Fussball : Warten auf den Sonderbericht

Tätlichkeiten und Unsportlichkeiten hatten in dieser Saison schon mehrfach die Rote Karte und harte Strafen zur Folge. Die vier Platzverweise und der sich anschließende Spielabbruch in der 1. Kreisklasse West am vergangenen Wochenende sind wohl momentan der „traurige Rekord“.
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Tätlichkeiten und Unsportlichkeiten hatten in dieser Saison schon mehrfach die Rote Karte und harte Strafen zur Folge. Die vier Platzverweise und der sich anschließende Spielabbruch in der 1. Kreisklasse West am vergangenen Wochenende sind wohl momentan der „traurige Rekord“.

Von Sperre über Geldstrafe bis zu zivilrechtlichen Folgen

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16. März 2016, 21:04 Uhr

Vier Platzverweise, fünf Verwarnungen und ein sich anschließender Spielabbruch. Die Partie der 1. Fußball-Kreisklasse West zwischen dem Lindenberger SV und dem FSV Veritas Wittenberge/Breese II hat jetzt den doch eher zweifelhaften Ruf, eine der „farbenfrohsten“ Begegnungen der Prignitz in der jüngeren Vergangenheit gewesen zu sein. Was erwartet die Spieler, was die Vereine? Wie wird die Partie gewertet? Der „Prignitzer“ fragte nach bei Joachim Teichmann, dem Staffelleiter der 1. Kreisklasse West.

„Da es sich um einen Spielabbruch handelt, muss die Sache vom Sportgericht verhandelt werden. Staffelleiter dürfen keine Spielwertungen vornehmen. Ich muss aber den Sonderbericht des Schiedsrichters abwarten und stelle dann den Antrag auf Wertung des Spiels“, erklärte Joachim Teichmann zum Thema Wertung.

Zuvor hatte Schiedsrichter Enrico Rust gegen Lindenberg zwei Gelbe (45./87.) und zwei Rote Karten (45./89.) sowie gegen Veritas II drei Gelbe (33./63./75.) und zwei Rote Karten (45./89.) gezeigt. Die Platzverweise erhielten Lindenbergs Marco Kühne und Jörg Klein sowie Wittenberges Christian Otte und Daniel Waltinger.

Das könnte für diese vier Spieler eine längere Pause und den Griff in den eigenen Geldbeutel bedeuten. „In wie weit dann auch die Roten Karten vom Sportgericht verhandelt werden, hängt vom Sonderbericht und den Stellungnahmen der beteiligten Vereine ab. Ich habe beide Vereine zur Stellungnahme aufgefordert. Sollte es sich bestätigen, dass es zu Gewalthandlungen gekommen ist, müssen die betroffenen Sportfreunde mit Sperren von mehr als sechs Pflichtspielen und einer Geldstrafe rechnen“, sagte der Staffelleiter dazu.

Es sind aber noch weiterreichende Konsequenzen denkbar. Für die Clubs und eventuell sogar für die Akteure. „Auch die Vereine können dann wegen unzureichender Sicherheit zu Geldstrafen verurteilt werden. Hinzu kommen eventuell noch zivilrechtliche Folgen, wenn Beteiligte klagen. Also, erst nach dem Sonderbericht des Schiedsrichters kann mehr gesagt werden“, sagte Joachim Teichmann.

Das waren jetzt viele Spekulationen. Aber vielleicht führen sie zum Nachdenken und helfen, künftig solche Vorkommnisse zu verhindern.  

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