Bohlekegeln : Überraschung verpasst

Norbert Witzel zeigt es an: Einen Punkt holten die Seedorfer Kegler bei ihren Gastspielen in Berlin.
Norbert Witzel zeigt es an: Einen Punkt holten die Seedorfer Kegler bei ihren Gastspielen in Berlin.

Seedorfer Bundesligakeglern fehlen am Ende fünf Hölzer zum Sieg bei Union Oberschöneweide

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27. Februar 2019, 06:44 Uhr

Eigentlich hätten Frank Wilke und die Bohlekegler des SVL Seedorf von 1919 I zufrieden die Heimreise von ihrem vorletzten Bundesliga-Auswärtswochenende der Saison aus Berlin antreten können. Ihr Ziel, zumindest einen Punkt von den Duellen mit der SG Union Oberschöneweide und Hertha BSC mitzunehmen, hatten sie in der Tat umgesetzt. Doch es war sogar viel mehr drin.

„Wir waren mannschaftlich das bessere Team, haben toll gespielt. Am Ende hat uns aber das kleine Quäntchen Glück gefehlt“, meinte Wilke nach der schmerzhaften 5446:5450-Niederlage am Samstag bei Union Oberschöneweide. So dicht wie selten zuvor stand der SVL auf der Anlage in der Hämmerlingstraße vor einem Sieg. Denn nach Mathias Metzdorf (922 Holz/11 Einzelwertungspunkte), Norbert Witzel (902/5), Max Jannasch (894/2) und dem Mannschaftsbestleistung schiebenden Hans Fulczynski (918/9) lagen die Prignitzer bis weit hinein in den Schlussdurchgang sogar in Front.

Doch die Gäste hatten die Rechnung ohne André Krause gemacht, der mit 936 Holz den Tagesbestwert spielte. „Der hat sich regelrecht in einen Rausch gespielt“, fand Wilke, der mit seinem wahrlich nicht schlechten Ergebnis von 915 Holz (8) im direkten Duell mit dem Nationalspieler das Nachsehen hatte. Und da Tino Brinkmann (4) gegen Mike Cassube (und dem eingewechselten Lucas Scheffler) holzgleich mit den Berlinern (beide 895) die Bahn verließ, gingen die beiden Spielpunkte doch noch an die Gastgeber. Ganze fünf Hölzer fehlten den Seedorfern am Ende zur Überraschung. Zumindest den Zusatzpunkt (erhält die Gastmannschaft für 32 oder mehr erzielte Einzelwertungspunkte) nahmen die Gäste durch das 39:39 in dieser Kategorie aber mit.

Von der Hämmerlingstraße ging es für die SVL-Bundesligakegler einen Tag später in das altehrwürdige Schöneweider Kegelcenter am Adlergestell. Der Ausflug lohnte sich aber nicht. Klar mit 5369:5518 (0:3/23:55) verloren die Männer vom Löcknitzstrand die Partie bei Hertha BSC. „Die Bahn dort liegt uns einfach nicht, passt überhaupt nicht zu unserem Spiel“, suchte Frank Wilke nach Erklärungen.

Ein Lob zollte der Mannschaftsleiter seinem Teamkollegen Tino Brinkmann, der sonst in der Seedorfer Reserve die Kugeln schiebt. „Er hat uns positiv überrascht und sich in seinen ersten Saisonspielen für uns achtbar aus der Affäre gezogen.“



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