Fußball : Entscheidung nach spätem Elfmeter

Auf dem Platz schenkten sich beide Teams nichts, hier verteilte Schiri Dallmann nach einem rüdem Foul an Gebert, eine von elf gelben Karten (SVW 5 / TSG 6)  an die Warnemünder.
Auf dem Platz schenkten sich beide Teams nichts, hier verteilte Schiri Dallmann nach einem rüdem Foul an Gebert, eine von elf gelben Karten (SVW 5 / TSG 6) an die Warnemünder.

In einem eigentlich ausgeglichenem Spiel zweier gleichstarker Mannschaften haben die Wariner Landesklasse-Kicker in der Schlussphase durch einen Foulstrafstoß verloren.

svz.de von
10. Dezember 2013, 16:24 Uhr

In einem eigentlich ausgeglichenem Spiel zweier gleichstarker Mannschaften, verloren die Wariner Landesklasse-Kicker erst in der Schlussphase durch einen zu diesem Zeitpunkt eher schmeichelhaften Foulstrafstoß das Pokalspiel in Warnemünde. Auf dem für die Gäste eher ungewohnten, aber gut bespielbaren Kunstrasen, gingen beide Teams mit extremer Vorsicht ins Pokalmatch. Man zollte sich jeweils jede Menge Respekt.

Außer einem Torschuss auf beiden Seiten, Warin durch Brandenburg (7.) und Warnemünde (19.), sahen die nur wenigen Zuschauer in der ersten halben Stunde bei ungemütlich kühler Witterung nahe der Ostseeküste eher magere spieltechnische Fußballkost. Die beiden Spitzenteams der Landeklassenstaffeln IV und VI boten dafür aber sehr engagiertes Auftreten in den Zweikämpfen auf jedem Meter des Platzes.

Eine nennenswerte Torchance hatten dann die Warnemünder, als aus nur zehn Metern zentraler Position, nach einem weitem Einwurf von der rechten Seite, aus guter Schussposition der Ball übers Tor ging (32.). Zwei Minuten später versuchte es auf der anderen Seite Brandenburg mit einem Versuch aus 22 Metern, wobei der SV Keeper in dieser Situation (34.) keine Probleme hatte zu parieren. Beiden Mannschaften fehlte es in der Vorwärtsbewegung immer wieder an der nötigen Präzision für ernsthafte torgefährliche Szenen.

Mehr aus dem Zufall heraus hatte dann Manns gegen Ende der ersten Halbzeit, als die Partie auch etwas an Härte zunahm, mit einem 25-Meter Volleyschuss aus halbrechter Position die beste Torchance der Gäste. Nur ganz knapp verfehlte der richtig gut getroffene Ball das Ziel (41.). So ging es mit diesem 0:0-Unentschieden in die Halbzeitpause.

Mit Beginn der zweiten Hälfte waren die Gäste etwas besser im Spiel und konnten gegen die nach wie vor starke Verteidigung der Warnemünder Mannschaft einige Male in den gegnerischen Strafraum eindringen. Aber so richtig zwingende torgefährliche Aktionen gelangen auch jetzt nicht. So blieben weiterhin auf beiden Seiten Torchancen eher Mangelware. In der 70. Spielminute sah man aus relativ guter Schussposition einen etwas zu überhasteten Abschluss vom Wariner Danny Thomas, der aber übers Tor ging. Auf der anderen Seite klärte Mathias Schmidt im letzten Moment zur Ecke für Warnemünde, die aber auch nichts zählbares für den Gastgeber brachte (71.). So allmählich stellten sich die immer wieder lautstarken TSG-Fans schon auf eine Verlängerung ein. In dieser Schlussphase herrschte auf dem Platz weiterhin eine angespannte Atmosphäre und es ging in den Zweikämpfen des Öfteren über die Grenze des Erlaubten. Insgesamt verteilte der über weite Strecken recht ordentlich amtierende Schiri Dallmann (Rostock) elf gelbe Karten (6 für Warin).
Als dann nach einem Ballverlust im Wariner Mittelfeld nur noch auf Kosten eines Foulspieles geklärt werden konnte, führte der folgende Freistoß im Nachhinein zu einem Foul im TSG-Strafraum. So sah es zumindest der Schiedsrichter und entschied sofort auf Strafstoß. Dankend nahm der Warnemünder Spieler eine Berührung am Fuß von der Seite an und fiel. Eine harte Entscheidung für die bis dahin bravourös kämpfende Wariner Mannschaft. Allein diese Situation mit dem Freistoß und dem anschließendem Elfer kostete den Gästen dreimal Gelb.

Den folgenden Elfer verwandelten die Hausherren sicher zum 1:0 (81.). Die Wariner stellten nun in der Abwehr um und spielten auf alles oder nichts. Prompt lief der Gast nur eine Minute später in einen Konter der Warnemünder. Aus dieser Überzahlsituation machten die Gastgeber clever alles klar und erzielten das alles entscheidende 2:0-Endresultat (82.) und buchten damit das Pokalhalbfinale.

Trotz dieser Niederlage zeigte sich TSG-Chefcoach Frank Ridder mit dem engagiertem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden. Ganz anders als zuletzt bei der Niederlage in Bad Kleinen wurde an der Ostsee mit Kampf, Einsatz und viel Leidenschaft zwar abermals kein so attraktiver Fußball gespielt, aber die Einstellung stimmte in allen Mannschaftsteilen.

TSG Warin: Schröder; Schmidt, Prüter, Brandenburg, Wirkus, Wehr, Habl, Mertins, Manns, Thomas, Gebert (66. Schreiber)


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