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Leichtathletik : Zickzack durch die „weiße Stadt“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Lindenberger Jörg Schulze belegte beim 27. Lissaboner Halbmarathon Platz 13 in seiner Altersklasse M50 und Rang 241 im Gesamtfeld

Ein Besuch in Lissabon, oft auch als die „weiße Stadt am Tejo“ genannt, lohnt sich immer. Findet auch Jörg Schulze. Der Mann vom ESV Wittenberge war am vergangenen Wochenende einer von fast 11  000 Läuferinnen und Läufern aus aller Welt, die beim Lissabonner Halbmarathon, dem EDP Meia Maratona Lisboa, an den Start gingen. Der Lauf ist ein IAAF „Gold Road Race“ und damit eines der bedeutendsten Rennen weltweit. In Lissabon wurden auch die aktuellen Welt- und Europa-Rekord im Halbmarathon der Männer aufgestellt

„Es ist hier nicht so wie in Deutschland, wo ich im ersten Startblock ins Rennen gehen darf. Bei diesem Lauf gibt keine Starteinteilung, nur einen VIP-Bereich und das Elite-Feld“, erzählt der 50-Jährige aus dem Wittenberger Ortsteil Lindenberg. Doch darauf war er vorbereitet. „Ich musste über zwei Stunden in der prallen Sonne bereits im Startblock stehen, um von weit vorn starten zu können.“ Denn zusätzlich zu den Halbmarathon-Läufern beteiligen sich noch rund 20  000 Teilnehmer am Mini-Marathon (7 km). So waren die ersten Kilometer geprägt vom ständigen zickzacklaufen, um zu überholen.

„Die Anfangskilometer des Laufes zählen zu den schönsten. Kurz nach dem Start passieren die Läufer die 2278 Meter lange „Ponte 25 de Abril“, die zweitlängste Hängebrücke der Welt mit kombiniertem Straßen- und Eisenbahnverkehr über den Tejo-Fluss. Dabei hat man einen herrlichen Ausblick auf die die größte Stadt Portugals“, schwärmt Jörg Schulze von der sportlichen Sightseeing-Tour. „Danach führt die Strecke in Schleifen immer entlang des Tejo bis zum Ziel am Weltkulturerbe, dem Hieronymus Kloster.“

Am Ende stand für den Lindenberger eine Zeit von 1:23:56 Stunden in der Ergebnisliste. „Bei Temperaturen von über 20 Grad Celsius und am Saisonbeginn ist die Zeit okay“, fand Schulze. Im Gesamtfeld bedeutete dies Platz 241 und in seiner Altersklasse M50 Platz 13 von hier 862 Männern. Gewonnen hat diese Altersklasse ein ganz berühmter Läufer, Martin Fiz. Der Spanier war in den 1990iger Jahren Welt- und Europa-Meister im Marathon. Aktuell in der M50 immer noch Weltspitze, siegte Fiz in 1:10:27 Stunden. Den Sieg bei den Frauen holte sich Marathon-Weltmeisterin Mare Dibaba aus Äthiopien in 1:09:43 Stunden und bei den Männern gewann etwas überraschend der Neuseeländer Jake Robertson in 1:00:01 Stunden vor zwei Kenianern.

„Ein tolles verlängertes Wochenende in der „weißen Stadt“, so der Lindenberger, der von seinen mitgereisten „Fans“ Kerstin und Eva-Lotta Schulze unterstützt wurde.

Für den ESV-Läufer war der Halbmarathon in Lissabon eine gelungene Vorbereitung auf die nächsten Saisonhöhepunkte. Schon am 9. April will Schulze zusammen mit der Perlebergerin Yvonne Loock bei den deutschen Meisterschaften im Halbmarathon in Hannover an den Start gehen.

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