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Fussball : Zum Start gleich ein Prignitzduell

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Für die auf Kreisebene spielenden Fußball-Herrenmannschaften beginnt morgen die Punktspielsaison 2016/17

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erstellt am 27.Aug.2016 | 06:57 Uhr

Für die auf Kreisebene spielenden Fußballteams beginnt morgen die Punktspielsaison 2016/17. In der Kreisoberliga und den drei Weststaffeln von Kreisliga sowie 1. und 2. Kreisklasse richtet sich das Augenmerk der Fans auf die ursprünglich gemeldeten 41 Prignitzer Teams.

Sechs davon gehen in der Kreisoberliga auf Tore- und Punktejagd. Gleich am 1. Spieltag, der am Sonntag um 14 Uhr angepfiffen wird, kommt es zum Prignitzduell zwischen Gastgeber SV Eiche 05 Weisen und Aufsteiger Putlitzer SV. „Das wird gleich eine harte Nuss. Ziel sind aber drei Punkte“, sagt Weisens Trainer Ronald Hohn. Bei den Eichen rückte Kevin Lechleitner von der zweiten in die erste Mannschaft auf, doch der Abgang des langjährigen Kapitäns Christian Hoppe (wechselte zum BoxSV Wittenberge) wiegt schwer. „Rang sechs, sieben“, wie Eiche-Trainer Ronald Hohn meint, erscheint realistisch. Einen gesicherten Mittelfeldplatz strebt auch Putlitz an. Der Aufsteiger verlor zwar Offensivspieler Lukas Blumenthal an Einheit Perleberg, doch mit Marvin Guthke wechselte ein spielstarker Akteur mit Landesklasseerfahrung aus Gülitz zu den Gänsestädtern.

Die besten Aussichten, eine gute Rolle im Vorderfeld der Liga zu spielen, wird dem SV Garz/Hoppenrade eingeräumt. Der Vorjahresdritte hat zum Auftakt den Zernitzer SV zu Gast. „Zernitz ist ein schwerer Gegner. Das wird eine enge Partie, die wir natürlich gewinnen wollen“, erklärt Hoppenrades Vereinschef Ralf Bünger, der das junge Team von Trainer Jan Schülke zwar nicht unbedingt als Aufstiegsfavoriten sieht, den „Zollern“ aber einen Platz unter den Top drei zutraut. Neu im Team ist Tommy Achterberg, der in der Sommerpause vom Berger SV kam. Torhüter Tobias Steffen wechselte zum KSV Prignitz.

Selbstbewusst geht der Reckenziner SV in seine zweite Kreisoberligasaison. „In der Vorsaison sind wir Siebter geworden, haben eine bessere Platzierung auf Grund einiger unnötiger Punktverluste verpasst. Diesmal lautet das Ziel Platz fünf“, sagt Trainer Heiko Stibbe. Dabei setzt der RSV auf seine Heimstärke und die eingespielte Mannschaft. Neu im Team ist der 18-jährige Torsten Brüning, der zuletzt für einen Hamburger Verein aktiv war. Dem Auftaktspiel beim SV 69 Schönberg sieht Stibbe optimistisch entgegen. „Ein Punkt sollte dort drin sein.“

Im Duell zweier Aufsteiger muss die SpG Gumtow/Glöwen (1. Kreisliga West) bei Blau-Weiß Walsleben (2. Kreisliga Ost) antreten. Die Gäste wollen sich nach der durchwachsenen Vorbereitung in der neuen Spielklasse erst einmal etablieren und freuen sich auf viele spannende Derbys und neue Gegner.

Dabei geht das Team von Trainer Norman Blaesing mit unverändertem Kader gegenüber der Vorsaison in die kommenden Spiele. Die Einstellung aller Akteure, die das Team zum etwas überraschenden Aufstieg verhalf, soll trotz des nach wie vor schmalen Kaders Garant für den Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse des Fußballkreises sein.

Der Pankower SV Rot-Weiß, Zehnter in der Vorsaison, geht mit unverändertem und engem Kader in die Auftaktpartie daheim gegen Aufsteiger Union Neuruppin II. Das Trainerduo Christian Teichmann/Daniel Bernecker erwartet eine schwierige Saison, will mit dem Abstieg aber nichts zu tun bekommen. Kann das Team sich in Sachen Fairplay und in der Defensive verbessern, ein durchaus realistisches Ziel.


Aufstiegsanwärter sind Mangelware


Eine Klasse tiefer, in der Kreisliga West, ist die Frage nach dem Favoriten auf den Staffelsieg offener denn je. Kein Team liebäugelt offiziell mit dem Aufstieg. Einige Experten trauen dem Kreisoberliga-Absteiger SV Sadenbeck und dem SV Groß Buchholz am ehesten den Platz an der Sonne zu. Die Sadenbecker hatten weder Zu- noch Abgänge zu verzeichnen und wollen sich nach der desolaten Vorsaison und dem freiwilligen Rückzug in die Kreisliga wieder Selbstvertrauen holen. Mit Siegfried Hildebrandt als neuem Coach wollen die Groß Buchholzer das Niveau in der Liga weiter mitbestimmen. Neu im Team der Randperleberger sind Martin Baltrusch und Selvenus Tetuh.

Dagegen verweisen die Reserveteams vom Meyenburger SV Wacker und Einheit Perleberg, die in der Vorsaison die Ränge drei und vier belegten, gern auf ihren engen Kader und sehen sich selbst eher im oberen Tabellendrittel. So könnte Aufsteiger BoxSV Wittenberge durchaus in die Rolle des Geheimfavoriten schlüpfen. Die Männer von Trainer Mike Balzuweit haben sich selbst zwar nur den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben, mit den Weisenern Christian Hoppe und Michel Madaus sowie Dennis Mundt vom Ligakonkurrenten Lanz aber Verstärkung erhalten, die das Team durchaus einen Schritt weiterbringen. Zudem haben die „Boxer“ mit Axel Hanf (46 Tore) auch der treffsicherste Spieler der vergangenen Saison im Herren- und Altherrenbereich des Kreises in ihren Reihen. Und mit dem 3:2-Sieg im Pokal gegen den Ligarivalen Hertha Karstädt haben die Elbestädter durchaus schon eine Duftmarke gesetzt.

Kleinere Brötchen will und muss Blau-Weiß Lenzen, erster Gegner des BoxSV, wohl backen. Zwei Neuzugängen stehen vier Abgänge von gestandenen Spielern gegenüber. Zudem stehen einige Akteure nicht regelmäßig zur Verfügung. Deshalb haben sich die Blau-Weißen den „sicheren Klassenerhalt“ als Saisonziel gesetzt.

Ähnliche Richtmarken verfolgen Liga-Rückkehrer Blau-Weiß Dannenwalde, die Aufsteiger Aufbau Stepenitz und SV Cumlosen (mit Neuzugang Sebastian Gückel) oder Rot-Weiß Gerdshagen. Einen gesicherten Mittelfeldplatz peilen die etablierten Teams von Hertha Karstädt, TSV Uenze 04, SV Prignitz Bad Wilsnack/Legde oder vom SV Jahn Lanz an. 



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