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Fussball : Spieljahr endet mit Paukenschlag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landesklasse-Aufsteiger Rot-Weiß Gülitz kommt langsam in Schwung und setzt im Abstiegskampf auf die Rückrunde

von
erstellt am 05.Jan.2015 | 15:42 Uhr

Das Jahr 2014 brachte den Fußballern des SV Rot-Weiß Gülitz viel Grund zur Freude. Vor allem im ersten Halbjahr dominierte die Mannschaft des damaligen Trainer-Duos Ricardo Leu und Erhard Fügner die Konkurrenz nach Belieben. Mit 83 Punkten (27 Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage) und einem Torverhältnis von 117:22 beendete der Primus die letzte Kreisliga-Saison der Prignitz mit 25 Punkten Vorsprung auf Vizemeister TSV Uenze.

Nach dem Aufstieg in die Landesklasse West veränderten sich einige Strukturen innerhalb des A-Teams. Neben den Neuzugängen Roland Kelm, Marvin Rauchstein, Marcel Teske und Michael Appel gab es den Abgang von Allrounder Matthias Pingel zu verkraften. Dann konnte Trainer Ricardo Leu aus privaten Gründen nicht mehr die Zeit aufbringen. Eine gewissenhafte Vorbereitung für die neue Spielklasse fehlte. Das war den Rot-Weißen oft vor allem in der letzten halbe Stunde der Spiele anzumerken.

Mit dem Wissen dieser Umstände sind die Ergebnisse gegen Treuenbrietzen (2:3), Pritzwalk (2:3), Falkensee II (3:3), Lok Potsdam (2:4) und Fortuna Babelsberg (2:3) vielleicht sogar noch höher zu bewerten. Zurr fehlenden Fitness gesellte sich das Verletzungspech auf der Torhüter-Position. Zugang Roland Kelm verletzte sich vor dem Saisonstart. Deshalb setzten die Prignitzer mit Martin Rogge, Mario Bock und Marvin Rauchstein drei weitere Torhüter ein.

Nach einer Reihe von knappen Niederlagen und einem Punkt auf dem Konto fielen die Gülitzer im Oktober in ein tiefes Formloch. Die Begegnungen gegen Hansa Wittstock (1:6), SG Bornim (2:4), Veritas Wittenberge/Breese (1:5) und das 0:11-Debakel gegen Lok Brandenburg brachten selbst die kühnsten Optimisten an den Rand der Verzweiflung. Die Mannschaft präsentierte sich in dieser Zeit ohne jegliche Taktik und ließ auch oftmals die nötige Lauf- und Kampfbereitschaft vermissen.

Dann kam eine unerwartete Wende. Der verletzte Torhüter Marian Teske übernahm die Verantwortung und hauchte den Spielern wieder den Glauben an sich und ihre Fähigkeiten ein. Beim souveränen 3:0-Derby-Heimsieg gegen Meyenburg traten die Gülitzer wieder mit Einsatz und Willen auf. Auch in Nauen führten die Gülitzer zur Pause 2:1 aber verschenkten einen möglichen Punktgewinn durch individuelle Patzer. In den Heimspielen gegen Rhinow/Großderschau (4:4) und Kloster Lehnin (2:0) holten die Rot-Weißen wichtige vier Punkte für den Klassenerhalt.

In der letzten Begegnung des Jahres 2014 gegen Tabellenführer BSC Rathenow zeigten die Gülitzer eine tolle Moral und erzielten trotz mehrerer Rückstände ein 5:5. Durch diesen unerwarteten Punktgewinn schafften es die Prignitzer, die Rote Laterne an Kloster Lehnin abzugeben.

Im neuen Jahr hoffen die Gülitzer, dass sie mit einer intensiven Vorbereitung unter Marian Teske und Erhard Fügner den Klassenerhalt realisieren. Trainingsauftakt ist am 16. Januar. Eine Woche zuvor tritt das Team beim Hallen-Masters in Neuruppin an. Das erste Testspiel findet am 24. Januar in Uenze statt. Weitere Begegnungen sind gegen Germania Berge, Havelwinkel Warnau, Putlitz und Einheit Perleberg geplant.

Die Gülitzer Hoffnungen richten sich auch auf den eigenen Angriff. Außer beim 0:11 gegen Lok Brandenburg erzielten die Rot-Weißen in jedem Spiel immer mindestens einen Treffer. Der beste Torjäger in der Landesklasse aus Gülitzer Sicht ist weiterhin Andy Wolgast mit zehn Treffern. Gefolgt wird er von Thomas Schlinke mit fünf Toren. Danach zeigte sich dann die große Stärke der Prignitzer. Neun weitere Spieler trafen mindestens einmal ins gegnerische Tor.

 

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