Veritas fehlt Durchschlagskraft

Veritas-Kapitän Sebastian Metschulat (r.) sieht sich in dieser Szene dem Neuruppiner Robert Erdmann (4) gegenüber.  Fotos: Oliver Knoll (2)
Veritas-Kapitän Sebastian Metschulat (r.) sieht sich in dieser Szene dem Neuruppiner Robert Erdmann (4) gegenüber. Fotos: Oliver Knoll (2)

Wittenberge/Breese beendet Hinrunde der Landesklasse mit 1:1 gegen Union Neuruppin

23-11368052_23-66107971_1416392404.JPG von
16. Dezember 2018, 23:01 Uhr

Mit einem verdienten Punktgewinn beendeten die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/ Breese die Hinrunde in der Landesklasse West. Nach dem 1:1 (1:0) in einer mehr auf mäßigem Niveau stehenden Partie gegen den SV Union Neuruppin geht die Mannschaft auf Tabellenplatz neun in das neue Jahr.

Unter den Augen des Wittenberger Bürgermeisters Oliver Hermann fanden die Gastgeber bei empfindlicher Kälte schwer ins Spiel. „Wir haben nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Mangelnde Laufbereitschaft und Fehlpässe. Das war in der ersten Halbzeit nicht so doll“, sagte Veritas-Trainer Manuel Roeseler, der die Elf ohne den erkrankten Christian Krause allein betreute.

Die Analyse des Coaches verdeutlicht, warum es in der ersten Hälfte kaum Torchancen gab. Das galt aber auch für die Unioner. Es schien, als hätten beide Teams den gegnerischen Strafraum zur Tabuzone erklärt. Gefahr ging – wenn überhaupt – nur von Distanzschüssen aus. So der abfälschte Versuch von Christoph Poorten (31.). Auf der Gegenseite blockte die Wittenberger Abwehr einen Neuruppiner Schuss aus aussichtsreicher Position zur Ecke.

Ein Versuch führte aber zum Erfolg. Eher etwas unfreiwillig. Denn die Flanke, die Alexander Helzel quasi mit dem Halbzeitpfiff von der linken Seite in den Union-Strafraum schlug, näherte sich immer mehr dem Tor und senkte sich dann über Torwart Benjamin Hilbert hinweg zum 1:0 für die Platzherren ins Netz. „Das war eigentlich ein Tor aus dem Nichts heraus“, meinte Manuel Roeseler zum fünften Saisontreffer von Helzel.

Der sollte die Wittenberger für den zweiten Durchgang beflügeln. Und tat er zunächst auch. Fehlte vor der Pause das Spiel über die Außenpositionen und allgemein die Überraschungsmomente, gab es jetzt mehr Schwung in den Aktionen der Prignitzer. Und hätte Marvin Michitsch (52.) bei seiner Großchance den Ball nur überlegt über den Torwart und nicht auch knapp über die Latte gehoben, hätte das eine Vorentscheidung sein können.

So blieb die Begegnung offen. Und wie bereits mehrfach in dieser Saison passiert, kassierte Veritas einen unnötigen Gegentreffer. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld gelangte der Ball zum Neuruppiner Jannis Steinke, der mit seinem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:1 Torwart Adrien Muxfeld keine Chance ließ (61.). „Eine Verkettung von Fehlern“, beschrieb Roeseler diese Situation.

Insgesamt war der Trainer mit dem Auftritt seines Teams nach der Pause zufrieden. „Da waren wir bissiger in den Zweikämpfen, zeigten mehr Laufbereitschaft und auch das Passspiel war besser. Aber die Durchschlagskraft war nicht da, kaum Torgefahr. Es ist eine gerechte Punkteteilung“, lautete sein Fazit.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen