Bundesligist verstärkt sich : Seedorf meldet Neuzugang

Dirk Herre, bislang für Zweitligist Itzehoe aktiv, verstärkt in der neuen Saison die Bundesligakegler des SVL Seedorf.
Dirk Herre, bislang für Zweitligist Itzehoe aktiv, verstärkt in der neuen Saison die Bundesligakegler des SVL Seedorf.

Dirk Herre vom Zweitligisten Itzehoe verstärkt die Prignitzer Kegler

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19. Juni 2020, 21:00 Uhr

Kurt Wilke, Vorsitzender des SV Löcknitzstrand (SVL) Seedorf von 1919, sieht das abrupte Ende der Saison 2019/20 bei den Bohlekeglern noch immer mit gemischten Gefühlen. Aufgrund der drohenden Corona-Pandemie mit der einhergehenden Eindämmungsverordnung hatten der Landes- und Bundesverband den Spielbetrieb Mitte März eingestellt und die Ergebnisse annulliert - ohne einen Meister oder Absteiger zu küren – und anschließend auch die Landestitelkämpfe sowie Deutsche Meisterschaften 2020 (Dreibahnen und Bohle) aller Altersklassen abgesagt.

„Für die 1. Bundesliga war das ja okay. Da mussten noch einige Spiele ausgetragen werden. Und unsere erste Herrenmannschaft hatte ihr Saisonziel Klassenerhalt mit dem Einzug in die Meisterrunde ja vorzeitig erfüllt“, meint Wilke zum Saisonabbruch. „Na ja, Glück hatte unser zweites Herrenteam in der 1. Landesklasse. Als Tabellenletzter stand es sportlich vor dem Abstieg. Aber durch die Entscheidung des SKVB, keine Meister und Absteiger zu ermitteln, kann das Team auch in der nächsten Saison in dieser Liga spielen“, erklärt der SVL-Chef.

Richtig Pech hatte dagegen das erste Herren A/B/C-Team des SVL. Nach einer ganz starken Spielserie standen die SVL-Routiniers in der Landesliga einen Spieltag vor dem Ende der Meisterrunde souverän auf Tabellenplatz eins und hatten den Landesmeistertitel fast schon in der Tasche. Doch dann kam das Covid-19-Virus. „Auf Landesebene waren soweit alle Spiele absolviert. Nur bei den Herren A/B/C noch nicht. Den einen Spieltag hätte man aber auch noch zu Ende bringen können“, meint Kurt Wilke ohne großen Groll. „Man muss das nehmen, wie es ist. Wir müssen und können damit leben.“

Zurück zum Aushängeschild der Seedorfer, der ersten Männermannschaft. Die erwischte in der erstmals zweigeteilt gestarteten Bundesliga in ihrer Staffel einen guten Saisonbeginn (13:5 Punkte), brachte sich am 8. Spieltag durch die unnötige 0:3-Heimpleite gegen den KSK Oldenburg/ Holstein aber selbst in Bedrängnis. Nach zwei weiteren Niederlagen zogen die Männer vom Löcknitzstrand nur aufgrund der besseren Einzelwertungspunkte gegenüber den punktgleichen Teams aus Bremen und Hamburg-Bergedorf (alle 13:17) als Staffelvierter in die Meisterrunde ein. In der Runde der letzten acht konnte das Team von SVL-Mannschaftsleiter Frank Wilke („Ich bin nicht unzufrieden.“) aber keine Bäume mehr ausreißen. Dem prestigeträchtigen 2:1-Heimsieg gegen den Brandenburgkonkurrenten und Tabellenführer SV 90 Fehrbellin folgten 0:3-Niederlagen gegen Union Oberschöneweide sowie bei Hertha BSC und NKC/Iduna Berlin. „Das Team und ich haben daraus viele Lehren ziehen können. Die letzten Spiele waren schon eine gute Vorbereitung auf die neue Saison“, erklärte Frank Wilke

Und für die neue Spielserie, die hoffentlich im September startet, vermeldete der einzige Prignitzer Bundesligist schon einen Neuzugang: Dirk Herre. Der 52-Jährige spielte zuletzt beim Zweitligisten Verein Itzehoer Sportkegler (VISK) und ließ davor viele Jahre für den SV Großhansdorf und den VSK Stormarn die Kegel fallen. Herre gab vor allem „sportliche Gründe und das tolle Umfeld in Seedorf“ als Beweggründe für seinen Wechsel an. „Als mich Mathias Metzdorf, mit dem ich seit einiger Zeit befreundet bin, gefragt hat, ob ich nicht mal in Seedorf spielen möchte, habe ich nicht lange überlegt“, erzählt der Chef einer Dachdeckerei und Zimmerei in Siek. Und mit der Vier-Bahnen-Anlage in Seedorf kam er gleich ganz gut zurecht. Beim letzten Seedorfer Weihnachtskegeln wurde Herre mit einem Ergebnis, das nicht weit von den Spitzenspielern entfernt lag, guter Sechster.

Frank Wilke freut sich auf den Zugang. „Dirk ist ein sehr ehrgeiziger und emotionaler Spieler und eine Bereicherung für die Mannschaft und den Verein. Er wird das Team gut ergänzen und sich mit seinem Optimismus und seiner Erfahrung einbringen.“ Wunderdinge erwartet der Kapitän vom Neuen aber (noch) nicht. „Dirk muss sich erst einmal an die für ihn neuen Bahnen in der Bundesliga gewöhnen.“

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