Prignitzer Sportlerumfrage : Siegerlächeln der Leichtathleten

Zufrieden präsentierten sich Gewinner und Platzierte der Sportlerumfrage nach den Ehrungen für das obligatorische Erinnerungsfoto.
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Zufrieden präsentierten sich Gewinner und Platzierte der Sportlerumfrage nach den Ehrungen für das obligatorische Erinnerungsfoto.

Wie im vergangenen Jahr gleich in vier Kategorien vorn

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21. Februar 2020, 20:41 Uhr

Die Leichtathleten sind erneut die großen Gewinner unsere Umfrage nach den beliebtesten Prignitzer Sportlerinnen und Sportlern, Mannschaften und Trainern des vergangenen Jahres. Am Donnerstagabend wurde in der Alten Ölmühle in Wittenberge das Geheimnis gelüftet, wen unsere Leser als Sieger und Platzierte gewählt haben (wie gestern kurz gemeldet). Dabei triumphierten die Leichtathleten – wie schon im Vorjahr – in vier der fünf Kategorien.

Auf der Liste der Umfrage 2019 standen 24 Kandidaten. Vorgeschlagen vom „Prignitzer“, der als auflagenstärkste Zeitung im Kreis nun zum dritten Mal allein die Wahl der beliebtesten Sportler veranstaltete. Und unsere Leserinnen und Leser haben 1905 Stimmzettel mit insgesamt 7737 Stimmen abgegeben.

„Ihr Sportler steht heute im Mittelpunkt. Aber ein Dank geht auch an eure Trainer, Eltern und Großeltern und all die Ehrenamtler sowie an die Wirtschaft“, sagte Hanno Taufenbach in seiner Eröffnungsrede. Aber der Moderator und „Prignitzer“-Redaktionsleiter fand auch mahnende Worte und forderte die Sportler auf, sich gegen jede Art von Rassismus aufzulehnen. Als Beispiel nannte er die Aktion einiger so genannter Fans, die bei einem Fußball-Drittligaspiel einen dunkelhäutigen Spieler des gegnerischen Team mit Affenlauten belegten.

Jubellaute erklangen bei den Ehrungen, die in Anwesenheit der beiden „Prignitzer“-Herausgeber Jan Dirk Elstermann und Werner F. Ebke sowie von Chefredakteur Michael Seidel vorgenommen wurden. Noch etwas verhalten jubelten die Leichtathletik-Mädchen der Altersklasse 10/11 der LG Prignitz nach ihrem Sieg bei den Nachwuchsteams. Vielleicht werden die jungen Damen das demnächst bei einer teambildenden Maßnahme auswerten. Ihr Preis: Ein Abend auf der Bowlingbahn inklusive Verpflegung. Platz zwei und drei gingen an die Fußballer der A-Junioren des SV Eiche 05 Weisen und die Junioren-Lagen-Staffel des SchwimmClubs Delphin Wittenberge.

Lauter wurde es bei der Vekündung der Mannschaft des Jahres. Die Verbandsliga-Handballer des PHC Wittenberge machten aus ihrer Freude keinen Hehl. Passend dazu auch die launige Laudatio des Wittenberger Bürgermeisters Oliver Hermann. Der fühlt sich mit dem „PHC eng verbunden, denn 2008 gewann ich meinen Wahlkampf zum Bürgermeister und die Handballer stiegen in die Verbandsliga auf. In vier Jahren ist wieder Wahl. Und das Rathaus hat doch einen so schönen Balkon“, kann sich das Stadtoberhaupt dann eine gemeinsame Feier von Wahlsieger und Aufsteiger vorstellen. Auf ihren Preis müssen die PHCer nicht vier Jahre warten. Sie fahren noch in dieser Saison zu einem Heimspiel der Zweitliga-Handballer des HSV Hamburg. Hinter dem PHC landeten die Tischtennis-Herren ESV Wittenberge und das Landesklasseteam Kegeln der SpG Prignitz auf dem Podest.

Bei den Nachwuchssportlern – hier waren immerhin sieben Kandidaten am Start – setzte sich mit Tim Engel vom SC Hertha Karstädt wieder ein Leichtathlet durch. Nach Engel, der einen Gutschein erhielt, folgten mit Lea Altenburg und Paul Hamann zwei Athleten vom SchwimmClub Delphin Wittenberge.

Leichtathletin Yvonne Loock vom SSV Einheit Perleberg schaffte bei den Sportlern nach Rang drei im Vorjahr diesmal den Sprung auf Platz eins und freute sich. „Es ist eine dolle Sache und es macht ja auch Spaß“, sagte sie über ihre Leidenschaft für den Laufsport. Loock bekam als Preis Karten für das ISTAF-Sportfest in Berlin. Platz zwei belegte Schwimmer Steffen Schmolke (SCDelphin) vor Läufer Jörg Schulze (ESV Wittenberge).

Den vierten Sieg der Leichtathleten holte Wurftrainer Toralf Jastram. „Das ist schon eine schöne Anerkennung“, sagte der Coach des SSV Einheit Perleberg, der auch selbst bei Wettkämpfen aktiv ist. Sein Preis: Ein Gutschein. Etwa in die gleiche Kerbe schlug der zweitplatzierte Box-Trainer Rüdiger Balzuweit vom BSV Veritas Wittenberge. Der sah sein Abschneiden „als Zeichen, dass die Arbeit im gesamten Verein gewürdigt wird“. Rang drei ging an Fußball-Nachwuchstrainer Maik Feilert vom SV Eiche 05 Weisen, der sich übrigens privat einen VW-Bus zulegte, um seine Schützlinge zu den Spielen zu fahren. Die Idee, ihn mit Karten für ein Bundesligaspiel in Berlin zu beschenken, war nicht schlecht. Allerdings „muss“ der bekennende Union-Fan demnächst zu einer Partie von Hertha BSC.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das Interview mit Ehrengast Bernhard Seifert vom SC Potsdam. Der sympathische Speerwerfer erzielte im vergangenen Jahr mit 89,06 m seine persönliche Bestleistung und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaften in Doha (Katar). Doch dann hatte Seifert einen unerklärlichen Leistungsabfall. Er zog die Konsequenz: „Meine damalige Form rechtfertigte keinen WM-Start“, sagte er und gab kurz vor den Titelkämpfen seinen Startplatz an den bis dahin nicht qualifizierten Julian Weber weiter. Eine Aktion, für die Bernhard Seifert demnächst einen Fairplay-Preis bekommt.

Das Ziel des Potsdamers sind jetzt die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Und was macht der 27-Jährige privat gerne? „Viel Zeit bleibt mit nicht. Aber ich fotografiere gern. Das lässt sich gut mit Sport verbinden“, antwortete Seifert.

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