Kinder- und Jugendsportspiele : Jede Menge Spaß und Spitzenleistungen

Fortgeschrittene Karatekunst: Die Violettgurt-Trägerinnen (5. oder 4. Kyu) Saskia Henning (l.) und Mira Neumann
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Fortgeschrittene Karatekunst: Die Violettgurt-Trägerinnen (5. oder 4. Kyu) Saskia Henning (l.) und Mira Neumann

Kinder- und Jugendsportspiele des Kreissportbundes Ludwigslust-Parchim bestätigen auch bei der fünften Auflage ihren Ruf als Erfolgsmodell

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30. Juni 2016, 13:52 Uhr

Ein vollgepacktes Wettkampfwochenende liegt hinter den Aktiven und den Organisatoren der
5. Kinder- und Jugendsportspiele im Kreis. Abgesehen vom offensichtlich etwas kickermüden Fußballnachwuchs, die geplanten Turniere mussten mangels Beteiligung abgesagt werden, zeigten sich die „Macher“ vom Kreissportbund (KSB) Ludwigslust-Parchim mit dem Ablauf durchaus zufrieden. „Da sind eingespielte Teams am Werke, die sich aus erfahrenen und erfreulicherweise auch neuen Leuten zusammensetzen – das passt“, resümierte KSB-Geschäftsführerin Kriemhild Kant.

Das größte Gewusel herrschte traditionell auf dem Ludwigsluster Sportplatz in der Techentiner Straße, wo die Leichtathleten ihre Einzelwettkämpfe austrugen. Von den ganz jungen Startern holten viele ihre erste Medaille. Entsprechend groß war die Freude. Auch die absoluten Spitzenleistungen fehlten nicht. So pulverisierte Larissa Kruse (SVF Neustadt-Glewe) förmlich ihre Hochsprung-Bestmarke. Standen für die Elfjährige bisher 1,43 m zu Buche, die Platz vier bei den Landesmeisterschaften bedeuteten, so übersprang sie auf der Ludwigsluster Anlage mit 1,54 m mal eben ihre eigene Körpergröße. Da war selbst Trainer Michael Arndt baff: „So wie sie heute springt, das hat sie in der Kombination von Anlauf und Technik noch nie hingekriegt.“ Die Leichtathleten bekamen ihr umfangreiches Wettkampfprogramm fast komplett trockenen Fußes über die Bühne. Erst bei den letzten Laufentscheidungen öffnete der Himmel doch noch seine Schleusen. Zu den festen Programm-Punkten für Kriemhild Kant zählte am Nachmittag: Fußball-Europameisterschaft gucken – gemeinsam mit den polnischen Gästen, die beim packenden Viertelfinal-Einzug ihrer Nationalmannschaft reichlich Nerven ließen.

Völlig witterungsunabhängig ging es in der benachbarten Sporthalle zur Sache. Obwohl die Sommergrippe zugeschlagen hatte und das Teilnehmerfeld deshalb in diesem Jahr etwas kleiner ausfiel, freute sich Masamune-„Chef“ Thomas Colberg, „dass wir wieder so einen schönen Wettkampf hinbekommen haben“. Der Eigenanspruch der Karatekas drückt sich alljährlich auch in der Kampfrichterbesetzung aus. „Das sind alles Top-Leute, die teilweise aus Kiel oder Hamburg angereist sind, um diesen Wettkampf qualitativ hochwertig zu begleiten.“

Eine Etage tiefer ließen es 23 junge Kegler aus Neu Kaliß, Goldberg und Ludwigslust auf vier Bahnen unter der Turnierleitung von Heinz Lüdtke und Elke Lucht ordentlich krachen. Die grünen Trikots der Rotationer gaben dabei mit elf Startern den Ton an. „Wir bieten schon in der Grundschule Kegeln an. Und wem’s gefällt, der bleibt dabei und tritt in den Verein ein“, stuft Dagmar Hipler als betreuende Mutter die Nachwuchsarbeit der Neu Kalisser Kegelsportler als sehr rege ein. Aktive und Nichtaktive wurden ganz im Sinne der Chancengleichheit an diesem Tag getrennt gewertet.

Die Sporthalle der Lenné-Schule verwandelte sich zunächst in eine Badminton-Arena. Christina Buske (SG 03 Ludwigslust/Grabow) hatte alle Hände voll zu tun. 91 Partien waren zu absolvieren, bevor 33 Spieler aus fünf Vereinen ihre Sieger in fünf Altersklassen ermittelt hatten. Einen Tag später gehörte die „Bühne“ ganz den Gerätturnern. Unter den kritischen Augen von Ursula „Uschi“ Leubert und Anita Krüger zeigten 23 Mädchen und fünf Jungen (Jahrgänge 1998 bis 2010) ihre Übungen beim Sprung, am Boden, Stufenbarren/Reck oder auf dem Schwebebalken.

Ludwigslust war nicht der einzige Wettkampfort. In der Lübtheener Hans-Oldag-Halle hatte sich der Ringerverein Lübtheen Gäste aus Schwerin, Wittenberge und Hamburg zum Mattenvergleich eingeladen. Im Mittelpunkt standen die jüngsten Ringkämpfer. Zunächst galt es, Stärke im Klimmziehen zu beweisen. Dann bekamen die lautstark anfeuernden Zuschauer, die für eine tolle Wettkampfatmosphäre sorgten, viele spannende Kämpfe zu sehen. Fast jeder Teilnehmer fuhr mit Edelmetall dekoriert nach Hause. Besonders gut lief es für die Geschwister Ludwig. Charlotte, jüngste weibliche Starterin im Feld, freute sich riesig über ihr erstes Turniergold. Bruder Antonio schaffte ebenfalls den Sprung aufs oberste Treppchen, Schwester Tamina schrammte als gute Vierte knapp am Podest vorbei.

Im Parchimer Tischtennis-Zentrum in der Fichtestraße waren blitzschnelle Reaktionen, sichere Hand und gutes Auge gefragt. Die Lokalmatadoren vom SV Aufbau bildeten mit 30 Spielern nicht nur ein fast schon erdrückendes Übergewicht – komplettiert wurde das 36er-Feld von je drei Spielern von Traktor Balow und dem Grabower SV –, sie räumten mit einer Ausnahme auch alle ersten Plätze ab. Den totalen Parchimer Triumph verhinderte Jakob Schneider vom Grabower SV, der sich in der jüngsten Altersklasse (bis 2007) den Sieg sicherte.

Auch wenn eine Menge los war an diesem Wochenende: Einige Entscheidungen stehen noch aus. Im Radball (1. Juli/Wöbbelin), Motorsport (16. Juli/Ludwigslust, Motodrom), Radsport (16. Juli/ Parchim, Voigtsdorfer Weg) und Segeln (27./28. August/ Parchim, Wockersee) warten die Medaillen auf ihre neuen Besitzer.

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