Leuchtathletik : Strapazen haben sich gelohnt

Samuel Wolter (l.) und Tim Engel neben der Fahne der Baltic Youth Games.  Fotos: TORALF JASTRAM (2)
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Samuel Wolter (l.) und Tim Engel neben der Fahne der Baltic Youth Games. Fotos: TORALF JASTRAM (2)

Prignitzer Leichtathleten Tim Engel und Samuel Wolter erleben aufregende Tage bei Baltic Youth Games im schwedischen Karlstad

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08. Juli 2019, 23:04 Uhr

Samuel Wolter und Tim Engel sind wohlbehalten wieder zu Hause angekommen. Die beiden Prignitzer Leichtathleten waren für das Team Brandenburg bei Baltic Youth Games in Karlstad am Start und erreichten beachtliche Resultate im Speerwurf und über die 80 Meter (wie gestern bereits kurz gemeldet). Das sportliche Ereignis und das gesamte Drumherum hat Toralf Jastram, Trainer von Samuel Wolter, in eine Art Reisebericht verpackt.

Für die Prignitzer Teilnehmer hieß es bereits am vergangenen Donnerstag „Auf nach Karlstad“. Und so machte sich Samuel Wolter mit der Mannschaft auf die fast 1 000 km lange Busreise. Tim Engel folgte in den Nachtstunden mit den Trainern. Nach gut 20-stündiger Anreise erreichte das Team den Zielort in Schweden. Nun galt es, schnell die Reisestrapazen aus den Knochen zu bekommen. Das wurde mit der Besichtigung der Wettkampfstätte Tingvalla Stadium verbunden.

Es war schon spannend zu sehen, wie die jungen Athleten die Akkreditierung über sich ergehen ließen. In einheitlicher Brandenburger Mannschaftskleidung ging es zur Eröffnung der XI. Baltic Youth Games in eine örtliche Sporthalle. Hier gab es ein sehr anspruchsvolles und schönes Programm, insbesondere mit inklusiven Sport- und Tanzgruppen. Die Veranstalter brachten damit einen Hauch von Olympia in diese Veranstaltung. Die Begeisterung war den jugendlichen Teilnehmern und Trainern anzusehen.

Am Samstag gab es um 9 Uhr das letzte Briefing für die Mannschaftsleitung. Tim Engel hatte sich auf Grund seiner sehr guten Leistungen für den Sprint über 80 m (statt der sonst üblichen 100 m) qualifiziert. Auf die etwas kürzere Distanz mussten sich alle Teilnehmer einstellen. Wie Tim Engel später gestand, war es für ihn „das erste Mal in den vergangenen drei bis vier Jahren, dass ich im Startblock mein Herz pochen spürte“. Auch das sagt viel über die Bedeutung dieses internationalen Wettkampfes für das Prignitz-Duo aus. Etwas verspätet aus dem Block kommend absolvierte Engel einen guten Lauf und belegte in 9,79 Sekunden den fünften Platz.

Nun galt es für Speerwerfer Samuel Wolter. Noch drei Tage vor seinem Wettkampf stand sein Idol Thomas Röhler in Karlstad auf der gleichen Anlage, was den 14-jährigen Perleberger zusätzlich motivierte. Mit einer sehr guten Serie und guten Würfen erreichte Samuel Wolter hinter dem Weißrussen und dem Letten den sehr guten dritten Platz und kam mit 52,99m seiner Bestleistung sehr nahe. Die Leistungen der Brandenburger Sportler sind umso wertvoller sind zu bewerten, weil sie alle Jahrgang 2005 sind und sich der älteren Konkurrenz des Jahrgangs 2004 stellten.

Auf Grund von Verletzungen anderer Brandenburger Teilnehmer startete Tim Engel in zwei weiteren Disziplinen. Im Weitsprung zeigte er mit sehr guten 5,50 m welches Potential in ihm steckt. Auch in der 4x80m-Staffel überzeugte der Karstädter an Position 2 laufend. Am Ende belegte die junge Brandenburger Mannschaft in der Teamwertung einen sehr guten 3. Platz. Sieger wurde Weißrussland.

Für die Abschlussveranstaltung im Stadtpark von Karlstand hatten sich die schwedischen Gastgeber nochmal etwas einfallen lassen. Es wurden Teams bunt gemischt, aus jedem der sieben Teilnehmerländer ein Aktiver in jeder Gruppe und dann wurden innovative Gruppenspiele durchgeführt. Die Stimmung war super unter den Athleten, es wurde versucht sich in Englisch zu verständigen, was im Großen und Ganzen gut funktionierte. Auch unter den Trainern und Betreuern wurde viel gesprochen und ab und an waren die alten Russischkenntnisse sehr hilfreich.

Für Tim Engel und Samuel Wolter haben sich die Strapazen bei ihrer ersten Teilnahme an einem Wettkampf im Ausland als Vertreter des Landes Brandenburg und der Region Prignitz – das macht die Jungen wie auch die Verantwortlichen sehr stolz – gelohnt. Daher gilt ein großer Dank dem Landessportbund Brandenburg und seinen Sponsoren, die die Teilnehme möglich gemacht haben.

Ein riesiges Kompliment geht nochmals nach Schweden, nach Karlstad und an seine Einwohner. Die haben sich als super Gastgeber präsentiert, waren immer freundlich, engagiert und hilfsbereit, haben gezeigt, wie man Inklusion und Entwicklung Jugendlicher durchführt und lebt, wie man sich für die Jugend engagiert.

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