Fußball : Zum Klassenerhalt gezittert

Der längere verletzungsbedingte Ausfall von Christian Becken (l., hier mit Lewin Julius Neukirch/r.) schwächte die Landesliga-Elf der Perleberger.
Der längere verletzungsbedingte Ausfall von Christian Becken (l., hier mit Lewin Julius Neukirch/r.) schwächte die Landesliga-Elf der Perleberger.

SSV Einheit Perleberg beendet Saison in der Fußball-Landesliga Nord auf Rang 14

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10. Juli 2019, 23:17 Uhr

Am Ende wurde es noch einmal verdammt eng: Der SSV Einheit Perleberg hat nur mit viel Glück den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga Nord geschafft. Die Rolandstädter vermieden den Abstieg nur dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem punktgleichen Angermünder FC.

„Wir haben unser Minimalziel Klassenerhalt erreicht. Grobziel war ja auch, mit den nachrückenden A-Junioren und den vorhandenen Spielern einen konkurrenzfähigen Kader zu formen, Abgänge zu kompensieren und die jungen Spieler zu integrieren. Ich hatte aber gedacht, dass wir in der zweiten Halbserie konstanter werden. Es gab leider keine Entwicklung nach oben. Das muss man leider so sagen“, konstatiert der zum Saisonende gemeinsam mit Stefan Prüfer als Einheit-Trainer verabschiedete André Schutta.

Eigentlich wollten die Perleberger nach der Winterpause so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller rauskommen und sich auf einem Platz im gesicherten Mittelfeld festsetzen. „Ich erwarte auch, dass wir die individuellen Fehler abstellen, die uns in der ersten Halbserie Punkte gekostet haben“, hatte Schutta noch in der Winterpause erklärt. Doch nach der schon von einigen Hoch und Tiefs geprägten Hinrunde (15 Punkte) fand Einheit auch in der zweiten Saisonhälfte nicht richtig in die Spur. Vier Siege, zwei Unentschieden, neun Niederlagen und insgesamt 14 Punkte brachten die Männer um Kapitän Christian Becken nur noch in die Wertung. Mit 29 Punkten und einem Torverhältnis von 37:68 landeten die Kreisstädter auf dem 14. Platz.

Aber woran lag es, dass sich die Perleberger gegenüber der Hinrunde nicht steigern konnten und nur knapp über dem den Nichtabstieg bedeutenden Strich landeten? „Wie schon gesagt, das ist auf die fehlende Konstanz zurückzuführen. Wir hatten viele Spielerausfälle, haben deshalb nie wirklich eine Stammformation gefunden“, vergleicht Schutta die zweite Halbserie mit der Hinrunde.

Insgesamt setzte der SSV Einheit 26 Spieler ein. Die meisten Einsätze absolvierten Frederik Töpfer (28), Veit Gerigk und Björn Bauersfeld (je 24). Schwer wog Schuttas Meinung nach auch der verletzungsbedingte Ausfall von Kapitän Christian Becken. „Als er wieder dabei war hat er gezeigt, wie wichtig er für uns ist“, so der 42-jährige Coach. So wie bei seinem Comeback am 24. Spieltag, als Becken beim FSV Babelsberg 74 in der 86. Minute den 3:2-Siegtreffer erzielte. Und noch ein Beispiel hat der Coach parat. „Als Becki im letzten Spiel gegen Pritzwalk beim Stand von 2:0 für uns vom Platz musste, ist alles zusammengebrochen“, erinnert sich der Trainer an das indiskutable 2:6 gegen den schon als Absteiger feststehenden Prignitz-Konkurrenten.

Ein weiterer Grund für die unbefriedigende Saison ist die mangelnde Torgefährlichkeit. Mit nur 37 eigenen Treffern verzeichnete Einheit nach Absteiger Angermünde (28) die zweitschlechteste Quote. „Wir hatten oft nicht die nötige Durchschlagskraft, mal in Führung zu gehen, mal einen Zwei-Tore-Vorsprung rauszuholen, um dann sicheren Fußball spielen zu können. Das haben wir nicht auf die Reihe bekommen. 80 Prozent der auf der Kippe stehenden Spiele haben wir verloren“, blickt André Schutta zurück und nennt nur ein Beispiel. „Im Heimspiel gegen Neustadt hätten wir 4:0 führen können, verlieren das Spiel aber mit 0:2.“ Beste Torschützen waren Brian Strauch (7), Christian Becken (5), Veit Gerigk und William Richart (je 4).

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