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Rock’n’Roll : Ziel: Unter die besten 15 Paare

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Prignitzer Rock’n’Roll-Duo Johanna Wolf/Niklas Bahr startet heute bei Europameisterschaft in Kaliningrad

von
erstellt am 10.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Wenn heute Mittag um 12 Uhr im Yantarny-Sportkomplex im russischen Kaliningrad die Europameisterschaft (EM) im Rock’n’Roll beginnt, dann betreten auch Johanna Wolf und Niklas Bahr vom Eddie’s Rock’n’Roll-Club aus dem Tanzcentrum Wittenberge die Tanzfläche. Über Vorbereitung und Ziele des Tanzpaares unterhielt sich „Der Prignitzer“ mit den beiden und ihrer Trainerin Sybille Rösel kurz vor der Abreise.

Für Johanna Wolf und Niklas Bahr, beide schon WM und Weltcup erfahren, ist die EM eine Premiere. Sie wurden von Bundestrainer Andreas Dudos als eines von zwei deutschen Paaren – das andere ist Elisabeth und Johannes Horsch aus Neutraubling – für die Schülerklasse nominiert. Insgesamt gehen in dieser Klasse in Kaliningrad 31 Paare an den Start.

Auf die Frage, ob sie denn gut vorbereitet sind, antworten beide spontan und überzeugt mit „Ja“. Doch dann geht der Blick zur Trainerin. „Doch, ich denke schon. Aber na ja, die Zeit dafür ist eigentlich immer zu kurz“, sagt Sybille Rösel.

Oder auch knapp. Der EM-Trip begann bereits am Donnerstag. Morgens um 7 Uhr machten sich Tänzer, Trainerin und Eltern mit dem Auto auf den Weg nach Kaliningrad. Dort trafen sie sich mit den Dobberkau-Zwillingen aus dem Tanzcentrum in Stendal, die die deutschen Farben in der Juniorenklasse vertreten. Der gestrige Tag diente zur Erholung von der Anreise und vielleicht dazu, einen kurzen Eindruck von der Stadt zu sammeln. Dann galt die ganze Konzentration dem bevorstehenden EM-Wettkampf.

In einem Durchgang tanzen jeweils fünf Paare. Die Musik wird vorgegeben. Zuletzt haderten die beiden Schüler ab und zu damit, auf der Fläche eine schlechte Position gehabt zu haben und so nicht direkt im Blickfeld der Wertungsrichter tanzen zu können.

„Am besten sind immer die Positionen zwei und vier. Die sind etwas versetzt und man ist als Paar gut zu sehen“, erklärt Niklas Bahr und umschreibt damit, was sich das Paar für heute wünscht: Losglück. Aber es gibt auch einen Plan B. „Wir fangen gleich an zu tanzen“, sagen beide. Stehen die anderen vier Paare noch, zieht das bereits tanzende Paar die Blicke der Wertungsrichter an.

Apropos Wertungsrichter: Weltmeisterschaft, Weltcup – haben sich beiden Prignitzer schon einen Namen gemacht unter den Juroren? „In Deutschland ja, international noch nicht so“, antwortet Niklas Bahr, der in seiner Freizeit gern Fahrrad fährt. Aber sie sind auf einem guten Weg dorthin. Doch die Konkurrenz ist stark. Tänzerisch und auch, was die Kostüme betrifft. „Das Gesamtpaket muss stimmen. Jung, elegant und spritzig setzt sich durch“, sagt die Trainerin dazu.

Und wie ist es mit dem Kontakt zu den anderen Tänzern während eines Wettkampfes? „Mit den anderen deutschen Paaren haben wir den schon, sonst kaum“, erklärt Johanna Wolf, die neben Schule und Tanzen gern Geige spielt. Aber trotz der ein oder anderen Sprachbarriere, spätestens in der Unterkunft tauschen sich die jungen Sportler aus oder werfen auch mal gegenseitig einen Blick in die Zimmer.

Auf der Tanzfläche sind heute alle Konkurrenten. „Einen Platz unter den besten 15 Paaren“, nennt Niklas Bahr als Zielstellung. Johanna Wolf schaut erst etwas skeptisch, nickt dann aber zustimmend. Zuzutrauen ist es den Beiden mit ihrer sympathischen Ausstrahlung.



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