Fussball Landsklasse III : Gastgeber zündet Offensivfeuerwerk nach 0:2-Rückstand

Wer das Kopfballduell der beiden Kapitäne gewinnt, ist nicht offensichtlich. Der Brüeler Hannes Pöhle hatte jedoch beim Tore schießen klar die Nase vorn und versenkte das Leder drei Mal im Kasten der Mulsower um Spielführer Eddy Bormann (r.).
Wer das Kopfballduell der beiden Kapitäne gewinnt, ist nicht offensichtlich. Der Brüeler Hannes Pöhle hatte jedoch beim Tore schießen klar die Nase vorn und versenkte das Leder drei Mal im Kasten der Mulsower um Spielführer Eddy Bormann (r.).

Brüeler SV – Mulsower SV 5:3 (3:2) / Brüeler Kapitän mit drei Toren und einer Vorlage Mann des Tages

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22. Oktober 2019, 00:00 Uhr

Nach dem Schlusspfiff rissen die Brüeler die Arme nach oben und freuten sich über ein starkes Comeback. Mit dem 5:3-Erfolg gegen den Tabellenzweiten Mulsower SV kletterte der BSV mit jetzt 16 Punkten vom sechsten auf den vierten Tabellenplatz und hat nur einen Zähler Rückstand auf die punktgleichen Teams aus Bölkow (2.) und Muslow (3.). In einen der engsten Spielklasse, den Zweitplatzierten trennen vom ersten Absteiger (11. Platz) gerade mal fünf Punkte, zieht alleine der SFV Nossentiner-Hütte (24 Punkte) einsam seine Kreise an der Tabellenspitze.

Mit dem Mulsower SV kam ein Gegner nach Brüel, der sich in der laufenden Saison nur dem Tabellenführer geschlagen gab. Der Gast machte in der ersten Viertelstunde auch ernst und erzielte mit dem ersten Torabschluss die Führung (11.). Nach einem Traumpass von Eddy Bormann vollendete Paul Kandler zum 0:1. Die Hausherren wirkten angeschlagen und zeigte in den Anfangsminuten zu viel Respekt. Drei Zeigerumdrehungen später, nach mehreren Uneinigkeiten im Brüeler Strafraum, kam erneut Kandler an den Ball und schnürte nach einer starken Finte sein Doppelpack – 0:2 (14.). Die Platzherren brauchten etwas Zeit, um sich ins Spiel zu beißen, meldeten sich dann aber mit einer fulminanten Offensiv-Wucht zurück. Damit hatte in dieser Phase keiner gerechnet. In der 19. Minute erzielte Nico Schütz nach einer missglückten Steffan-Ecke den 1:2-Anschlusstreffer. Der BSV wirkte wie wach geküsst. Nach knapp einer halben Stunde führte der schönste Angriff im Spiel zum 2:2-Ausgleich. Hannes Pöhle legte nach mehreren Doppelpässen am Strafraum das Leder mustergültig quer, wo Fabian Steffan den Angriff mit einem Abschluss direkt in den Knick veredelte. Die Blau-Gelben ließen dem Gast in dieser Phase kaum Raum zu atmen. Steffan, Schütz und Edem vergaben vor der Pause weitere gute Einschussgelegenheiten. Die Krone in diesem verrückten ersten Durchgang setzte der Kapitän persönlich drauf. Nach einer Brustablage von Fabian Steffan zog Hannes Pöhle mit dem rechten Spann aus über 25 Metern ab und jagte das Runde zum umjubelten 3:2 in die Maschen.

Nach dem Seitenwechsel suchten beide Teams gleich die Offensive, sodass den Zuschauern weiterhin ein richtiges Spektakel geboten wurde. Die Zwei Euro Eintritt lohnten sich mal so richtig. Ein Foul an Fabian Steffan an der Strafraumgrenze wurde mit einem Freistoß geahndet. Hannes Pöhle setzte diesen nach einem Stellungsfehler vom MSV-Keeper „mit Auge“ zum 4:2 ins Netz. Der stark aufspielende Mannschaftskapitän der Brüeler bediente nach gut einer Stunde Jonathan Edem, der frei vor dem Tor nur das Außennetz traf. Etwas später, nach einem Foulspiel, reklamierten gleich mehrere BSV-Akteure beim Unparteiischen. MSV-Kapitän Eddy Bormann reagierte gedankenschnell, passte vor das BSV-Gehäuse, wo der Gäste-Stürmer aus Nahdistanz zunächst noch an Danilo Marx-Bründel scheiterte. Beim Nachschuss von Mattes Nerstheimer war er chancenlos. Den Zuschauern blieb aber nach dem 4:3-Anschlusstreffer der ganz große Krimi erspart. Die Entscheidung brachte der Mann des Spiels, Hannes Pöhle. Nach Balleroberung an der Mittellinie zog er aus gut 35 Metern wuchtig ab – Traumtor zum 5:3 und den Gruß für die Fans gab es gratis obendrauf. „O wie ist das schön…“ hallte es von den Zuschauern über den Platz, was bei einigen BSV-Akteuren für einen Gänsehaut-Moment sorgte.

Torfolge: 0:1/0:2 Paul Kandler (11., 14.), 1:2 Nico Schütz (19.), 2:2 Fabian Steffan (29.), 3:2/4:2 Hannes Pöhle (35., 51.), 4:3 Mattes Nerstheimer (62.), 5:3 Hannes Pöhle (79.)

Brüeler SV: Marx-Bründel, Goebel, Drewling, Marx, Grube, Schütz, Ihde (52. Apel), Reinsch, Edem (90. Spiegel), Pöhle (79. Hermann), Steffan

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