fussball : Es fehlte das Quäntchen Glück

Die völlig neu zusammengestellte Abwehr des FC Seenland (in Weiß) um Mannschaftskapitän Toni Ihde (M.) stand recht ordentlich, konnte aber nicht verhindern, dass die Doberaner am Ende doch zu drei Toren kamen.
Die völlig neu zusammengestellte Abwehr des FC Seenland (in Weiß) um Mannschaftskapitän Toni Ihde (M.) stand recht ordentlich, konnte aber nicht verhindern, dass die Doberaner am Ende doch zu drei Toren kamen.

Landesliga-Fußballer des FC Seenland Warin standen beim 2:3 gegen den Doberaner FC ganz dicht vor einem Punktgewinn

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12. Mai 2019, 00:00 Uhr

Es hat wieder nicht sein sollen: Die Landesliga-Fußballer des FC Seenland Warin mussten sich dem Bad Doberaner FC mit 2:3 geschlagen geben. Eigentlich hätten sich die Gastgeber in diesem abwechslungsreichen Spiel einen Punkt redlich verdient gehabt. Aber wie das bei einem Tabellenletzten so ist, fehlt da dann oft einfach das Quäntchen Glück. Genau das hatten die Gäste, denen in der dritten Minute der Nachspielzeit noch der Siegtreffer gelang. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Platzherren schon in Unterzahl. Fünf Minuten vor Schluss hatte sich Steffen Schliemann im Zweikampf eine stark blutende Risswunde am Schienbein zugezogen. Per Notarzt ging es für ihn ins Krankenhaus nach Wismar. Beide Teams wünschen dem 28-Jährigen baldige Genesung.

Bei guten fußballerischen Bedingungen gingen beide Teams vor knapp 60 Zuschauern nicht mit optimalem Aufgebot ins Spiel. Wie erwartet übernahmen die spielstarken Gäste von Beginn an die Initiative. Bis auf zwei nicht gegebene Abseitstreffer gelang ihnen in der Anfangsviertelstunde aber kaum Nennenswertes. Die Hintermannschaft der Rot-Weißen um den neuen Mannschaftskapitän Toni Ihde stand recht solide. Als allerdings einmal nicht konsequent genug im eigenen Strafraum geklärt werden konnte, war Maximilian Düsing im Nachsetzen zum 0:1 erfolgreich (20.). Erst nach knapp einer halben Stunde war auch für die Wariner durch Clemilton Gomes Martins eine erste torgefährliche Aktion zu notieren (28.). Zwei Minuten später kam auch Rene Schreiber zum Abschluss. Im direkten Gegenzug der Gäste rettete Steffen Schliemann auf der Torlinie (31.). In der 38.Minute hatte Dmytro Lahola den Ausgleich auf dem Fuß. Nach einem richtig guten Spielzug über Lucas Wichert und Taras Khlan auf der linken Seite kam der Wariner relativ frei im Strafraum in gute Schussposition, verzog aber übers Tor. Auf der anderen Seite gelang dem Tabellenvierten mit einem abgefälschten Schuss von Torjäger Andre Grenz das 2:0 (41.). Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Steffen Ludwig verpasste Schreiber völlig frei vor dem Gästekeeper den Anschlusstreffer (44.).

Die zweite Halbzeit begann mit einer Drangphase des Doberaner FC. Aber mit guten Paraden von Torwart Michael Seidemann und kämpferisch starkem Einsatz aller Wariner wurden weitere Gegentore verhindert. Stattdessen kamen im weiteren Spielverlauf die Einheimischen mit ihrer Mittelfeldreihe Lahola, Khlan, Clamilton zu immer mehr Offensivaktionen. Als Belohnung gelang nach einem feinem Solo durch Lahola auf der rechten Seite, aus schon recht spitzem Winkel das 1:2 (69.). Als dann der eingewechselte Andreas Keil optimal auf den einlaufenden Nico Hadler passte, erzielte dieser mit straffem Abschluss von der Strafraumgrenze den umjubelten 2:2 Ausgleich (82.). Die Partie war nun wieder völlig offen. Nach der schon beschriebenen längeren Verletzungspause des Wariner Spielers kamen die Seenländer etwas aus dem Rhythmus. Beide Mannschaften hatten sich eigentlich schon mit dem Remis abgefunden. Doch dann rutschte ein letzter Eckball der Gäste etwas unkontrolliert durch den Wariner Strafraum. Der Doberaner Leon Dowe stand goldrichtig, markierte aus Nahdistanz den Siegtreffer zum 3:2 für die Gäste (90+3).

FC Seenland Warin: Seidemann – Wichert, Hardler, Schliemann, T.Ihde, Dmytro, Lahola, Clemilton, Schreiber Franz (82.Gebhardt), Knospe (65.Keil)


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