Tischtennis : „Stehaufmännchen“ holt sich Sieg

Neben Kevin Beckendorf der zweite Prignitzer, der das Achtelfinale in der Allgemeine Klasse erreichte: Jan Sawallisch.
Foto:
1 von 2
Neben Kevin Beckendorf der zweite Prignitzer, der das Achtelfinale in der Allgemeine Klasse erreichte: Jan Sawallisch.

Tischtennis: Rekord beim Eisenbahnerturnier des ESV Wittenberge. Steven Grybek bei Herren vorn. Prignitzer Erfolg durch Watschke

von
14. Juli 2014, 10:14 Uhr

Um 21 Uhr – genau zwölf Stunden nach Turnierbeginn – empfingen die Sieger und Platzierten die Pokale und Sachpreise vom ESV-Mitglied Thorsten Beckendorf. Zuvor hatte die Turnierleitung alle Hände voll zu tun, das 43. Eisenbahnerturnier der Tischtennis-Abteilung des ESV Wittenberge zu organisieren. 124 Teilnehmer sorgten für einen prallen Spielplan. „Wir kamen an die äußerste Grenze des Möglichen“, bestätigt Turnierleiter Dennis Schwarz. Zusammen mit dem Pritzwalker Marcel Kraft und dem ESV-Akteur Jens Grunwald hatten sie das Turnier jederzeit im Griff.

Absolut im Griff hatte auch der Seriensieger der vergangenen Jahre, Olaf Krüger vom TSV Stahnsdorf, seine Konkurrenz. Zum ersten Mal entschied sich der Oberliga-Akteur bei der Altersklasse Ü40 an den Start zu gehen. Für die Stepenitzer Marco Kreibich und Reimar Richter sowie die Perleberger Dorrit Köhn und Harald Rudolph war in der Vorrunde Endstation, während der Perleberger Mario Bahl dank starker Leistung noch ins Achtelfinale einzog. Hier war gegen Burkhard Umbescheidt (Hellas Nauen) aber nichts zu holen.

Mit dem Pritzwalker Steffen Werkis schied der letzte Prignitzer Vertreter mit 2:3 gegen den späteren Finalisten Klaus Birkner (SV Hohenmölsen) aus. Im Endspiel zeigte Olaf Krüger mit gefühlvollen Topspins seine Klasse und gewann das Turnier ohne Satzverlust. Den 3, Rang sicherte sich Rene Hannemann aus Potsdam.

Bei den Senioren Ü55 mussten die Prignitzer Vertreter früh ihre Segel streichen, einzig Klaus Wendekamm und Konrad Phillipps überstanden die Vorrunde, schieden aber direkt im Achtelfinale aus. In einem hochklassigen Endspiel siegte der Hagenower Ullrich Kraft knapp mit 3:2 gegen Klaus Volbert (SG Stahl Brandenburg). Auf dem Bronzerang landete Klaus Kluth.

Das die Prignitzer nicht vollkommen leer ausgingen, dafür sorgten die Pritzwalker Dominic Watschke und Hendrik Goltz in der Juniorenkonkurrenz. Schon in der Vorrunde sorgte der Wittenberger Vincent Lau für eine große Überraschung als er den Verbandsligaakteur Jannis Pade (Hellas Nauen) mit 3:0 vom Tisch fegte. Im Achtelfinale trennte sich die Spreu vom Weizen, für die Wittenberger Julien Wilhelm, Jan-Marten Kias, Nikita Gilig und Ruben Lau kam nach hervorragenden Leistungen dennoch das Aus.

Im Viertelfinale standen mit Vincent Lau, Sebastian Gerloff (beide ESV), Hendrik Goltz und Dominic Watschke (beide PSV) gleich vier Prignitzer Vertreter. Während Gerloff chancenlos dem Woltersdorfer Harbsmeier unterlag, schied Lau unglücklich nach zwei vergebenen Matchbällen aus. Goltz dagegen überraschte gegen Pade und zog ins Halbfinale ein, wo Vereinskamerad Watschke nach klarem Erfolg über den Hagenower Otto wartete. Nach einem klaren Erfolg von Watschke ließ der junge PSV’er auch beim 3:0 im Finale gegen Harbsmeier nichts anbrennen. Abgerundet wurde diese Leistung durch Rang 3 von Hendrik Goltz, der sich gegen Erik Scheurell (Neustadt) durchsetzte.

Die allgemeine Klasse fiel unter das Motto „alle gegen Potsdam“. Der mitgliedsstarke Landeshauptstadtverein brachte mindestens zehn potentielle Turnierfavoriten mit in die Elbestadt. In der Vorrunde gab es außer dem Ausscheiden des Potsdamer Topspielers Marc Jakubczik kaum Überraschungen. In der ersten K.O.-Runde erwischte es mit René Stahr, Robert Pöhls (beide ESV) und Felix Goltz (PSV) gleich drei Prignitzer, einzig das ESV-Duo Kevin Beckendorf und Jan Sawallisch zog ins Achtelfinale ein. Hier war für Sawallisch gegen den Potsdamer Herwig Endstation, während Beckendorf seiner Favoritenstellung gegen Schulze (Neustadt) gerecht wurde.

Es begannen die Potsdamer Festspiele, im Viertelfinale standen sechs Akteure sowie Beckendorf und Steven Grybek (Schwarz-Rot Neustadt). Grybek zeigte sich als unermüdlicher Kämpfer. Im Achtelfinale musste er noch zwei Matchbälle abwehren, im Viertelfinale ließ er Marcel Arndt (Potsdam) wenig Chancen. Im Halbfinale hatte er es mit dem wendigen und offensivstarken Christoph Henning zu tun. „Wir haben schon vier Mal dieses Jahr gegeneinander gespielt, es steht 2:2“, beteuerte Grzybek vor der Partie. Und genauso eng wie die bisherigen Begegnungen lief auch dieses Spiel. Auf absolut hohem Niveau präsentierten beide Akteure ihre stärksten Waffen. Kompromisslos zog Grzybek seine Vorhand durch, während Henning mit dem variableren Spiel und seiner unglaublichen Präzision und Angriffsschnelligkeit punktete. Trotz eines 0:2-Satzrückstandes zeigte zeigte Grzybek mehr Konstanz und zog ins Finale ein.

In der unteren Hälfte gab es ebenfallseine Partie auf hochklassigem Niveau. Der Wittenberger Beckendorf holte gegen den Potsdamer Grulke einen 0:2-Satzrückstand auf und ging im 5. Durchgang 5:3 in Fürhung. Doch ab diesem Zeitpunkt spielte der Potsdamer fehlerlos, jeder Block wurde mit einem noch besseren Topspin beantwortet und sorgte für den 3:2-Erfolg des Einheit-Spielers.

Im Halbfinale setzte Grulke sich locker gegen Herwig durch. Das Finale wurde eine deutliche Angelegenheit für Grzybek. der sich zum verdienten Turniersieger krönte. Auf Rang Drei landete Christoph Henning.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen