Fussball : Uenzer Abwehr hält 64 Minuten

Oft allein gegen mehrere Gegenspieler: Die Uenzer Sturmspitze Mohamed Alchaieb (M.) wird hier vom Wittstocker Florian Kuhnert (r.) angegriffen.
Oft allein gegen mehrere Gegenspieler: Die Uenzer Sturmspitze Mohamed Alchaieb (M.) wird hier vom Wittstocker Florian Kuhnert (r.) angegriffen.

Prignitzer Kreisligist schlägt sich beim 1:4 (0:0)-Pokal-Aus gegen Hansa Wittstock achtbar

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28. März 2016, 22:29 Uhr

Die Überraschung blieb aus. Die Fußballer des TSV Uenze 04 sind im Viertelfinale des Kreispokals von Prignitz/Ruppin erwartungsgemäß mit 1:4 (0:0) gegen Hansa Wittstock ausgeschieden. Dennoch zogen sich die Gastgeber vor den rund 80 Zuschauern gegen den Favoriten achtbar aus der Affäre.

Von Beginn an entwickelte sich eine eher einseitige Partie. Die Uenzer standen kompakt und versuchten es mit langen Bällen auf Sturmspitze Mohamed Alchaieb. Der mühte sich redlich, stand aber zu oft allein gleich mehreren Wittstockern gegenüber. Die Hansa-Elf ihrerseits wirkte zunächst pomadig. Umständlich und langsam wurde nach vorn gespielt. Das stellte die TSV-Abwehr um den umsichtigen und resoluten Stephan Kissmann in den ersten 45 Minuten selten vor Probleme.

„Schneller spielen, den Ball laufen lassen“, der Wittstocker Trainer Jörg Lutter versuchte recht häufig, seine Mannen von der Bank aus anzuspornen. Bis zum Wechsel fruchtete das nicht. Dem Außenseiter gelang so zumindest ein Teilerfolg. „Einen Zwei-Klassen-Unterschied sehe ich hier im Moment nicht“, sagte der Uenzer Vorsitzende Rainer Richart in der Pause. „Aber das kommt noch in der zweiten Halbzeit. Die Wittstocker sind uns schon konditionell überlegen“, fügte er hinzu.

Seine Vorhersage traf ein. Die Deckung der Platzherren hielt 64 Minuten. Dann brachte der Doppelpack von Maik Schmidt (64., 66.) die Elf aus der Landesklasse auf die Siegerstraße. Der Kreisligist bäumte sich noch einmal ein wenig auf. Michael Schultz (75.) gelang der Anschlusstreffer. Doch die Wittstocker waren jetzt eiskalt. Schnell antworteten sie auf das Gegentor mit eigenen Treffern von Mathias Altenburg (77.) und Tom Techen (79.) zum 1:4.

Für die Zuschauer endete so eine spektakuläre Viertelstunde mit fünf Toren. Und für die Uenzer-Elf das Pokalabenteuer.  

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