Handball : „Sehe gute Chancen auf den Titel“

Macht weiter so! Deutschlands Handballspieler motivieren sich vor Spielbeginn. Mit der Partie gegen Island heute in Köln beginnt für das Team von Bundestrainer Christian Prokop die Hauptrunde.
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Macht weiter so! Deutschlands Handballspieler motivieren sich vor Spielbeginn. Mit der Partie gegen Island heute in Köln beginnt für das Team von Bundestrainer Christian Prokop die Hauptrunde.

Vor dem WM-Hauptrundenstart des deutschen Teams Fragen an Martin Hückel (PHC Wittenberge) und Marcel Domagala (B-W Perleberg)

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18. Januar 2019, 22:55 Uhr

Die deutschen Handballer starten heute Abend um 20.30 Uhr in Köln mit der Partie gegen Island in die Hauptrunde der Weltmeisterschaft. In den fünf Spielen der Vorrunde blieb das Team von Christian Prokop unbesiegt, auch getragen von der tollen Unterstützung und Euphorie der Zuschauer in der Mercedes Benz-Arena in Berlin. Wie haben die Prignitzer Handballer die WM bisher erlebt, was trauen sich der deutschen Mannschaft zu? Dazu befragte „Prignitzer“-Redakteur Oliver Knoll die Trainer Martin Hückel (PHC Wittenberge) und Marcel Domagala (Blau-Weiß Perleberg)

Wie erleben Sie die WM, wie beurteilen Sie das deutsche Abschneiden?
Martin Hückel: Es ist natürlich für jeden Handball-Fan ein Erlebnis, wenn die WM im eigenen Land stattfindet. Anstatt Spiele vor dem Fernseher zu beobachten, bietet einem solch ein Event die Möglichkeit, die besten Spieler der Welt live zu sehen und die Atmosphäre der Spiele zu erleben.
Man merkt den deutschen Spielern sichtlich an, dass sie Spaß haben, vor solchen imposanten Kulissen Handball zu spielen und ihr Land zu vertreten. Demzufolge das bis dato auch gute Abschneiden bei allen Spielen. Zwar haben andere Mannschaften meiner Ansicht nach deutlich mehr individuell hochkarätigere Spieler, Deutschland schafft es jedoch stets mannschaftlich geschlossen und mit Leidenschaft aufzutreten. Mit ein wenig mehr Glück und Konzentration hätten auch die Punktverluste gegen Russland und Frankreich vermieden werden können.

Marcel Domagala: Ich erlebe die WM als sehr gut. Alle reden ein bisschen darüber. Selbst die, die sonst nicht so viel mit dem Handball zu tun haben gucken drauf. Das finde ich schön. Und man kann sich unterhalten, den Leuten diesen Sport näher bringen.

Die deutsche Mannschaft spielt ziemlich gut. Aber es ist noch etwas Luft nach oben.
Wie weit kommt Deutschland?

Martin Hückel: Bei einer Leistungssteigerung und Abstellen der Flüchtigkeitsfehler ist meiner Meinung nach alles möglich. Die Abwehr steht teilweise Weltklasse. Knackpunkt wird wohl der Angriff sein. Da warten mit zum Beispiel Spanien und Kroatien schon in der Hauptrunde spielfreudige Mannschaften, denen das Torewerfen vielleicht etwas leichter fällt. Das Erreichen des Halbfinales würde ich persönlich jedoch schon als Erfolg ansehen.
Marcel Domagala: Ich sehe für Deutschland eine gute Chance auf den Titel oder halt ganz weit vorn zu landen. Ich traue ihnen den Titel durchaus zu.
Gibt es wieder so einen Aufbruch wie nach den Triumphen bei der WM 2007 und der EM 2016?
Martin Hückel: Handball wird immer die Sportart Nummer zwei hinter Fußball bleiben. Daran wird sich vermutlich nie etwas ändern. Solche Ereignisse können aber dazu führen, dass junge Menschen den Weg zum Handballsport finden. Darüber wären wir in der Prignitz, und da spreche ich sicher im Namen aller Mannschaften, sehr glücklich.

Marcel Domagala: Kann mit gut vorstellen, dass durch die Heim-WM wieder das Fieber für den Handball kommt. Einige neue kommen dann zum Training und sagen ,hey, ich will es auch mal probieren’ oder einfach mal nachgucken wie Handball läuft. Da finden sich dann immer ein paar Talente. Da bin ich guter Dinge.
Schauen Sie die Spiele zusammen mit ihrer Mannschaft?
Martin Hückel: Nein, bis jetzt kam es leider noch nicht dazu. Aber was noch nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden…
Marcel Domagala: Wir schauen schon die Spiele zusammen. Zum Beispiel im Phönix (ein Cafe & Bistro – Anm. der Redaktion). Wir haben uns auch mit der Nachwuchsmannschaft während deren Trainingszeit eine Partie zusammen angeguckt. Ab und zu treffen wir uns auch privat, um die Spiele zu schauen.

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