Fussball : Vorfreude auf die neue Saison

Martin Behrend und Einheit Perleberg (l.) spielten zuletzt in der Landesklasse-Saison 2013/14 gegen den Pritzwalker FHV 03 um Punkte. Am 3. Dezember treffen beide Teams nun erstmals in der Landesliga aufeinander.
Martin Behrend und Einheit Perleberg (l.) spielten zuletzt in der Landesklasse-Saison 2013/14 gegen den Pritzwalker FHV 03 um Punkte. Am 3. Dezember treffen beide Teams nun erstmals in der Landesliga aufeinander.

In der Fußball-Landesliga Nord gehen in dieser Saison mit Perleberg und Pritzwalk gleich zwei Prignitzer Teams auf Punktejagd

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11. August 2016, 22:36 Uhr

Nach dem Aufstieg des Pritzwalker FHV 03 ist die Prignitz in der morgen beginnenden Saison der Fußball Landesliga Nord mit zwei Teams vertreten. Die Pritzwalker starten mit einem Heimspiel gegen die Falkenthaler Füchse, der SSV Einheit Perleberg ist zu Gast beim FC 98 Hennigsdorf. Der Anpfiff erfolgt um 15 Uhr.

Die Perleberger gehen in ihre dritte Landesligasaison nach dem Wiederaufstieg. Und sehen sich gut aufgestellt. „Endlich haben wir Alternativen. Es ist doch etwas ganz anderes, wenn du einen Kader von rund 20 Spielern zur Verfügung hast“, freut sich Einheit-Trainer André Schutta. Das schürt auch den Konkurrenzkampf. „Die gute Leistung der Spieler gegen Eldena machen es mir nicht leicht, mich für eine Anfangsformation für Hennigsdorf zu entscheiden“, sagte der Trainer nach dem 4:0-Sieg bei der Generalprobe gegen den Landesligisten aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die Perleberger haben sich mit dem vielseitig einsetzbaren Frederik Töpfer (Veritas Wittenberge/Breese), Marcel Wolf (SV Krüden/Groß Garz), den Offensivkräften Lukas Blumenthal (Putlitzer SV), Chris Gerloff (Rot-Weiß Gülitz) und Rückkehrer Lewin Neukirch (FC Energie Cottbus/Nachwuchs) gut verstärkt. „Das passt richtig gut. Auch menschlich“, lobt André Schutta den bisherigen Auftritt der Zugänge.

Einer davon, Marcel Wolf, fehlt derzeit verletzt. „Spätestens zur zweiten Halbserie hoffen wir, dass uns auch William Richart nach seiner Kreuzbandverletzung wieder zur Verfügung steht“, freut sich der Coach dann über noch mehr Alternativen. Die werden er und die Mannschaft brauchen, denn vor allem die Teams rund um Berlin haben wieder aufgerüstet.

Nicht ganz glücklich war André Schutta mit dem Zeitfaktor. „Es ist ungünstig, dass die Ferien so spät liegen. Und das Pokalspiel zwischen dem 1. und 2. Spieltag ist auch nicht gerade glücklich. Aber das geht ja den anderen Mannschaften auch so“, so der 39-Jährige, dem in der Vorbereitung sehr selten der komplette Kader zur Verfügung stand.


Neues Trainerduo und Mission Klassenerhalt


Nach 14 Jahren Abstinenz gehen die Pritzwalker Männer das Unternehmen Landesliga an. Zum Auftakt kommt der Tabellenletzte der Vorsaison, die Falkenthaler Füchse, in die Dinnebier-Arena Nach dem souveränen Staffelsieg in der Landesklasse West – 15 Punkte betrug der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Fortuna Babelsberg – haben sich die Dömnitzstädter in der höheren Liga den Klassenerhalt als Saisonziel auf die Fahnen geschrieben.

„Die vergangene Saison in der Landesklasse ist schwer zu toppen. Die Landesliga hat aber doch eine ganz andere Qualität. Einige Teams haben sich unheimlich verstärkt. Da werden sicher auch Niederlagen nicht ausbleiben. Aber daraus wird die Mannschaft lernen. Wichtig ist ein guter Saisonstart“, ist sich das neue Pritzwalker Trainerduo Oliver Lange und Brian Röhl einig.

Während Röhl weiterhin als Co-Trainer zur Verfügung steht, übernahm Lange den Cheftrainerposten in der Sommerpause von Marko Bruhn. Der Aufstiegscoach war aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. „Eigentlich wollte ich nur als Co-Trainer zur Mannschaft stoßen. Der plötzliche Rücktritt von Marko kam auch für mich etwas überraschend“, so Oliver Lange, der bislang nur als Übungsleiter im Juniorenbereich tätig war, die Spieler der Mannschaft aber nach eigenen Angaben sehr gut kennt.

Die Pritzwalker gehen die neue Punktspielserie mit fast unverändertem Kader an. Neuzugänge konnte das Trainerduo nicht vermelden. Dafür hat sich der Bulgare Yulian Radkov Vladimirov abgemeldet. Die Trainer hoffen, dass verletzte Spieler wie Silvio Münch, Jonas Ben-Cadi (neuer Mannschaftskapitän), Dominik Hartmann oder Maik Swolana schnell wieder fit werden. Denn auf die Eingespieltheit des mit vielen Routiniers gespickten Teams setzt das Trainerduo auch in den kommenden Spielen. „Wichtig ist, dass wir verletzungsfrei durch die Saison kommen.“

Besonders freut man sich im Pritzwalker Lager auf die beiden Prignitzderbys gegen Einheit Perleberg. „Das waren früher in der Landesklasse schon immer schöne Spiele. Und schließlich kennt man sich seit Jahren, viele Spieler sind befreundet“, sagt Oliver Lange und fügt hinzu: „Einheit hat sich qualitativ gut verstärkt.“ Als Aufstiegskandidaten in die Brandenburgliga legen sich Lange/Röhl auf den FSV Bernau, Dritter der Vorsaison, fest.

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