zur Navigation springen

Fussball : Veritas verfehlt das große Ziel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wittenberger verlieren Kreispokalfinale in Wittstock mit 1:2 (1:1) gegen den Lindower SV

von
erstellt am 26.Mai.2015 | 08:49 Uhr

Die Enttäuschung saß tief bei den Fußballern des FSV Veritas Wittenberge/ Breese nach den etwas mehr als 90 Minuten in Wittstock. Sie hatten es nicht geschafft, sich den ersten Pokalsieg im neuen Kreis Prignitz/Ruppin zu holen. Das gelang im Stadion des Friedens den nur ein paar Meter weiter jubelnden Spielern und Verantwortlichen des Lindower SV Grün-Weiß. Der Kreisligist hatte sich vor geschätzten 300 Zuschauern mit 2:1 (1:1) durchgesetzt und nahm die Trophäe aus den Händen vom Fußballkreis-Vorsitzenden Klaus-Peter Kohn entgegen.

Diese Zeremonie beobachtete ein trauriger und enttäuschter Swen Bober von der Bank aus. „Bei Lindow hat von der Nummer eins bis zur Nummer 20 jeder diesen Pokalsieg heute gewollt. Bei meinen Spielern war das nicht bei jedem so“, sagte der Veritas-Trainer, hinterfragte sich aber auch selbst: „Oder kann ich die Mannschaft nicht mehr motivieren?“

Harte, aber auch verständliche Worte. Der Pokalsieg war das große Ziel von Mannschaft und Trainer. Jetzt sind sie kurz davor gescheitert. Nicht, weil sie das schlechtere Team waren. Dann schon eher deshalb, weil sie mal wieder gute Möglichkeiten ausließen.

Die ersten Minuten gehören dem Kreisligisten, der aber über ein deutlich höheres Niveau verfügt. Die Lindower versuchen es mit langen Pässen auf ihre schnellen Stürmer Jens Schmidt und Markus Filarski, Nach 15 Minuten haben die Wittenberger die Partie besser im Griff, kommen immer häufiger vor das Tor der Grün-Weißen.

Und zu Chancen. Einen Weitschuss von Sebastian Metschulat (16.) pariert Keeper Tim Neumann großartig. Beim Lattenschuss von Philipp Petraschek (25.) wäre er dagegen machtlos gewesen. Der Treffer fällt dann aber auf der Gegenseite: Filarski erläuft sich einen langen Ball und lässt Martin Marx keine Chance (27.). Veritas ist nicht groß beeindruckt, erarbeitet sich weitere Gelegenheiten und belohnt sich in Person von Tobias Bober mit einem herrlichen Heber ins lange Eck mit dem 1:1-Ausgleich (35.).

„Die sind mit ihren Spitzen vorne schon gefährlich“, sagte Sebastian Gückel in der Halbzeit. Der Veritas-Angreifer kann nur zuschauen, er war im letzten Training umgeknickt und reihte sich so in der lange Liste der Ausfälle ein.

Nach der Pause verflacht die Partie etwas. Es gibt weitaus weniger Torchancen, dafür mehr Zweikämpfe im Mittelfeld. Und dennoch entsteht der Eindruck, die Elf aus der Landesklasse reißt das Ruder jetzt herum. Veritas bekommt Konterchancen, spielt diese aber nicht richtig zu Ende. Auch Freistöße und Eckbälle bringen wenig Gefahr.

Als wohl bei beiden Teams die ersten Gedanken an eine Verlängerung entstehen, schlagen die Lindower noch einmal zu. Filarski flankt von rechts auf Jens Schmidt und der drückt den Ball im Fallen über die Linie: 2:1 (82.). In der verbleibenden Zeit werfen die Wittenberger alles nach vor, doch die Grün-Weißen halten dagegen. So verstreichen die letzten Minuten. Und auch die Hoffnung auf den Pokaltriumph. Dann erfolgt der Schlusspfiff und die Veritas-Spieler sinken enttäuscht auf den Rasen.

Trost spendeten die Veritas-Fans. Stellvertretend für alle schrieb einer im sozialen Netzwerk: „Ich glaube ich spreche im Namen aller grün-roten Fans. Natürlich sind wir enttäuscht. Aber: Wir können uns nur bei euch bedanken! Eure Leistung, euer Kampf für unsere Stadt sind unbezahlbar! Wir sind trotz Trauer so stolz so ein Trainerteam und vor allem so eine Mannschaft zu haben die alles für den Verein und der Stadt gibt! Und das Glück holen wir auch noch in unsere Elbestadt! Kopf Hoch!“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen