Fussball : Umkämpftes Prignitzderby

Chance für Veritas: Sebastian Metschulat (l.) scheitert an der vielbeinigen Abwehr der Meyenburger um Torwart Sandro van Uem.
Chance für Veritas: Sebastian Metschulat (l.) scheitert an der vielbeinigen Abwehr der Meyenburger um Torwart Sandro van Uem.

Meyenburg behauptet durch 2:0 (1:0) gegen Wittenberge/Breese die Tabellenspitze in der Landesklasse West

svz.de von
29. November 2015, 17:18 Uhr

Der Meyenburger SV Wacker hat das umkämpfte Prignitzderby in der Fußball-Landesklasse West gegen den FSV Veritas Wittenberge/Breese mit 2:0 (1:0) für sich entschieden. In der hitzigen Partie, insgesamt gab es zwei gelb-rote und eine rote Karte, erzielten Maximilian Marek (35.) und Kevin Berlin (90.+5) die Tore für die Gastgeber. Während Veritas nach der Niederlage auf Rang sieben in der Tabelle zurück fiel, baute Spitzenreiter MSV seinen Vorsprung auf Verfolger Pritzwalk auf drei Punkte aus.

Die nur 75 Zuschauer erkannten schnell, dass Veritas den Abstand zum Tabellenführer verringern wollte. Schon nach zwei Minuten zwang Norman Hurlbrink MSV-Keeper Sandro van Uem zu einer starken Parade. Die Gäste hatten auch danach das bessere Rezept für die schwierigen Platzverhältnisse und Chancen durch Marc Michitsch, Patrick Dieckhoff und Christian Münster. Als Hurlbrink dann einen Freistoß flach auf den freistehenden Michitsch spielte und der den Ball im Tor versenkte, wollte das Schiedsrichtergespann eine Abseitsstellung gesehen haben.

Im Gegenzug wurde Gästetorhüter Martin Marx erstmals durch einen Fernschuss von Berlin geprüft. Doch obwohl die Gäste das gefährlichere Team stellten, gelang Wacker durch einen Schuss von Marek nach einem Eckball die doch etwas überraschende Führung.

Im zweiten Abschnitt begannen beide Teams etwas verhaltener. Nach einem unbeherrschten Foul an Marek sah Marvin Michitsch die Rote Karte (57.). Zehn Minuten später kratzte Christoph Nitsche einen Schuss des eingewechselten Lars Naussedat noch von der Torlinie. Die dezimierten Grün-Roten drängten danach auf den Ausgleich. Nitsche und Dieckhoff scheiterten aber an van Uem.

In der Schlussphase der Partie zeigte sich erneut, warum der MSV in der Fairplay-Wertung das unrühmliche Schlusslicht ist. Erst sah Florian Huth nach einem Frustfoul die Ampelkarte (87.), dann musste auch Christoph Papke mit Gelb-Rot vorzeitig vom Feld (92.). Kurz darauf verhinderte Ricardo Laszig den möglichen Ausgleich, als er einen Schuss von Frederik Töpfer blockte. Auf der anderen Seite machte Berlin nach Pass von Naussedat den Heimsieg mit seinem Treffer in der 5. Minute der Nachspielzeit endgültig perfekt.

„Wir haben sehr viel ins Spiel investiert, aber leider in den entscheidenden Momenten das Gegentor beziehungsweise eine Schiri-Entscheidung gegen uns bekommen. Respekt, trotz der Niederlage, für meine Jungs“, sagte Veritas-Coach Swen Bober nach Spielschluss. „Meyenburg hatte das Glück eines Spitzenreiters, aber leider nicht gespielt wie eine selbstbewusste Mannschaft. Am Ende zählt aber das Ergebnis.“ MSV-Trainer Raimund Mir war zu keiner Stellungnahme. Zu tief saß der Frust über die erneuten Disziplinlosigkeiten bei seinem Team.  

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