„Jugend trainiert für Olympia pausiert“ : Wettkämpfe ruhen bis 2021

Schulsportberater Frank Dannehl (3. v. r.) anlässlich seines 60. Geburtstags im Kreis von Freunden und Wegbegleitern. Was Manfred Pelen, Lutz Lange, Klaus Fritz, Dannehl, Axel Simon und Dietrich Böwe(v. l.) eint: Sie sind alle ausgebildete Sportlehrer.
Schulsportberater Frank Dannehl (3. v. r.) anlässlich seines 60. Geburtstags im Kreis von Freunden und Wegbegleitern. Was Manfred Pelen, Lutz Lange, Klaus Fritz, Dannehl, Axel Simon und Dietrich Böwe(v. l.) eint: Sie sind alle ausgebildete Sportlehrer.

Wegen Corona momentan keine Sportwettbewerbe der Schulen

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07. August 2020, 22:00 Uhr

„Als Corona kam gab es keine weiterführenden Schulsport-Wettkämpfe mehr. Das war schon komisch. Eigentlich hätte im April die Saison so richtig angefangen. Frühjahrs-Crosslauf, Leichtathletik, die Fußballturniere. Gerade für die Leichtathleten schade, denn die Grundschüler aus Karstädt und Perleberg hätten eine Chance gehabt, sich für das Landesfinale zu qualifizieren. Auch die Sportfeste in den Schulen fielen aus.“ Frank Dannehl, Schulsportberater der Prignitz, blickt mit Wehmut auf die vergangenen vier Monate zurück.

Für den Sportunterrricht und die Schulsportwettkämpfe war und ist es durch die Corona-Pandemie ein besonderes Jahr. „Wir hatten noch den Sepp-Herberger-Tag, das Fußballturnier der Grundschulen sowie das Zweifelderball-Turnier und das Kreisfinale im Tischtennis. Dann war Schluss, praktisch alles auf Null“, berichtet Dannehl vom schulsportlichen Lockdown.

Der wurde – was den Sportunterricht in den Schulen betraf – nach den Osterferien ein wenig gelockert. In Gruppen mit maximal neun Schülern wurde Sport getrieben. Kontaktlos im Freien. Meist Lauf- und Koordinationsübungen. Spielte das Wetter nicht mit, gab es Theorie: Regelkunde oder Sportgeschichte. So zumindest der Ablauf an der Freiherr von Rochow-Oberschule in Pritzwalk. Dort unterrichtet Dannehl. Eine große Gefahr, dass es die Kinder und Jugendlichen durch die Zwangspause künftig schwerer im Sport haben, sieht er nicht: „Sicher war das Bewegungsfeld geringer, aber einen Nachteil in der Entwicklung würde ich so nicht sehen.“

Das große sportliche Kräftemessen der Schulen wird noch auf sich warten lassen. „Alle Wettkämpfe von Jugend trainiert für Olympia für diesen Herbst wurden ausgesetzt. Damit wird erst 2021 wieder begonnen. Wir haben im Januar Turniere im Handball und Volleyball geplant. Der Herberger-Tag soll am 19. Februar stattfinden“, erzählt Dannehl.

Etwas anderes wird dagegen recht bald stattfinden: Mit der Aufnahme des Betriebs der renovierten Prignitzer Badewelt öffnet auch das Prignitzer Schulschwimmzentrum dort seine Pforten. Ziel der Einrichtung: Die Schwimmausbildung aller Schüler der 3. Klassen. „Es geht uns um die Verbesserung der Schwimmfähigkeit der Kinder. Wir beginnen im ersten Halbjahr an drei Tagen mit den 3. Klassen von sechs Schulen“, sagt Frank Dannehl über das Projekt des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport. Rund 450 Schüler sollen im kommenden Schuljahr in den Genuss dieser Ausbildung kommen.

Verantwortlich vor Ort ist das Schulamt Neuruppin, geleitet wird das Zentrum von Dannehl. Der organisiert Termine, Material und auch Busse, um die Schüler zur Schwimmhalle zu bringen. Gefreut hat er sich über die Unterstützung der Städte im Kreis bei diesem Vorhaben.

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