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Reitsport Prignitz : Unverhoffte Gelegenheit nutzen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Prignitzer Erfolgsreiter Robert Bruhns startet bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde in Lanaken (Belgien)

Erfolgsreiter Robert Bruhns machte sich gestern Abend um 22 Uhr von seiner Reitanlage in der Prignitz auf den Weg zu den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde. Diese finden auf dem Gestüt Zangersheide in Lanaken (Belgien), der zweiten Heimat von Olympia-Medaillengewinner Christian Ahlmann, statt. An Bord seines elf Meter langen Pferdetransporters hat Bruhns die sechsjährige DSP-Stute Chanel vom bekannten Springpferdevererber Chap aus einer Candillo-Mutter. Das Pferd stammt aus der Zucht von Besitzer Frank Gerber aus Frehne. Auch das sechsjährige Deutsche Sportpferd Goldeneye (Gepsom – Dakota) bekam die Startgenehmigung für Zangersheide, sehr zur Freude der Züchter Bianca und Hans-Werner Feilke und der Besitzer Grit und Anne Voß. Prignitzer-Mitarbeiterin Christine Hormann sprach vor der Abfahrt mit dem Reiter vom PSV Quitzow.


Herr Bruhns, wo haben sie sich und ihre Pferde für die Weltmeisterschaft empfohlen?
Robert Bruhns: Erst vor 14 Tagen konnte ich mit Chanel, die aus der Zucht von Frank Gerber in Frehne stammt, bei den DKB-Bundeschampionaten eine Qualifikation für sechsjährige Springpferde gewinnen. Ein weiterer zweiter Platz sicherte uns den Start dann im Großen Finale in Warendorf. Goldeneye konnte ich im Kleinen Finale platzieren. Die beiden zeigten sich über die insgesamt fünf Turniertage von ihrer besten Seite.
Eigentlich hatten sie die Zeit gleich nach dem DKB-Bundeschampionat anders geplant...
Das stimmt. Eigentlich sollten beide Pferde Urlaub bekommen. Aber vorige Woche Mittwoch bekam ich morgens einen Anruf von der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung - Anm. d. Red.), dass Chanel zu den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde nominiert sei. Ich hab dann gleich mit dem Besitzer gesprochen, ob wir fahren wollen. Der wollte es erst gar nicht glauben, dass wir auf dem Gestüt Zangersheide starten dürfen und er fragte mich: Sollen wir da wirklich reiten? Aber so eine Gelegenheit bekommt man nicht alle Tage. Ich habe mich dann bei der FN eingesetzt, dass ich auch Goldeneye mitnehmen darf.
Wie haben sie dann den Trainingsplan so kurzfristig umgestellt?
Nach dem Bundeschampionat hatten beide Pferde doch einmal zwei Tage Pause, am Mittwoch wurden sie longiert, dann war ich als Trainer ja bis Samstag mit meinen Reitschülern unterwegs bei der Paderborn Challenge. Sonntag habe ich sie ein wenig geritten. Auch Pferde müssen Kraft tanken und man muss auch sie bei Laune halten.
Wie zuversichtlich fahren sie nach Belgien?
Was Schnelligkeit und Vorsicht betrifft, habe ich bei den beiden keine Bedenken. Aber beide sind nicht die größten Pferde. Und da wird schon etwas in die Bahn gestellt. Chanel ist außerdem eine kleine Diva. In Warendorf habe ich das gemerkt, als sie von Tag zu Tag angespannter wurde. Aber sie ist auch noch nie unter solchen Bedingungen eine supergroßen Events gestartet. Jetzt kennt sie das. Wir gehen also entspannt an die Sache.
Gab es neben der Trainingsumstellung noch andere Dinge zu beachten?
Das kann man wohl sagen. Wir mussten in kürzester Zeit für beide Pferden den Internationen Pferdepass der FEI (Internationale Reiterliche Vereinigung - Anm. d. Red.) besorgen. Der kam gestern Nachmittag erst mit dem Kurier an. Außerdem habe ich mich mit Felix Ewald, einem Reiterkollegen aus der Nähe von Storkow, zusammengetan. Wir gehen gemeinsam mit meinem Transporter und dann insgesamt vier Pferden auf die Tour. So können wir uns nicht nur die Kosten teilen, sondern uns auch beim Fahren abwechseln.
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg.

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