Fussball : Verzichte und Zweckehen

Der Reckenziner SV (rote Trikots) und Blau-Weiß Lenzen gehen auch in der kommenden Saison in der Kreisliga gemeinsam auf die Jagd nach Tore und Punkte.
Der Reckenziner SV (rote Trikots) und Blau-Weiß Lenzen gehen auch in der kommenden Saison in der Kreisliga gemeinsam auf die Jagd nach Tore und Punkte.

Staffeleinteilungen und Rahmenterminplan im neuen Fußballkreis Prignitz-Ruppin stehen fest

von
05. Juli 2014, 07:05 Uhr

Die Staffeleinteilungen und der Rahmenterminplan im neuen Fußballkreis Prignitz-Ruppin stehen fest. In den drei höchsten Spielklassen des Großkreises gehen in der Saison 2014/15 jeweils 14 Mannschaften auf Punktejagd. Mit Blick auf die einzelnen Staffeln fällt aber auf, dass dort nicht immer die sich dafür sportlich qualifizierten Vereine zu finden sind.

Beispiel Reckenziner SV: Das Team aus dem äußersten Nordwesten der Prignitz wäre als Tabellenfünfter der abgelaufenen Kreisliga-Saison eigentlich für die neue Kreisoberliga spielberechtigt gewesen. Doch schon vor Wochen hatte RSV-Trainer Heiko Stibbe signalisiert, dass die Mannschaft unter anderem wegen der weiten Fahrtwege auf ihr Spielrecht in der obersten Spielklasse des Fußballkreises verzichten könnte. Dies ist nun Gewissheit. Nutznießer vom Verzicht der Reckenziner ist der SV Blau-Weiß Dannenwalde.

Ein neuer Name taucht in der Kreisliga West auf. Die Männer der SG Gumtow und des SV Einheit Glöwen bilden ab der neuen Saison eine Spielgemeinschaft. „Nach den Abgängen einiger Stammkräfte musste eine Lösung her“, wie Glöwens Vereinschef Gerd Marx erklärt. Da die Gumtower ähnliche personelle Probleme hatten, einigten sich die Kicker darauf, die kommende Saison gemeinsam anzugehen. „Damit ist beiden Vereinen geholfen“, so Marx weiter. Die erste Mannschaft Mannschaft der SG soll ihre Spiel künftig in Gumtow austragen, die Zweite in Glöwen.

Etwas verwundert reagierte man dagegen beim FSV Veritas Wittenberge-Breese auf die Einstufung der zweiten Mannschaft in die Kreisliga West. Das Team hatte sportlich eigentlich den Aufstieg verpasst, rutschte durch den Verzicht des Stadtrivalen BSV aber in die höhere Liga.

Zwar habe man vor einiger Zeit eine Meldung für die Kreisliga abgegeben, „doch auf Grund der personellen Situation sieht sich der Verein nicht in der Lage, eine für diese Liga spielfähige Mannschaft aufzustellen“, wie Veritas-Präsident Ulrich Siodla erklärte. „Wir werden den Antrag stellen, weiter in der Kreisklasse spielen zu können.“ Ob dies allerdings nach der vom Fußballkreis vorgenommenen Staffeleinteilung noch möglich ist, bleibt abzuwarten.

Bei den Altherren gehen Veritas und der ESV Wittenberge auf Grund des reduzierten Spielerkaders in beiden Vereinen künftig eine Zweckehe ein. Das gemeinsame Team läuft in der Staffel D auf.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen