Bohlekegeln : Wiederaufstieg ist erklärtes Ziel

Der SVL Seedorf 1919 startet mit Frank Wilke, Rainer Pagels, Eckhard Johnke, Sebastian Rönning, Harry Wilke (stehend v. l.), Hans Fulczynski, Tino Brinkmann und Norbert Witzel (kniend v.l.) in die neue Saison. Außerdem gehört Neuzugang Max Jannasch zum Stammkader.
Der SVL Seedorf 1919 startet mit Frank Wilke, Rainer Pagels, Eckhard Johnke, Sebastian Rönning, Harry Wilke (stehend v. l.), Hans Fulczynski, Tino Brinkmann und Norbert Witzel (kniend v.l.) in die neue Saison. Außerdem gehört Neuzugang Max Jannasch zum Stammkader.

Bohlekegler vom SV Löcknitzstrand Seedorf 1919 treffen in der 2. Bundesliga Süd-Ost auf viele neue Gegner und Bahnen

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16. September 2015, 17:12 Uhr

Den Frust über den verpassten Klassenerhalt nach zwölf Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit in der 1. Bundesliga haben die Bohlekegler des SV Löcknitzstrand Seedorf von 1919 verdaut, die Blicke richten sich nach vorn. Nach dem doch etwas unerwarteten Abstieg aus Deutschlands Eliteliga starten sie am Wochenende mit zwei Heimspielen das „Abenteuer“ 2. Bundesliga Süd/Ost. Ziel der Prignitzer Vorzeigekegler ist der sofortige Wiederaufstieg.

Am Samstag (13 Uhr) empfangen die Männer um Mannschaftsleiter Frank Wilke den Aufsteiger KSC Schwarz-Weiß Berlin in der heimischen Spielstätte. Am Sonntag um 10 Uhr gastiert dann mit dem NKC 72 Berlin einer der Aufstiegsanwärter in Seedorf. „Das Duell mit dem NKC ist schon ein richtungweisendes Spiel“, weiß Kapitän Wilke, der außerdem den VKC/FE 27 Spandau als ärgsten Meisterschaftsmitfavoriten einstuft. „In der vergangenen Saison hat uns unsere Heimschwäche den Klassenerhalt gekostet. Ich hoffe, diesen Makel können wir ablegen. Ziel sind zum Auftakt jedenfalls zwei klare 3:0-Siege.“

Viele unbekannte Bahnen und Gegner erwarten die Männer aus dem kleinen Keglerdorf bei Lenzen in der kommenden Spielserie. Frank Wilke selbst kann die Leistungsstärke der zweithöchsten Spielklasse nicht genau einschätzen, ist sich aber sicher, dass es die Gegner dem SVL nicht leicht machen werden. „Die Teams sind gegen uns als Absteiger sicher besonders motiviert. Das ändert aber nichts an dem von uns gewollten Gesamtziel. Und das heißt nun mal Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga“, stellt der 48-Jährige klar.


Max Jannasch neu im Team


Und dieses Unterfangen soll mit frischen Kräften angepackt werden. Denn neben den etablierten Spielern wie Frank Wilke, Norbert Witzel, Hans Fulczynski, Rainer Pagels und Eckhard Johnke rücken mit Sebastian Rönning und Max Jannasch in den Stammkader. Vor allem von Jannasch, der in der Sommerpause von Landesligist SC Hertha Karstädt an den Löcknitzstrand wechselte, verspricht sich der Kapitän neue Impulse.

Und dass der Perleberger durchaus auf den Seedorfer Bahnen klar kommt, hat er beim internationalen Einladungsturnier im Juli eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Damals gewann der 24-Jährige nicht nur die Einzelkonkurrenz, sondern siegte auch mit seinen Partnern in den Doppel- und Mixed-Wettbewerben.

„Max ist einer der talentiertesten Kegler Brandenburgs, wenn nicht sogar Deutschlands. Das hat er ja als Bronzemedaillengewinner der letzten DM bei den Junioren eindrucksvoll bewiesen. Ich freue mich, dass ich ihn überzeugen konnte, sich bei uns sportlich weiterzuentwickeln. Für ihn ist die zweite Liga der richtige Zeitpunkt dafür“, so Wilke. „Auch für Sebastian, der schon einige Einsätze bei uns in der 1. Bundesliga vorweisen kann und aus unserer zweiten Mannschaft dazu stößt, ist es in der neuen Spielklasse etwas leichter.“

Zum erweiterten Zweitligakader gehören Harry Wilke und Tino Brinkmann aus dem Landesligateam des SVL. Außerdem will Frank Wilke gelegentlich auf Routinier Jürgen Reimann vom ersten Seniorenteam zurückgreifen. „Seine Erfahrung kann uns sicher weiterhelfen“, glaubt der SVL-Kapitän

Im Sommer haben sich die Seedorfer Kegler in einem Trainingslager mit hunderten Würfen auf ihrer Kegelbahn intensiv auf die neuen Aufgaben vorbereitet. Mit einer Kanutour auf der Löcknitz und einem gemeinsamen Grillabend kamen laut Frank Wilke auch die „teambildenden Maßnahmen“ nicht zu kurz.

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