Leichtathletik : Viel Erfolg, Mädels!

Eva Burmeister (l.) und Zoé Dockweiler (r.) gehören zum Team, des Gymnasium Perleberg, das Brandenburg beim Bundesfinale in Berlin vertritt.  Fotos: Torsten Gottschalk
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Eva Burmeister (l.) und Zoé Dockweiler (r.) gehören zum Team, des Gymnasium Perleberg, das Brandenburg beim Bundesfinale in Berlin vertritt. Fotos: Torsten Gottschalk

Leichtathletinnen des Perleberger Gymnasiums starten am Dienstag beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia

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18. September 2015, 18:22 Uhr

Das innere Kribbeln nimmt zu, die Anspannung steigt: Morgen brechen zwölf junge Damen aus der Prignitz und ihr Betreuerstab nach Berlin auf, fokussiert auf ein Ziel: das Leichtathletik-Bundesfinale des deutschlandweiten Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ am Dienstag im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Dort nehmen in der kommenden Woche insgesamt über 3500 sportliche Talente in neun Sportarten und 28 Wettkampfklassen (WK) mit ihren 413 Schulteams teil.

Für das Spektakel in der Hauptstadt hatten sich die Mädchen der WK II (Jahrgänge 1998 – 2001) vom Gottfried-Arnold-Gymnasium Perleberg mit dem etwas überraschenden, aber hochverdienten Sieg beim Brandenburger Landesfinale in Löwenberg qualifiziert. Es war der größte sportliche Erfolg einer Prignitzer Schule seit zwei Jahrzehnten. Mit insgesamt 7040 Punkten verwiesen Lea Bahl, Zoé Dockweiler, Eva Burmeister, Lina Gercke, Hannah Hesse, Julia Ehrhorn, Isabell Bank, Laura Nadolleck, Emma Schwartz, Leonie Küchler, Lea Bethke und Hanna Schröder dort das Team des Bülow-Gymnasiums Stahnsdorf (6735) auf Rang zwei.

„Ihr könnt stolz auf euch sein. Beim Bundesfinale dabei zu sein, können nicht viele von sich behaupten. Ihr seit das Aushängeschild der Prignitz“, fand Frank Dannehl damals lobende Worte für die jungen Damen. Kurz vor der Abreise fügt Dannehl noch dazu: „Die Mädels haben beim Regional- und Landesfinale hervorragende Leistungen gezeigt. Diese Erfolge kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Sie vertreten zu recht die Brandenburger Farben.“

Eine besondere Vorbereitung auf das Finale des 1969 ins Leben gerufenen und größten Bundeswettbewerbs der Schulen gab es, trotz der langen Sommerferien, nicht. „Die Mädels trainieren ja regelmäßig in den Vereinen“, sagt Udo Brandl, Sportlehrer und Trainer beim SSV Einheit Perleberg, der die Talente am Mittwoch noch einmal zur gemeinsamen Übungseinheit um sich versammelte. Ihm machen die letzten Wettkampfresultate Hoffnung auf ein ordentliches Abschneiden im Wettstreit mit den 15 Teams der anderen Bundesländer.

Und wie lauten die Ziele im Kampf mit den vielen teilnehmenden Sportschulen? „Nur nicht Letzte werden“, sind sich Zoé Dockweiler, mit 13 Jahren das Küken im Team und ihre Mannschaftskolleginnen einig. „Vergleicht man die Resultate des Vorjahres und können wir unser Landesfinalergebnis wiederholen, wären die Ränge elf, zwölf vielleicht drin. Ein einstelliger Platz wäre natürlich die Granate. Aber da ist schon etwas Wunschdenken dabei“, meint der Trainer. „Auf jeden Fall wollen mir Würde und Anstand das Land Brandenburg vertreten.“


Wettkampf steigt am Dienstag


Nach der Ankunft in Berlin am Sonntag steht für die Perleberger Gymnasiastinnen zunächst die Akkreditierung und dann am Montag das Abschlusstraining auf dem Programm. „Dann wollen wir uns die Wettkampfstätten und einige Wettkämpfe anschauen“, erzählt Brandl, der von Betreuerin Anke Hildebrand und dem Karstädter Trainer Axel Richert unterstützt wird.

Am Dienstag bestreiten die jungen Damen dann ihren eigenen Wettkampf mit 100 Meter-Sprint, 800 m, 4x100 m-Staffel, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen und Speerwurf im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (Cantianstr.).

„Am Mittwoch haben sie dann Freizeit, bevor am Abend die Siegehrung in der Max-Schmeling-Halle stattfindet. Am Donnerstag geht’s dann wieder nach Hause“, umreißt Udo Brandl den Rahmenplan. Möglich ist dieses umfangreiche Tagespensum nur „mit der Unterstützung einiger Sponsoren, bei denen wir uns bedanken möchten“, sagt Sportlehrer Brandl.
Obwohl das Perleberger Gymnasium nun im Fokus der Öffentlichkeit steht, vergessen Frank Dannehl und Udo Brandl jedoch nicht, allen Verantwortlichen in den Prignitzer Leichtathletikvereinen zu danken. „Die Trainer dort leisten die Vorarbeit. Ohne sie wäre so ein Erfolg nicht möglich.“ Erfolg, den auch die Sportredaktion des „Prignitzer“ den zwölf Athletinnen am Dienstag in Berlin wünscht.

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