Fußball : Wittstock rettet Perleberg

Die Perleberger Lukas Rockenschuh (l.) und Denny Feilke auf dem Weg zum 3:0. Doch sie scheitern in dieser Szene am Pritzwalker Torwart Marcus Boldt
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Die Perleberger Lukas Rockenschuh (l.) und Denny Feilke auf dem Weg zum 3:0. Doch sie scheitern in dieser Szene am Pritzwalker Torwart Marcus Boldt

Einheit-Elf profitiert nach eigener 2:6-Heimschlappe gegen Pritzwalk vom 4:2-Erfolg von Hansa gegen Angermünde

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23. Juni 2019, 22:49 Uhr

Das war knapp und hätte auch ins Auge gehen können. Der SSV Einheit Perleberg bleibt in der Fußball-Landesliga. Dabei bekleckerten sich die Gastgeber bei ihrem letzten Heimauftritt beim 2:6 (2:1) gegen Absteiger Pritzwalker FHV alles andere als mit Ruhm. Danach folgten sorgenvolle Blicke auf die Handys. Und die Erleichterung: Hansa Wittstock hatte Schützenhilfe geleistet, den Angermünder FC mit 4:2 besiegt und Einheit damit gerettet. Hätte Angermünde einen Zähler geholt, wären die Perleberger auf den vorletzten Rang gerutscht und dann - weil sie das schlechtere Torverhältnis gegenüber dem Süd-Vorletzten Schlieben aufwiesen – abgestiegen.

„Ein ganz großer Dank an Wittstock. Vielleicht sollten wir jetzt ein oder zwei Kisten Bier dorthin schicken“, sagte Einheit-Trainer Stefan Prüfer nach den aufreibenden 95 Minuten. Prüfer bleibt den Perlebergern auch in der kommenden Saison erhalten. Nicht mehr auf der Bank, aber er wird im Umfeld des Landesligateams mitarbeiten.

Die Perleberger erwischten vor den 307 Zuschauern einen guten Start. Lukas Scharpenberg (3.) traf nach einer Hereingabe von Christian Becken zum 1:0. Rund 20 Minuten später eine Kopie des ersten Treffers. Diesmal flankte Brian Strauch von rechts und Scharpenberg markierte das 2:0 (24.). Eine sehr effiziente Ausbeute, denn Pritzwalk machte das Spiel. Und kam zum Anschluss. Tony Schulz (33.) verkürzte aus kurzer Distanz. „Das hat bei uns den Stecker gezogen. Danach hatten wir Angst“, erklärte Stefan Prüfer.

Das wurde nach der Pause deutlich. Pritzwalk wirkte spritziger. Nico Trenner (52., 54.) drehte die Partie zum 2:3. In Wittstock erzielte Angermünde das 2:2. Einheit wäre jetzt abgestiegen. Im Jahnsportpark sorgten Hannes Dura (79.), Trenner (88.) und Mathias Altenburg (90.) für den 2:6-Endstand. Dann kam die Kunde vom Wittstocker 4:2. Angermünde steigt ab.

Verhaltene Freude bei den Perlebergern, etwas größere beim Absteiger Pritzwalk. „Das war ein schöner Abschluss für uns. Wir haben das hinten raus sehr gut gespielt“, zog FHV-Coach Sylvio Münch sein Fazit. Auf der Gegenseite übte das scheidende Trainerduo (Die Nachfolge auf der Bank ist nach Einheit-Aussage noch nicht geklärt) Selbstkritik. „Wir beide waren eigentlich die gesamte Saison nicht in der Lage, aus der Mannschaft das rauszuholen, was in ihr steckt“, meinte André Schutta.

Schutta wurde wie auch Torwarttrainer Jürgen Jesse vor dem Spiel verabschiedet. Das galt auch für Torwart Kevin Torster und Angreifer Björn Bauersfeld. Das Duo spielte rund 30 Jahre für die erste Einheit-Mannschaft, absolvierte dabei zusammen mehr als 800 Spiele, feierte drei Aufstiege und zwei Pokalsiege.

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