Fussball : Verschiedene Gesichter gezeigt

Nach enttäuschender Rückrunde blieb für Herbstmeister Wacker Meyenburg zumindest ein kleines Trostpflaster: Kevin Berlin (r., gegen Veritas-Akteur Marc Michitsch) wurde mit 23 Treffern Torschützenkönig der Landesklasse West.
Nach enttäuschender Rückrunde blieb für Herbstmeister Wacker Meyenburg zumindest ein kleines Trostpflaster: Kevin Berlin (r., gegen Veritas-Akteur Marc Michitsch) wurde mit 23 Treffern Torschützenkönig der Landesklasse West.

Herbstmeister Wacker Meyenburg spielt enttäuschende Rückrunde

svz.de von
12. Juli 2016, 21:19 Uhr

Die Fußballer des Meyenburger SV Wacker zeigten in der Saison 2015/16 der Landesklasse West verschiedene Gesichter. Die vor der Spielzeit mit Rückkehrern und neuen Spielern verstärkte Mannschaft spielte eine in dieser Form nicht erwartete Hinrunde. Elf Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen bedeuteten mit 35 Punkten und 40:17 Toren bedeuteten zur Winterpause Platz eins vor dem Pritzwalker FHV 03.

Gar nicht zufrieden sein konnten die Meyenburger dagegen mit dem drittletzten Platz in der Fairnesswertung. 45 gelbe Karten, drei Gelb-Rote und zwei Rote lautete hier die Bilanz. Dabei fiel auf, dass die Hauptsünder bis zum Ende der Halbserie kaum Willen zur Besserung zeigten.

Daran änderte sich auch in der Rückrunde nichts. Darin ist auf jeden Fall eine Ursache für den schwer erklärbaren Einbruch der Wacker-Elf in der zweiten Halbserie zu sehen. Dabei lief es in der Winterpause bei den Auftritten in der Halle und den Testsiegen gegen Polz (3:1) sowie Neustadt-Glewe (4:2) recht erfolgreich. Umso überraschender dann das 0:2 zum Punktspielstart gegen Bornim, das in der Hinrunde noch 4:1 bezwungen wurde.

Wacker-Trainer Raimund Mir sprach da noch von „einem Dämpfer zur rechten Zeit“. Doch es lief nicht mehr bei den Meyenburgern. Als die Elf dann beim Aus im Kreispokal nach Elfmeterschießen (5:6) gegen Pritzwalk eine ordentliche Leistung bot, entstand die Hoffnung auf bessere Auftritte in Punktspielen.

Doch das Gegenteil trat ein. Das 3:6 beim abstiegsgefährdeten SV Rhinow/Großderschau kommentierte Raimund Mir mit „eine einzige Katastrophe“. Die Situation verschärfte sich. Dem 3:3 in Treuenbrietzen folgte daheim ein 2:6 gegen Lok Potsdam und der Trainer sprach jetzt von einer „Krise“. Es kam zu einer leichten Leistungssteigerung, doch das unerwartete 1:4 in Zaatzke ließ Wacker auf Rang sieben abrutschen.

Zum Ende gelangen den Meyenburgern noch zwei Heimsiege und ein 3:0 bei Lok Brandenburg. Damit erreichte das Team Platz fünf, in vier Jahren Landesklasse das beste Ergebnis. Das ist der hervorragenden Hinrunde zu verdanken. In der Tabelle der zweiten Halbserie reichte es mit 15 Punkten bei 26:36 Toren nur zu Rang zwölf.

Im Fairnesswettbewerb landete Wacker nach insgesamt 83 gelben, sechs gelb-roten und vier roten Karten mit 121 Punkte auf dem vorletzten Platz. Knapp besser als der VfL Nauen (126).

Wenn es in der neuen Saison besser laufen soll, ist gründliche Ursachenforschung nötig. Mangelnde Trainingsbeteiligung aus unterschiedlichsten Gründen, arbeitsbedingte Ausfälle vieler Spieler, Verletzungen – vor allem aber Disziplinverstöße, die zu vielen Sperren führten. Fast nie konnte in Bestbesetzung gespielt werden. Richtiger Teamgeist entwickelte sich bei Wacker so nicht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen