zur Navigation springen

Fussball : Wacker-Elf meckert noch zu viel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Fußball-Landesklasse: Meyenburger zeigen oft zwei Gesichter

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 10:34 Uhr

Auf das Spieljahr 2014/15 hatte sich die Landesklasse-Elf des Meyenburger SV Wacker im Sommer gut und erfolgreich vorbereitet. Im dritten Jahr nach dem Wiederaufstieg peilten die Fußballer deshalb wieder ein Platz im oberen Mittelfeld der Tabelle an. Der Start verlief erfolgreich mit einem unerwarteten 4:1 beim SV Falkensee/Finkenkrug II und dem 5:1-Heimsieg gegen Lok Potsdam. Damit war Wacker Tabellenführer.

Aber sehr schnell zeigte die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht. Im Kreispokal beim Kreisoberligisten in Weisen gab es eine 0:3-Niederlage. Am dritten Spieltag verlor sie bei Fortuna Babelsberg unglücklich und unverdient 1:2. Ausgerechnet im Nachbarschaftsderby gegen Hansa Wittstock bot Wacker dann vor allem in der ersten Halbzeit eine indiskutable Leistung und verlor 1:6. Angesichts massiver Personalprobleme kam das 1:4 in Bornim nicht überraschend. Danach stand Wacker auf Platz zehn. Trotz anhaltender Besetzungssorgen wurde gegen Staffelmitfavorit Veritas Wittenberge/Breese ein unerwartetes 2:2 erkämpft.

Nach dem 0:3 bei Lok Brandenburg forderte Trainer Raimund Mir endlich eine bessere Einstellung aller Spieler. Es folgten zwei Heimsiege gegen Rhinow/Großderschau (6:0) und Nauen (3:1). Trotz neuer Personalprobleme war die Leistung beim 0:3 in Gülitz nicht zu entschuldigen.

Der 7:2-Sieg gegen Kloster Lehnin zeigte wieder das andere Gesicht der Mannschaft, die dann bei Union Neuruppin mit 0:3 zu hoch verlor. Mit großer Moral wurde dann das 2:2 zu Hause gegen den Meisterschaftsaspiranten BSC Rathenow ertrotzt. Gleiches gilt für das 1:1 beim TSV Treuenbrietzen. Das letzte Spiel der Halbserie gegen den Pritzwalker FHV fiel wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus. Wacker überwintert auf Platz acht.

Dass nicht mehr heraussprang ist vor allem den ständigen Besetzungsproblemen geschuldet, die dazu führten, dass 25 Spieler aufgeboten werden mussten. Am häufigsten spielten Christoph Papke und Florian Rieck (14 Spiele). Es folgen Oliver Machner und Kevin Berlin (13), Maximilian Marek, Ramon Schäfer und Ricardo Laszig (12), Max Berger und Andreas Krause (11), Lars Naussedat und Tony Kipper (10). Jan Eßmann wurde nicht mehr aufgeboten, nachdem er seine Wechselabsichten verkündet hatte. Torwart Christian Dramburg spielte wegen einer schweren Verletzung nur sechs Spiele. Sein Vertreter Sandro van Uem kam fünf mal zum Einsatz. Stammspieler Felix Köch brachte es verletzungsbedingt nur auf zwei Spiele. Christoph Raasch (3) und Paul Berger (1) laborierten an ihren Verletzungen.

Reserven hat die Mannschaft auch im mentalen Bereich. Die Fairplay-Tabelle führt den MSV Wacker auf Platz 13 mit fünf Gelben, zwei Gelb-roten, allerdings keiner Roten Karte und einer Quote von 3,64. Die Wackeraner meckern also nach wie vor viel zu viel! Die Torquote (33:32) zeigt Reserven im Angriffsspiel und in der Abwehr. Die 33 Treffen teilten sich neun Spieler. Die meisten Tore erzielten Kevin Berlin (10) und Jan Eßmann (8). Einen Spitzenplatz belegt Wacker in der Zuschauergunst mit Rang zwei hinter Veritas. In sieben Heimspielen wurden bei leicht fallender Tendenz 776 zahlende Zuschauer gezählt.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen