Sportpolitik : Sport regiert unter dem Dach

KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich (r.) und Jugendkoordinator Tino Gerloff informieren sich in der Geschäftsstelle über ein Thema am Computer.
KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich (r.) und Jugendkoordinator Tino Gerloff informieren sich in der Geschäftsstelle über ein Thema am Computer.

Wir werfen einen Blick in dir Geschäftsstelle des Kreissportbundes Prignitz

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04. Dezember 2019, 23:39 Uhr

Bilder von Sportveranstaltungen, Plakate und überdimensionale Spendenschecks an den Wänden, Sport-Broschüren in Ständern, ein Ball auf der Fensterbank und natürlich auch Schränke mit Akten: Die Büroräume des Kreisportbundes (KSB) Prignitz in der Perleberger Straße in Wittenberge. In der obersten Etage eines Hauses. Mit einem schönen Blick auf die Straßen der Elbestadt. Von ganz oben. Schließlich ist der KSB die Dachorganisation des Prignitzer Sports.

„Der Kreissportbund hat momentan 8690 Mitglieder, die in 120 Vereinen organisiert sind“, sagt KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich. Für Mitglieder und Vereine sind die Räumlichkeiten in der Perleberger Straße seit jetzt rund 20 Jahren die Anlaufstelle. Die Geschäftsführerin und der Jugendkoordinator Tino Gerloff sind an fünf Tagen in der Woche vormittags vor Ort. In ihren Büros. Darüber hinaus gibt es zwei Räume für Sitzungen oder Seminare.

„Vereine melden sich und wollen wissen, wie sie an Fördergelder kommen. Oder was zu beachten ist, wenn sich eine neue Abteilung in einem Verein gründet. Es kommen auch in die Prignitz zugezogene Personen und erkundigen sich nach Sportmöglichkeiten“, berichtet Birka Eschrich von den gängigsten Anfragen. Dazu kommen Fragen hinsichtlich Versicherungen im Sport. „Die Leute sind dann erstaunt, welche Möglichkeiten es gibt und was das auch für einen Papierwust bedeutet“, erzählt die Geschäftsführerin. Ihre Aufgabe: Die Vereine beim Lauf über die Hürden der Bürokratie zu unterstützen. Aktuell befassen sich viele Anfragen mit den Themen Versicherungsschutz und Datenschutz.

Dass sich dabei viele Fragen oft wiederholen, stört sie nicht. Im Gegenteil. „Darüber bin ich dankbar. Ich kann ja dadurch auch nur lernen und mich weiterentwickeln“, sagt Birka Eschrich. Die dabei mitteilt, dass die telefonischen Anfragen überwiegen. Und just in diesem Moment kommt ein Anruf. Die Frage betrifft die zum Jahresende einzureichenden Abrechnungen. Sie wird prompt beantwortet.

Neben den Bürozeiten herrscht in der Geschäftsstelle auch am Abend Betrieb. Sogar an den Wochenenden. Dann findet der theoretische Unterricht für die angehenden Übungsleiter statt, bereits ausgebildete Trainer absolvieren ihre Fortbildung. Einmal im Jahr bietet der KSB in seinen Räumen eine Stützpunktberatung für Wittenberger Vereine an. Und der KSB-Vorstand trifft sich dort zu seinen Sitzungen.

Bürotätigkeit ist das eine, der Kontakt zur Basis vor Ort das andere. Teilnahme an den Feierlichkeiten bei Vereinsjubiläen, an Mitgliederversammlungen, Sportveranstaltungen und Sportlerbällen. Manchmal verbunden mit Auszeichnungen für besondere Verdienste um den Sport. „Wir haben zwei bis drei Ehrungen im Monat“, zählt Birka Eschrich auf. Apropos Ehrungen: In der dafür zuständigen Ordnung hat der KSB etwas geändert. Jetzt können die Vereine auch Auszeichnungen für besonders verdiente Sponsoren beantragen. Das ging bislang nicht.

Nach einem weiteren Anruf informieren sich Birka Eschrich und Tino Gerloff über das Anliegen im Internet. Zeit für eine letzte Frage. Was wünscht sich der KSB für das neue Jahr. „Einen Vereinsbus. Dann können wir unsere beiden Hüpfburgen besser transportieren und die Vereine könnten ihn auf Anfrage nutzen. Und dass die Vereine mit ihren Problemen zu uns kommen“, antwortet Birka Eschrich. Um sich beraten zu lassen. In Wittenberge. Ganz oben mit dem schönen Ausblick. Das lohnt sich.

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