Fussball Landesklasse III : Durchschlagskraft gleich null

Gegen den robusten Goldberger Verteidiger Matthias Eisenbarth hatte Hans-Joseph Köpcke einen schweren Stand.
Gegen den robusten Goldberger Verteidiger Matthias Eisenbarth hatte Hans-Joseph Köpcke einen schweren Stand.

FC Aufbau Sternberg verliert Kellerduell beim TSV Goldberg mit 0:3 (0:1)

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17. März 2019, 23:31 Uhr

Ein echtes Kellerduell sahen die Fußball-ans am Sonnabend in Goldberg. Der Tabellenvorletzte hatte den Drittletzten FC Aufbau Sternberg zu Gast. Beide Teams brauchten die Punkte dringend. Am Ende jubelten aber nur die Gastgeber über den 3:0-Sieg. Sie tauschten mit den Sternbergern die Plätze. Für den FCA bleibt die Erkenntnis, dass es vor allen Dingen im Angriff hapert. Die Durchschlagskraft fehlt und damit ist das Sternberger Angriffsspiel zu harmlos. Um das zu verbessern, sind jetzt alle Spieler gefordert, sich dort mit einzubringen. Die Spielpause am kommenden Pokal-Wochenende muss die Mannschaft außerdem dazu nutzen, die Verletztenliste zu reduzieren, um dann wieder mit voller Kapelle anzugreifen zu können.

Gemischte Gefühle herrschten vor der Partie im Sternberger Lager. Zwar hatte das Team in diesem Jahr noch nicht verloren, aber richtig überzeugende Auftritte auch noch nicht abgeliefert. Die Goldberger wollten den Heimvorteil nutzen und begann engagiert. Die erneut umgestellte Anfangself der Gäste brauchten wieder etwas sich zu finden. So hatten die Gastgeber mehr Spielanteile und stellten die Aufbau-Abwehr nach elf Minuten das erste Mal vor Probleme. Mit einem blitzsauber vorgetragenen Konter hatten sie die erste große Möglichkeit zur Führung. Aber Robert Draempaehl verhinderte mit einer Glanztat den Rückstand.

Die Sternberger bemühten sich in der Offensive, taten sich aber immer sehr schwer, die Goldberger Abwehrreihe zu überspielen. Es fehlte an Präzision und an zündenden Ideen. Auch die notwendige Bereitschaft aller Spieler war nicht erkennbar. Das machte es den Platzherren relativ einfach, die Sternberger Angriffsbemühungen zu verteidigen. Als in der 27. Minute die Gäste ungeordnet und nicht kompakt standen, nutzte Goldberg die entstandenen Räume. Der Gast hatten überhaupt keinen Zugriff auf das Geschehen. Robert Oldenburg war der Nutznießer, erzielte das 1:0 für den TSV. Plötzlich lagen die Sternberger wieder einmal zurück. Dass Aufbau gelernt hat, damit umzugehen, merkten die mitgereisten Fans. Trotzdem blieb es ein sehr zähes Spiel ohne große Höhepunkte. Erst kurz vor der Halbzeitpause setzten die Sternberger mal ein offensives Zeichen. Hans Köpcke eroberte den Ball in Höhe Mittellinie. Danach nahm er Tempo auf und spielte zu Konstantin Radloff. Aber dessen Torschuss wurde abgefälscht, da die Einheimischen sich resolut in alles Zweikämpfe warfen. Das war der erste Sternberger Torschuss, bezeichnend für die Harmlosigkeit im Angriff. Kurz danach gab es noch eine Chance für die Gäste. Über Mohrmann und Köpcke gelangte die Kugel zu Jörn Blumenthal. Aber auch der Kapitän wurde erfolgreich am Torschuss gehindert.

Für die zweite Hälfte hatte sich Sternberg viel vorgenommen, um den Rückstand aufzuholen. Mit noch mehr Einsatz und Willenskraft wollte man sich den Ausgleichstreffer erarbeiten. Den Gastgebern war anzumerken, dass sie auch nicht vor Selbstbewusstsein strotzten, da ihnen auch nicht viel gelang. So hielt Goldberg lange die Null und Aufbau musste mit zunehmender Spielzeit immer mehr ins Risiko gehen, um das Spiel noch zu drehen. Till Benthin wurde kurz nach seiner Einwechslung in aussichtsreicher Position rüde von den Beinen geholt und konnte nicht weiterspielen. Den Sternbergern fehlte es gerade in der gegnerischen Hälfte am nötigen Durchsetzungsvermögen, um Goldberg in ernste Schwierigkeiten zu bringen. In der 87. Minute schloss Ahmad Mahdi einen Goldberger Konter zum 2:0 ab. Danach warfen die Sternberger alles nach vorn und verursachten beim nächsten Konter einen Elfmeter, den Martin Gralki zum 3:0-Endstand verwandelte.


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