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FUSSBALL : Sieg der Taktik und Moral

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

FSV Veritas bringt Tabellenführer Pritzwalk erste Niederlage bei

von
erstellt am 05.Okt.2015 | 00:37 Uhr

Das Rennen um Platz eins in der Fußball-Landesklasse West ist wieder spannender geworden. Der FSV Veritas Wittenberge/ Breese fügte dem bisherigen Tabellenführer Pritzwalker FHV 03 vor 161 Zuschauern in der Dinnebier-Arena mit dem 2:0 (1:0) die erste Saisonniederlage bei und verbesserte sich auf Rang vier. Den neuen Spitzenreiter Lok Brandenburg (16 Punkte) und den Tabellensiebten Wittstock (13) trennen drei Zähler.

Das Prignitz-Derby in Pritzwalk war kein fußballerischer Leckerbissen. Es war geprägt von Taktik und Kampf und der für ein Kreisduell typischen Atmosphäre. Die Gastgeber starteten gut. Veritas-TorwartMartin Marx hielt glänzend gegen Jonas Ben Cadi. Auf der Gegenseite fand Christian Münster seinen Meister in FHV-Keeper Marcus Boldt. Dann bekamen die Gäste das Spiel besser in den Griff.

„Wir haben die Sechser-Position mit drei Mann besetzt. So ist es uns gelungen, Tony Schulz etwas aus dem Spiel zu nehmen“, erklärte Veritas-Coach Swen Bober. Und so kamen die Platzherren bis zum Wechsel kaum noch gefährlich vor das Wittenberger Tor. Dagegen nutzte Tobias Bober, der mit zwei Körpertäuschungen zwei Pritzwalker ausstiegen ließ, seine Gelegenheit und traf zum 0:1 (41.).

Nach der Pause machte der FHV mehr Druck. „In der zweiten Halbzeit habe ich uns klar besser gesehen. Wittenberge ist gar nicht mehr nach vorn gekommen“, sagte der Pritzwalker Spielertrainer Robert Vogt. Aber seine Elf schaffte den Ausgleich nicht. Martin Marx lenkte einen Schulz-Freistoß an den Pfosten und Ronny Wölfel setzte den Ball bei seinem Seitfallzieher knapp über die Latte. Veritas kämpfte tapfer, um die Führung zu verteidigen.

Es begann die hektische Schlussphase. Der bereits verwarnte Yulian Vladimirow erhielt nach einem Foul vom jungen Schiedsrichter Toni Stabrey (Westuckermark) die Gelb-Rote Karte (81.). Auf die „Auf Wiedersehen“-Rufe der Gäste-Fans reagierte Vladimirow unter anderem mit dem Herunterziehen der Hose. Später bekam auch noch der eingewechselte Viktor Mateev Gelb-Rot (90.). Dann gab der Unparteiische in der Nachspielzeit einen Elfmeter nach einem Foul von Boldt an Bober. Philipp Petraschek verwandelte sehr sicher zum 0:2.

„In einem Derby gibt es halt Emotionen. Mit dem ersten Platzverweis gehe ich mit, mit dem zweiten nicht. Den Elfmeter verstehe ich gar nicht“, meinte Robert Vogt nach dem Abpfiff. Swen Bober ging noch mal auf die Taktik ein: „Wir mussten defensiv agieren. Wären wir offensiv aufgetreten, hätte uns Pritzwalk auseinandergenommen.“

 

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