Frauen-Fußball : Triple versüßt Abschied und krönt Comeback

Machten am Freitagabend das Triple perfekt: die Fußballerinnen des ESV Wittenberge.
Machten am Freitagabend das Triple perfekt: die Fußballerinnen des ESV Wittenberge.

Fußballerinnen des ESV Wittenberge holen sich mit 4:0 (1:0) gegen Zernitzer SV den Kreispokal

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26. Juni 2016, 22:14 Uhr

Die Frauen des ESV Wittenberge haben das Triple perfekt gemacht. Nach den Meisterschaften in der Halle und auf dem Feld gewannen sie jetzt auch den Pokal des Fußballkreises Prignitz/Ruppin (FKPR). Im Finale, das im Rahmen der FKPR-Ehrungsveranstaltung in Hoppenrade ausgetragen wurde, setzten sie sich mit 4:0 (1:0) gegen den Zernitzer SV durch.

Ein Ergebnis, das vielleicht ein wenig zu hoch ausgefallen ist. Denn zumindest über 50 der insgesamt 70 Minuten durfte sich der Favorit seiner Sache nicht sicher sein. Während der ESV bei hochsommerlichen Temperaturen sich etwas schwer tat, verteidigte Zernitz geschickt und hatte bei zwei Kontern sogar die Möglichkeit zur Führung. „Wir wollten so lange es geht unsere Defensive gut unterstützen. Das ist uns in der ersten Halbzeit auch gelungen“, sagte der Zernitzer Trainer Enrico Adler. Nur einmal nicht: Einen tollen Pass in die Spitze von Maria Komarowsky erlief Nicole Spitzer und verwandelte an der sonst gut haltenden Britta Pluskotta vorbei zum 1:0 für den ESV (25.). Auf der Gegenseite bewahrte die Wittenberger Torhüterin Kristin Littau ihr Team vor dem Ausgleich. Littau, die beruflich in Hamburg tätig ist und sich jetzt einem dortigen Verein anschließt, bestritt wie Bianca Göttling und Jana Schütte (beide beenden ihre Karriere) ihr letztes Spiel für den ESV.

Nach dem Wechsel passierte zunächst wenig. Nach einem Duell im Zernitzer Strafraum zwischen Pluskotta und ESV-Angreiferin Anna Steinke kam der Ball zu Marlene Knoll. Und die Mittelfeldspielerin, die nach einer Bandscheibenoperation ihr Comeback nach fast einem Jahr feierte, fackelte nicht lange und erzielte von der Strafraumgrenze aus das 2:0 (53.). Die Gegenwehr der tapfer kämpfenden Zernitzerinnen war gebrochen.

Der Kreismeister hatte noch einige gute Möglichkeiten. In der Schlussphase sorgte Maria Komarowsky (67., 69.) mit zwei Treffern für den Endstand. „Das ist ja dann doch noch deutlich geworden“, sagte ESV-Trainer Michael Jahns mit einem fast entschuldigenden Blick. Verdient war es wegen der größeren Spielanteile und der Mehrzahl der Chancen auf jeden Fall.

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