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Fussball : Swen Bober gibt Traineramt auf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Coach der Fußballer des FSV Veritas tritt mit sofortiger Wirkung zurück

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 18:44 Uhr

Swen Bober ist nicht mehr Trainer der Landesklasse-Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese. Bober erklärte am späten Dienstagabend auf seiner Facebook-Seite offiziell seinen Rücktritt. Die beiden noch ausstehenden Hinrundenspiele wird Co-Trainer Jens Bartkowiak das Team betreuen.

Swen Bober schrieb: „Ich glaube, dass es Zeit ist, den Jungs neue Impulse zukommen zu lassen, damit sie in ihrer Entwicklung den nächsten Schritt machen. Meine Jungs waren ein bestimmender Teil meines Lebens, über 14 Jahre haben sie mir Freude, Leidenschaft, Stolz, Wärme, Liebe und Lebensinhalt gegeben und sie waren wie eine Familie für mich. Nun musste ich den Schritt gehen, ihnen nicht mehr als Trainer zur Verfügung zu stehen.“

Die Gründe für diesen Schritt scheinen vielfältig zu sein. Auf „Prignitzer“-Anfrage antwortete Swen Bober, der momentan eine Erzieherausbildung in Potsdam absolviert: „Die Ausbildung ist nur ein Teil, der mich daran hindert mehr Energie aufzuwenden die das Team brauchen würde. Es gibt sicherlich Gründe, die von allem etwas haben. Was mir weh tut ist, dass ich die Jungs vermissen werde. Ich hoffe, Mannschaft und Verein wachzurütteln. Es tut mir leid, wenn jetzt Leute enttäuscht von mir sind. Es wird jetzt trotzdem weiter gehen, die Jungs haben das Zeug dazu. Hoffentlich kommt jemand, dem auch wirklich etwas am Mannschaft und Verein liegt.“

Der ehemalige Spieler Swen Bober begann vor 14 Jahren bei Veritas als Jugendtrainer und führte das damalige Team mit vielen sportlichen Erfolgen durch alle Juniorenklassen. Parallel dazu hätte er als Interimscoach die Herren 2009/10 fast vor dem Landesliga-Abstieg bewahrt. Zum Ende der Hinrunde 2011/12 übernahm er zusammen mit Jens Bartkowiak die Herrenmannschaft und führte in den zurückliegenden Spielzeiten fast alle seiner von ihm in der Jugend betreuten Schützlinge in den Herrenbereich. In den beiden vergangenen Serien schnupperte das junge Team am Landesliga-Aufstieg.

Trainer und Mannschaft betrieben durch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit auch Werbung für den Verein. Und sie bildeten eine verschworene Gemeinschaft. „Jahrelang hast du uns trainiert und erzogen, dein ganzes Herzblut in uns gesteckt und nahezu deine ganze Freizeit geopfert. Dank dir weiß jeder einzelne von uns was Teamgeist, Ehrgeiz und Leidenschaft bedeutet, du hast es uns jahrelang vorgelebt“, kommentierte Spieler Marvin Michitsch den Rücktritt seines Trainers.

Im Heimspiel am Samstag gegen Rot-Weiß Gülitz wird Jens Bartkowiak die Veritas-Elf coachen. „Ich finde es schade, aber ich muss diesen Schritt akzeptieren. Es ist ein unheimlicher Verlust, vor allem menschlich. Swen ist mit dem Verein verwurzelt und hat eine Jugendmannschaft fast komplett in den Herrenbereich geführt“, erklärte der bisherige Co-Trainer.

Bis zur Winterpause wird er alleinverantwortlich für den Tabellensiebten der Landesklasse sein. „Wir müssen uns in den letzten beiden Spielen durchbeißen und uns dann zusammensetzen. Es darf aber bei der Trainerverpflichtung keine überhastete Entscheidung geben. Wer auch kommt – er übernimmt ein funktionierendes Gebilde. Wichtig ist, dass es sportlich weiter geht. Die Jungs warten darauf, dass etwas vom Vorstand kommt“, sagte Jens Bartkowiak.

Das Präsidium äußerte sich auf „Prignitzer“-Anfrage ebenfalls. „Swen Bober ist aus beruflichen Gründen an uns herangetreten mit der Möglichkeit, jetzt eine Pause einzulegen. „Wir werden uns in der Winterpause zusammensetzen und über das weitere Vorgehen – vielleicht auch mit Swen Bober – sprechen“, erklärte Veritas-Präsident Ullrich Siodla. 

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