Kegeln : „SVL ein Botschafter der Prignitz“

Zurück in der 1. Bundesliga Bohle: Die Kegler des SVL Seedorf mit (v. l.) Hans Fulczynski, Rainer Pagels, Tino Brinkmann, Norbert Witzel, Sebastian Rönning, Frank Wilke und Max Jannasch. Es fehlen Eckhard Johnke, Jürgen Reimann und Harry Wilke.
Foto:
Zurück in der 1. Bundesliga Bohle: Die Kegler des SVL Seedorf mit (v. l.) Hans Fulczynski, Rainer Pagels, Tino Brinkmann, Norbert Witzel, Sebastian Rönning, Frank Wilke und Max Jannasch. Es fehlen Eckhard Johnke, Jürgen Reimann und Harry Wilke.

Landrat Torsten Uhe feiert im Keglerdorf Seedorf mit dem Team den Bundesliga-Wiederaufstieg

von
14. März 2016, 20:27 Uhr

Nach nur einer Saison in der Zweitklassigkeit haben die Bohlekegler vom SV Löcknitzstrand Seedorf von 1919 den Aufstieg in die 1. Bundesliga vorzeitig perfekt gemacht. Mit den beiden klaren 3:0-Erfolgen gegen die SG Union Oberschöneweide II und die SG Sparta/KSG Berlin wahrten die Männer um Mannschaftsleiter Frank Wilke am Wochenende auch ihre makellose Heimbilanz. Als souveräner Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd-Ost und mit acht Punkten Vorsprung auf Verfolger SpG VKC/FE 27 Spandau (39:21) gehen die Seedorfer nun in die letzten beiden Saisonspiele.

„Das waren zwei nicht ganz so glanzvolle Siege. Man hat gemerkt, dass die Spannung angesichts des großen Vorsprungs in der Tabelle bei uns etwas raus war“, gab Frank Wilke zu. Der prächtigen Stimmung in der vollbesetzten Seedorfer Kegelhalle tat dies aber auch keinen Abbruch. Zu groß war die Vorfreude von Fans und Team auf Spiele gegen Seriensieger Kiel, Rekordmeister Hannover oder die Brandenburgduelle gegen Fehrbellin in der kommenden Saison.

Mittendrin im (Aufstiegs-) Partygetümmel war auch der Prignitzer Landrat Torsten Uhe. „Man kann vor diesem Keglerdorf nur den Hut ziehen. Respekt für die Verantwortlichen für das, was sie hier aufgebaut haben“, lobte der mit einem SVL-Fanschal ausgestattete Uhe die Gastgeber. „Der SVL Seedorf ist ein Botschafter der Prignitz.“

Beim von Anfang an ungefährdeten 5422:5240 (53:25 Einzelwertungspunkte) gegen die als Tabellen-4. angereiste SG Union Oberschöneweide II am Samstag stand mit Norbert Witzel der Senior im Seedorfer Team im Mittelpunkt. Nachdem Hans Fulczynski und Max Jannasch (beide 891 Holz) im Startblock ungewohnt reserviert gespielt hatten, lag der im Mittelblock spielende 55-Jährige lange auf Kurs Bahnrekord (930 Holz), den Frank Wilke erst kürzlich aufgestellt hatte. Nach 117 der 120 Wurf hatte er die Bestmarke seines Mannschaftsleiters eingestellt. Trotz lautstarker Unterstützung spielte Witzel dann aber „nur“ noch drei Sieben. „Die Kegel haben gewackelt, wollten aber einfach nicht umfallen“, haderte der Berliner, der seit 1999 für die Seedorfer spielt, mit dem Schicksal. Sebastian Rönning kam an Witzels Seite auf 905 Holz. Im Schlussdurchgang machten Wilke (917) und Eckhard Johnke (888) die Revanche des SVL für die 1:2-Hinspielpleite bei der SG Union perfekt. Bei den Gästen kam Stefan Peplau (895) als Vierter unter die besten sechs der Tageswertung.

Ein „Schaulaufen“ war auch das 5454:5312 (52:26) am Sonntag vor zahlreichen Zuschauern gegen die SG Sparta/KSG Berlin. Max Jannasch (901), der Tageshöchstholz schiebende Hans Fulczynski (924), Norbert Witzel (919) und Sebastian Rönning hatten den SVL nach zwei Durchgängen mit 138 Holz in Front geschoben. So waren die Auftritte von Frank Wilke (918) und Rainer Pagels (898) im Schlussblock für die Galerie. Doch trotz des klaren Sieges zollte Frank Wilke den Hauptstädtern, die in Detlef Schulze (905) ihren Besten hatten, seinen Respekt. „Sparta hat eine überraschend gute Vorstellung abgeliefert und sich nicht wie ein Tabellen-10. präsentiert.“  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen