Reiten : Strahlen nach langer Dunkelheit

Robert Bruhns stellte Coubertin im German Horse Pellets Cup in Leipzig vor.
Robert Bruhns stellte Coubertin im German Horse Pellets Cup in Leipzig vor.

Robert Bruhns vom PSV Quitzow und Gepsom gewinnen Seineke Cup auf der Partner Pferd in Leipzig nach Stromausfall

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17. Januar 2016, 13:10 Uhr

Der Prignitzer Robert Bruhns ließ die Leipziger Messehalle auf der Partner Pferd erstrahlen. Mit Gepsom führte er in der Nacht Freitag die Ehrenrunde als glücklicher Sieger an.

Stunden zuvor sah es noch so aus, als würde er mit seinem Hengst gar nicht starten können. Der Seineke Partner Pferd Cup auf 1,40 Meter Niveau begann pünktlich um 20.30 Uhr. Aber nach den ersten zehn Startern musste das Springen abgebrochen werden – in einem Drittel der Halle war es dunkel - Stromausfall. Nach einer halben Stunde verkündete der Hallensprecher, dass nach internationalem Reglement das Springen wegen höherer Gewalt abgebrochen und das Gewinngeld unter den Gestarteten verteilt wird. Alle nicht Gestarteten sollten natürlich das Nenngeld zurückerhalten. Da regte sich heftiger Unmut unter den Reitern.

„Ich habe eigentlich das ganze Jahr darauf hingearbeitet, hier im Finale starten zu dürfen“, erklärt Bruhns die Aufregung, denn auch die anderen Reiter waren stolz, auf diesem Hallenboden vor der Kulisse zu reiten. Bruhns sattelte ab, Gepsom’s Zöpfe wurden gelöst.

Doch dann hieß es: es geht um 23 Uhr weiter. Das Problem an einem Trafo sei beseitigt und die Prüfung werde fortgesetzt. „Gepsom war bei der ersten Vorbereitung so relaxt, als es dann von neuem losging, war er sichtlich aufgeregt. Aber das ist ja auch kein Wunder“, sagte Bruhns verständnisvoll. Das Prignitzer Paar erreichte als eines von neun das Stechen. Robert Bruhns Zeit von 35,51 Sekunden konnte auch der Vorjahressieger Christof Kauert nicht knacken.

Durch diesen Sieg erhielt der Prignitzer außerdem die Möglichkeit zu weiteren internationalen Starts. So zeigte Robert Bruhns im Preis von J.J. Darboven, einer internationalen Springprüfung (1,45 Meter) mit Gepsom wiederum eine harmonische Runde ohne Abwurf.

In der German Horse Pellets Tour stellte Bruhns Coubertin vor. „Er hat noch nicht so viel gesehen. Ich bin sehr zufrieden mit der Runde, auch wenn zwei Stangen gefallen sind“, sagte Bruhns. „Schade, die Einlaufprüfung wurde ja Donnerstag wegen des Stromausfalls abgesagt. Dann hätte er wenigstens diese Atmosphäre zweimal erleben können.

Bruhns selber durfte es mit Call me Princess gleich dreimal. Nach zwei fehlerfreie Runden im Animo-Youngster-Cup gezeigt gehörte er zu den 22 Qualifizierten für die internationale Finalprüfung am gestrigen Sonntag, die er mit einem Abwurf beendete.

Auch die Prignitzer Nachwuchsreiterin Julia Ehrhorn vom Reit- und Fahrverein (RFV) Uenze konnte mit ihren fehlerfreien Runden im Finale des Eggersmann-Junior-Cup mehr als zufrieden sein, denn sie hatte Cypriana erst 14 Tage vor dem Turnier zum ersten Mal unter dem Sattel. „Ich bin so froh, dass Thomas Kann mir das Pferd zur Verfügung gestellt hat“, bedankt sich die 17-jährige bei ihrem Trainer. Der fieberte natürlich im Stechen mit. „Ich habe fast einen Herzinfarkt bekommen. Das ist schlimmer, als selber reiten“, sagt Kann nach dem Ritt. Am Ende wurde es Platz acht von 35 Startern. Nun konzentriert sich die Reiterin erst einmal auf das Abitur.

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