Reiten : Starkes Team nicht nur im Sattel

Sabrina Bork vom RFV Groß Lüben ging mit Kidney Bean vier Mal an den Start und nahm vier Platzierungen mit nach Hause.
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Sabrina Bork vom RFV Groß Lüben ging mit Kidney Bean vier Mal an den Start und nahm vier Platzierungen mit nach Hause.

PSV Berge meistert zweitägigen Reitturnier mit knapp 220 Reiterinnen und Reitern und 420 Pferden mit Bravour / Unfall endet glimpflich

svz.de von
16. August 2016, 04:54 Uhr

Beim Berger Reitturnier gingen am Wochenende knapp 220 Reiterinnen und Reiter mit 420 Pferden an zwei Turniertagen an den Start. 21 Prüfungen standen auf dem Programm. „Wir sind sehr zufrieden mit den Nennungen. Bei den Springpferdeprüfungen haben wir in diesem Jahr sogar eine Prüfung weniger ausgeschrieben, weil uns im vorigen Jahr die Zeit weglief“, erklärt Turnierchef Ulf Schumacher, der alle Hände voll zu tun hatte.

Er war selbst auch noch als Reiter, Papa und Trainer aktiv. Und auch als Sponsor. Denn zwei Torten, die es im Stafettenspringen zu gewinnen gab, hatte er in seiner Bäckerei gebacken. Bäckermeister Schuhmacher sicherte sich mit Sacco gemeinsam mit Frank Muhs (RFV Bresch) auf Calle diese beliebte Prüfung. Die Beiden gingen vor dem Springen alle Eventualitäten durch, denn sie waren zeitgleich im Parcours und mussten sich nach einem Springfehler auf alle Fälle ablösen. Muhs wünschte sich die Eierlikör-Torte – und bekam diesen dann auch nach der Ehrenrunde.


Zitronenrennen nach Unfall abgebrochen


Zum Showteil, der beim Publikum seit Jahren sehr beliebt ist, zählt auch das rasante Zitronenrennen. In diesem Jahr gab es für alle eine Schrecksekunde, als die erste Reiterin nach dem Ziel vom Pferd fiel. Sie wurde vorsorglich mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen. Noch am Sonntagabend gab die Mutter Cindy Vegelahn (Bensdorf) telefonisch die erleichternde Entwarnung: „Unsere Tochter hat zum Glück nur blaue Flecken, es ist nichts gebrochen.“ Diese Shownummer wurde sofort abgebrochen. „Wir sind sehr froh, dass es so ausgegangen ist. Wir wünschen der Reiterin alles Gute“, zeigte sich Ulf Schuhmacher erleichtert.

Aus reitsportlicher Sicht blieben lediglich acht Siege in der Prignitz. Einen davon sicherte sich zum Saisonabschluss der sieggewohnte Lukas Burmeister. Mit zwei weiten Plätzen in den L-Dressuren war Katharina Beckmann (beide RSG Pritzwalk) mit ihrem Don Camillo zum Ende der Saison sichtlich zufrieden. Stolz zeigten sich die Jüngsten beim Führzügelwettbewerb. Aber auch die Voltigiergruppe begeisterte die Zuschauer.

„Es hat, bis auf den Reitunfall, alles gut geklappt. Es war nicht so einfach, viele sind im Urlaub, das war sogar bei der Voltigiergruppe zu merken, die dezimiert auftreten musste. Auch für die Parcoursmannschaft mussten wir um Hilfe bitten. Aber Dirk Sitte, der bei uns jetzt auch Mitglied im Verein ist, hatte alles bestens im Griff. Im vorigen Jahr war er noch Assistent von Heiner Mann, aber der wollte gern aufhören“, resümiert Ulf Schumacher und bedauert, dass der langjährige Parcourschef aus Neustadt nun keinen offiziellen Abschied in Berge bekommen hat.

Traditionell wurde die Prignitzer Turniersaison der Dressur- und Springreiter mit dem Turnier in Berge, auf dem die letzten Punkte für die Meisterschaftswertung des Kreisreiterverbandes vergeben werden, beendet. Das war aber in diesem Jahr nicht mehr nötig. Die Plätze eins bis drei in beiden Disziplinen waren durch den großen Abstand zu den nachfolgenden Reiterinnen und Reitern vorher vergeben. Lukas Burmeister verteidigte seinen Titel bei den Springreitern. Vize-Kreismeisterin wurde die Dritte der Berlin-Brandenburgischen Landesmeisterschaft der Junioren, Julia Ehrhorn, vor Thomas Kann (beide RFV Uenze).

In der Dressur holte sich Jeannette See (RV Lindenhof Kleinwoltersdorf) den Kreismeistertitel zurück. Platz zwei geht an Nadine Ollmann (RFV Uenze) vor Desiree Pfauder (RSG Pritzwalk), die in Berge nicht mehr an den Start ging. Die 19-Jährige arbeitet bis zum Beginn ihrer Ausbildung zum Erzieher im renommierten Dressurstall bei Ulrich Elsholz in Zierow. Am letzten Augustwochenende kämpfen die Prignitzer Fahrer noch um die letzten Punkte für die Meisterschaft. 

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