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Fussball : Wacker zeigt zwei Gesichter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Meyenburger Kicker erobern nach gutem Start die Tabellenspitze, fallen dann aber zurück

von
erstellt am 01.Feb.2017 | 21:25 Uhr

Ein Leistungseinbruch zur falschen Zeit, die Sperren einiger Spieler, zu viele individuelle Fehler, aber mit dem 2:1 gegen Fortuna Babelsberg zumindest ein versöhnlicher Abschluss. So lässt sich für die Fußballer des Meyenburger SV Wacker die Hinrunde in der Landesklasse West zusammenfassen. In der Winterpause meldete Wacker dann den Abgang von Kevin Berlin zu Hansa Wittstock.

Nach recht ordentlichen Vorbereitungsspielen startete Wacker mit dem 2:1 im Kreisderby bei Rot-Weiß Gülitz erfolgreich. Kevin Berlin hatte beide Tore vorbereitet. Im ersten Heimspiel gegen Lok Brandenburg siegten die Meyenburger nach zweimaligem Rückstand noch 4:3.

In Zaatzke führte Wacker kurz nach der Pause 3:0. Der Sieg geriet noch in Gefahr, da Christoph Raasch die Rote Karte sah und Kevin Berlin sowie der eingewechselte Andreas Krause verletzt ausschieden. Zaatzke gelang erst spät der Anschlusstreffer, die Prignitzer hatten die Tabellenführung erkämpft. Die wurde aber gegen Lok Seddin durch eine recht schwache Leistung der gesamten Mannschaft schnell wieder abgegeben. Beim Tabellendritten ESV Lok Potsdam lag die Elf von Trainer Raimund Mir in einem spektakulären Spiel nach 67 Minuten mit 2:5 zurück, drehte die Partie noch zum 6:5-Erfolg.

Am 9. Spieltag erwartete Spitzenreiter Wacker den Tabellenzweiten Teltower FV. Die Begegnung auf ansprechendem Niveau blieb bis zur 76. Minute torlos. Kurz zuvor hatte Wacker Felix Mattner nach wiederholtem Foulspiel verloren. Teltow traf zum 0:1, Kevin Berlin glich nur vier Minuten später zum 1:1 aus. Leider handelte er sich wenig später die Gelbe und die Rote Karte ein. Die dritte Entgleisung folgte in der Nachspielzeit, als Marvin-Peer Jahnke die Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung sah.

Derart geschwächt war die anschließende 0:2-Niederlage der Meyenburger in Wittstock keine Überraschung, brachte Hansa aber die Tabellenführung. In besserer Besetzung gegen die SG Bornim angetreten, rettete Kevin Berlin mit dem 1:1 kurz vor Schluss der Mir-Elf einen Punkt.

Gegen Angstgegner Union Neuruppin hatte Wacker große Besetzungsprobleme, lag nach fünf Minuten 0:2 zurück, bewies aber Moral und glich aus. Doch Union erzielte sogar in Unterzahl noch den Siegtreffer. Damit hatte Wacker seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen und war auf den 6. Platz zurückgefallen.

Als neben den Langzeitverletzten noch sieben weitere Spieler fehlten, war die 1:3-Niederlage in Wittenberge keine Überraschung. Die Negativserie der Wackeraner fand dann aber im letzten Spiel der Hinrunde mit dem 2:1 gegen den Tabellenvierten Fortuna Babelsberg ein versöhnliches Ende. Die Gäste gingen zwar in Führung, aber Wackers erfolgreichste Torschützen Berlin (12 Treffer) und Krüger (11) drehten die Begegnung noch.

Nach dem tollen Start mit sieben Siegen und zwei Unentschieden folgte, beginnend mit der Niederlage in Wittstock, ein unerwarteter Leistungsabfall. Ursachenforschung war angesagt. Ein erstes Resümee von Trainer Raimund Mir: „Wir sind gut gestartet, aber etwas enttäuschend ist, dass wir genau als die stärkeren Gegner kamen, eingeknickt sind. Wir hatten viele Sperren zum Ende der ersten Halbserie und auch etwas Unruhe im Team. Die Niederlagen sind nicht insgesamt auf mannschaftliches Versagen zurückzuführen. Oft waren krasse individuelle Aussetzer der Grund. Wir sind aber guter Dinge, in der Rückrunde noch reichlich Punkte einzufahren.“

In der Fairness-Tabelle belegen die Meyenburger mit 25 gelben, drei gelb-roten und zwei roten Karten den vorletzten Platz. In der Winterpause meldete der Verein die Zugänge von Jonas Ehmke (SV Buckow), Felix Bergemann (SV Garz/Hoppenrade) und Erik Schulz.  

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