Judo : Kleine Lenya Lipper ganz groß

Lenya Lipper (l.) bei der Siegerehrung der Altersklasse U12
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Lenya Lipper (l.) bei der Siegerehrung der Altersklasse U12

Brüeler Judokas erkämpfen Edelmetall beim 14. Hanse Cup in der Universitätsstadt Greifswald

svz.de von
23. März 2016, 08:52 Uhr

Genau 571 Athleten aus 65 Vereinen aus Schweden, Polen, Dänemark und Deutschland kämpften beim 14. Hanse Cup in der Universitätsstadt Greifswald um die Turniersiege.

Der Judo-Verein Brüel beteiligte sich am ersten Wettkampftag in den Altersklassen der U10, U12 und bei den Männern mit insgesamt 13 Aktiven. Unter ihnen streiften sich mit Lenya Lipper und Lilly Knöchelmann zwei Mädels den Kimono kampfeswillig über. Der Judo-Verein Brüel legte an diesem Kampftag die Betreuungsverantwortung in die Hände der beiden Jungtrainer Alex Schürer und Thorge Dobbertin. Sie betreuten die Athleten der U10 und U12 und gingen dann am Nachmittag selbst bei den Männern auf die Tatami.

In der U10 konnten Tarek Rhode, Ricco Nehls, Paul Hoddow und Borwin Tauscher sowie in der U12 Lilly Knöchelmann und Artur Klammer zwar keine Kämpfe gewinnen, aber in ihren Kämpfen wertvolle Erfahrungen sammeln. Die beiden Trainer bescheinigten ihren Schützlingen eine positive Kampfeinstellungen und gaben viele Hinweise zur Verbesserung ihrer Leistungen im technischen Bereich.

In der U12 bis 27 kg musste sich Lenya Lipper in einem Vierer-Pool im Kampf jeder gegen jeden der Konkurrenz aus Neubrandenburg und Brandenburg stellen. Die Brüelerin ging furios in ihre beiden ersten Kämpfe, setzte ihre Gegnerinnen vom PSV Neubrandenburg bzw. JC Vier Tore Neubrandenburg stark unter Druck und entschied beide Vergleiche vorzeitig für sich. Im entscheidenden Kampf gegen Clarice Bienek (Budokan Brandenburg) konnte sie leider nicht an die Abgeklärtheit der Vorkämpfe anknüpfen und musste der Tagessiegerin in ihrer Gewichtsklasse zurecht den Vortritt lassen. Am Ende standen zwei Siege und eine Niederlage auf der Habenseite, die letztendlich Platz zwei bedeuteten. Insgesamt ein starker und gelungener Auftritt der kleinen Lenya.

Es folgte noch der Auftritt des bärenstark kämpfenden Tjark Hansen in der U12 bis 32 kg. Nach zwei Auftaktsiegen gegen die Starter vom JV Königs Wusterhausen und vom PSV Bergen stand der Brüeler Judoka dem späteren Erstplatzierten Emil Deliev vom UJKC Potsdam im Kampf um den Einzug ins Finale gegenüber. Es entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe, der über die volle Kampfzeit von drei Minuten ging und dem Brüeler alles abverlangte. Am Ende siegte der Potsdamer knapp. Nun musste Tjark Hansen im Kampf um Platz drei gegen Dokka Mogamador aus Prenzlau ran. Auch hier setzte sich der Brüeler stark in Szene, konnte kleine Unterwertungen verbuchen und versuchte den Angriffen seines Kontrahenten zu trotzen. Am Ende musste er dem harten Vorkampf Tribut zollen und ging dann stolzen Hauptes als Fünftplatzierter in einem 15-köpfigen Starterfeld von der Tatami.

Vervollständigt wurde das Brüeler Gesamtergebnis durch gute Platzierungen der Starter im Männerbereich. Tim Eckert kämpfte in der Schwergewichtsklasse. Drei Siege standen einer unglücklichen Niederlage im entscheidenden Kampf gegenüber und bedeuteten am Ende Platz zwei. Lars Pasternack schnupperte bei seinem dritten Platz in der 90-kg-Klasse gleich zweimal internationale Judoluft. Im Auftaktkampf unterlag er dem Schweden Emil Bris vom Judo Klubben National und im Kampf um Platz drei besiegte er den Polen Tim Brzyki vom KK Karow.

Die beiden Brüeler Jungtrainer Thorge Dobbertin und Alex Schürer starteten in der Gewichtsklasse bis 81 kg und kämpften in einem starken Teilnehmerfeld gut mit. Sie konnten aber sich bietende Möglichkeiten nicht schnell genug nutzen und belegten am Ende die Plätze sieben und neun.

Die Grippewelle machte dann am Sonntag den Startern vom JVB in der U15 die Teilnahme unmöglich und somit konnten keine weiteren Punkte für die Vereinswertung gesammelt werden. Platz 33 von 65 Vereinen ist aber bei der starken Teilnehmerzahl ein akzeptables Ergebnis.


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