Fussball-WM : Wahnsinn, Topfavorit und Schmerz

Prignitzer Reaktionen auf das 7:1 von Deutschland gegen Brasilien

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10. Juli 2014, 07:56 Uhr

Deutschland schlägt Brasilien im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft mit 7:1 – Auch am Tag nach diesem historischen Triumph fällt es ein wenig schwer, dieses Ergebnis zu realisieren. Wie erging es den Sportlern aus der Prignitz, wie haben sie dieses Spiel erlebt und was bedeutet es für das Finale am Sonntag? Der „Prignitzer“ startete eine kleine Umfrage.

„Ich hab das 7:1 auf der Leinwand zuhause erlebt, war völlig aus dem Häuschen und kann auch jetzt nur schwer glauben, dass wir in Brasilien gegen Brasilien sieben Tore geschossen haben und im Finale stehen“, erklärte Marc Michitsch, Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese. „Darüber wird man in 100 Jahren noch erzählen Nun drück’ ich unserer Elf die Daumen im Finale, hoffe dass sie den Schwung aus diesem Spiel mitnimmt und dann holen wir uns den 4. Stern“, fügte er hinzu.

Begeistert zeigte sich Steffen Stolz. „Die Stimmung auf der Ölmühle war riesig. Bei der Nationalhymne finde ich es schade, dass so wenige aufstehen und mitsingen. Das war ein unglaublich starker Auftritt unserer Jungs und sowas wird es wohl nie wieder geben. Für das Finale sind wir nun natürlich Topfavorit und ich denke, dass der Titel nach Deutschland kommt. Argentinien wäre meiner Meinung nach der einfachere Gegner, aber auch Holland hat nicht die Qualität der DFB-Elf“, sagte Jugendtrainer des Eiche 05 Weisen.

So gar nicht richtig in den Genuss des Spiels kam Ulf Liebmann, in der Fußball-Abteilung des SSV Einheit Perleberg verantwortlich für die Jugend. „Ich habe das Spiel nur halb mitbekommen, da ich seit letzten Freitag im Dauereinsatz zwecks Vorbereitung auf das Gastspiel von Hertha BSC bin. Ein mehr als überraschendes Ergebnis und ich hoffe, das man diesen Elan für den WM-Titel nutzen kann. Würde mich freuen, wenn wir Weltmeister werden würden“.

Von einem „Wahnsinnsspiel“ und „Deutschland lässt Gastgeber Brasilien bereits zur Halbzeit weinen und versetzt die eigenen Fans in Erstaunen, verbunden mit kollektiven Jubelattacken“ spricht Andreas Teluk, Präsidiumsmitglied des Prignitzer Handballclubs (PHC) Wittenberge. Und: „Das war eine ganz starke Leistung von Jogi und seinen Jungs. In jedem Spiel das gemacht was nötig war, um weiterzukommen. Die Körner nicht zu früh verschossen und sich nicht von den Medien beirren lassen. Ich bin gespannt auf das Finale. Kommt Argentinien weiter, gibt es einen deutlichen 4:1 Sieg. Gegen Holland hingegen nur 3:1.“

Eine ganz andere Gemütslage erlebte Nivia Dobberstein. „Es hat sehr weh getan. Mein Herz hat für beide Mannschaften geschlagen, aber das hat doch weh getan“, meinte die Brasilianerin. „Mit einem 0:1 hätte ich vielleicht gerechnet, aber nicht mit so einem Ergebnis. Kann sein, dass es an den fehlenden Neymar und Thiago gelegen hat. Aber ich glaube nicht, denn wir haben genug gute Spieler. Doch ich freue mich auch für Deutschland“, antwortete sie auf die Frage nach den Ursachen.

„Völlig mit der Stimme runter, so sehr habe ich geschrien“, schilderte Holger Lattorff sein Halbfinalerlebnis. Dabei hatte der Geschäftsführer des Kreissportbundes Prignitz „eigentlich die Brasilianer wegen des Heimvorteils vorn gesehen“. Sein Wunschgegner für das Finale wäre Argentinien, denn „ich glaube, die liegen uns mehr als die Holländer“, sagte er.


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