasse Kampfeinstellung von Ricco Nehls in der 37-kg-Klasse der U10 mit einer Bronzemedaille fortgesetzt wurde. Der Brüeler hatte die Chance auf den Einzug ins Finale knapp verpasst. Er führte bereits mit kleinen Unterwertungen gegen den Rostocker Paul Große und alles deutete auf einem Sieg hin. Knapp vor Ablauf der dreiminütigen Kampfzeit erwischte der Rostocker den Brüeler auf dem falschen Bein und zog als glücklicher aber verdienter Sieger ins Finale ein.

Weiter ging es mit der U12 bis 34 kg. Hier stellten sich Tjark Hansen und Artur Klammer der Konkurrenz weiterer zehn Teilnehmer. Tjark Hansen begann mit zwei Auftaktsiegen, die beide mit schönen Hüft- und Hakelwürfen bereits in den ersten Kampfsekunden für den Brüeler entschieden wurden. Nun stand ihm im Kampf um den Einzug ins Finale Philipp Sotolongo aus Neustrelitz gegenüber. Der Brüeler führte mit Yuko, einer mittleren Wertung für einen Hüftwurf und kontrollierte den weiteren Kampfverlauf. Dann konnte er aber einem Fußwurfangriff nicht ausweichen und fand somit die berühmte Bananenschale auf der Tatami. Diese Niederlage galt es schnell abzuschütteln und sein engster Betreuer, Vater Uwe Hansen, leistete ganze Arbeit bei der Vorbereitung auf den Bronzekampf. Alexander Kitagawa aus Neubrandenburg hieß der Gegner im letzten Tageskampf. Dieser sollte keinen vorzeitigen Sieger finden. Beide Kontrahenten kämpften auf Augenhöhe. Tjark Hansen hatte das stärkere Ende für sich und sicherte sich erneut mit Yuko für einen Hüftwurf die viel umjubelte Bronzemedaille. Artur Klammer vervollständigte mit einem fünften Platz das gute Abschneiden des JVB in dieser Gewichtsklasse. Ihm gelang mit einem schnell ausgeführten O-soto Gari (der großen Außensichel) in seinem Auftaktkampf gegen Manuel Bank (Waren) der schnellste Ippon des Tages aus Brüeler Sicht.

Nach längerer Wartezeit auf ihren Einsatz sollte für Lenya Lipper gegen 14.30 Uhr der große Auftritt auf der Neubrandenburger Tatami kommen. Unbeirrt versuchte sich die Brüelerin am Mattenrand ständig in Bewegung warm und mental fit zu halten. Vier Mädchen wurden bis 27 kg der U10 eingewogen. Lenya Lipper fegte, stoppte oder warf ihre Kontrahentinnen aus Jarmen und zweimal aus Neubrandenburg buchstäblich von der Tatami. In keinem ihrer drei Vergleiche benötigte sie die komplette Kampfzeit und zeigte sich mit Hüft-, Fuß- oder Schulterwürfen sehr vielseitig im technischen Bereich. Stolz und verdient orderte Lenya dann auch nach der Siegerehrung ihre männlichen Vereinskollegen zum Fototermin.
Acht Teilnehmer, fünf Medaillen, einmal Platz fünf, prima Stimmung am Mattenrand und gute Kampfeinstellungen aller Beteiligten sind ein super Ergebnis für die Brüeler Judokas bei den diesjährigen Landesjugendsportspielen in Neubrandenburg.

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