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Integrationssportfest : Starterzahl macht sprachlos

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mehr als 400 Teilnehmer beim 3. Integrationssportfest im Thälmann-Stadion

Torwandschießen zieht an. Die Schlange vor den Wand mit den beiden kreisrunden Löchern ist lang. Und nicht jeder, der sich hier versucht, ist ein begnadeter Fußballer. „Das ist ein Zielschießen, kein Geballer auf die Wand“, mahnt die Stations–Betreuerin. Der Schütze lächelt, nickt und schiebt beim nächsten Versuch das Leder treffsicher in die Öffnung links unten. Die Freude ist groß, auch die Wartenden in der Schlange applaudieren.

Diese Szene ist exemplarisch für das, was sich gestern im Ernst-Thälmann-Stadion beim 3. Integrationssportfest des Landkreises und der Lebenshilfe Prignitz abspielte. Mehr als 400 Teilnehmer aus der gesamten Prignitz nahmen unter dem Motto „Sport, Spiel und Spaß“ die angebotenen Disziplinen in Angriff. Gymnastikgruppe, Wurf-, Sprung- und Laufdisziplinen, Geschicklichkeits- und Spaßwettbewerbe, Kegeln oder Fußballturnier – das Programm war wieder vielfältig.

„Es sind mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr. Ich war sprachlos, als wir bei der Eröffnung alle auf dem Rasen standen“, sagt Angelika Hahn, Behindertenbeauftragte des Landkreises Prignitz. Neben vielen Teilnehmern der Lebenshilfe waren auch Starter aus den Oberschulen Perleberg und Wittenberge sowie den Förderschulen der Einladung gefolgt.

Die Aufsicht an den Wettkampfstationen hatten die Organisatoren diesmal Oberschülern übertragen. „Die Wettkämpfe verliefen sehr entspannt, nirgendwo gab es Hektik“, erklärt Angelika Hahn beim Blick auf das Treiben im Stadion. Und nicht wenige Athleten erzielten Leistungen, die von den Oberschülern respektvoll mit Beifall bedacht wurden.

Aber beim Integrationsfest zählt nicht nur das sportliche Resultat. Jeder Teilnehmer – egal wie viele Stationen er absolviert hat – nimmt mit seinem Laufzettel an der großen Tombola teil. Und jeder erhält Urkunden oder Medaillen. „Das alles wäre ohne die Unterstützung von Institutionen und Unternehmen, die uns schon seit Jahren die Treue halten, nicht möglich“, freut sich Angelika Hahn über die vielen großzügigen Sponsoren. Stellvertretend sei die Stadt Wittenberge genannt. Sie stellt das Stadion kostenlos für das Fest zur Verfügung.

Sind für die 4. Auflage Änderungen geplant? „Nein. Große Veränderungen sind für die Teilnehmer schwierig. Aber wir wollen ein paar alte Spiele, zum Beispiel Gummihopsen, einbauen“, antwortet Angelika Hahn.  

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erstellt am 01.Jul.2016 | 23:51 Uhr

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