Fussball : SSV Einheit: Kalter Dusche folgte die Ernüchterung

Auch Perlebergs Björn Bauersfeld (M.) fand keine Lücke im Rathenower Abwehrbollwerk.
Auch Perlebergs Björn Bauersfeld (M.) fand keine Lücke im Rathenower Abwehrbollwerk.

Landesliga Nord: Perleberger verlieren Heimspiel gegen BSC Rathenow mit 1:2 (0:1)

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23. August 2015, 11:42 Uhr

Das hatten sich die Verantwortlichen vom SSV Einheit sicher ganz anders vorgestellt. Statt sich nach dem Auftaktsieg gegen Schwedt mit einem weiteren Dreier in der oberen Tabellenhälfte der Fußball-Landesliga Nord festzusetzen, herrschte bei den Perlebergern nach der 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen den BSC Rathenow allgemeine Ratlosigkeit.

„Wir sind überhaupt nicht richtig ins Spiel gekommen“, fand Trainer Bodo Mönke und Einheit-Kapitän Christian Becken gab zu: „Die erste Halbzeit war ganz schwach von uns. Wir haben uns mit vielen individuellen Fehlern das Leben selbst schwer gemacht. Trotzdem waren genug Chancen zum Sieg da. Wir haben sie halt nur nicht genutzt.“

Der Uhrzeiger hatte noch keine volle Drehung hinter sich, da schlug es bereits im Einheit-Kasten ein. Einen in die Spitze geschlagenen Ball hämmerte BSC-Kapitän Kevin Schmoock unhaltbar für Kevin Torster zum 0:1 ins Netz. „Da waren wir überhaupt noch nicht auf dem Platz“, grollte Mönke. Der Gäste-Torjäger hatte in der 18. Minute sogar das 0:2 auf dem Fuß, scheiterte aber, allein vor Torster auftauchend, am Pfosten. Von Einheit war bis dahin nicht viel zu sehen. Das erste Achtungszeichen setzte Veit Gerigk, dessen Schuss das Gästegehäuse knapp verfehlte (19.). Pech hatten die Gastgeber, als ein Kopfball von Sebastian Holtz von einem Rathenower auf der Torlinie gerettet wurde. Auf der anderen Seite verfehlte ein Schmoock-Schuss das Einheit-Gehäuse kurz vor der Pause nur knapp.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste mit ihren Kontern brandgefährlich. Mit einem Reflex entschärfte Torster einen Kopfball von Torsten Meier (47.). „Mehr Druck“, forderte Bodo Mönke immer wieder an der Seitenlinie. Doch auch einen Kopfball von Lukacz Polak klärte ein BSC-Spieler noch vor der Torlinie.

In der 66. Minute pfiff sich Schiri Stefan Fleschner dann in den Mittelpunkt. Als BSC-Torwart Steffen Weiss einen Flankenball resolut mit einer Faustabwehr klärte, wertete der Referee den anschließenden Zusammenprall mit Polak als Foul, entschied auf Strafstoß und stellte den völlig verblüfften Gästekeeper mit der Roten Karte vom Platz. Das „Geschenk“ nahm Martin Behrend dankend an und verwandelte den Elfer zum 1:1.

Nur sieben Minuten später wertete Fleschner eine Aktion im Perleberger Strafraum als strafstoßwürdig. Schmoock verwandelte sicher zum 1:2. Während es Einheit nun mit der Brechstange versuchte, blieb der BSC mit Kontern gefährlich. SSV-Neuzugang Polak (83., 87.) hatte noch gute Chancen zum Ausgleich. Den Treffer zum durchaus möglichen Punktgewinn verpasste schließlich auch der eingewechselte Tristan Balk, als er den Ball kurz vor Spielende aus wenigen Metern über das Gästetor beförderte.

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