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Marathon : Schulze knackt 3-Stunden-Marke

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Läufer vom ESV Wittenberge erreicht beim 33. Frankfurt Marathon nach 2:57:44 Stunden das Ziel

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erstellt am 31.Okt.2014 | 11:08 Uhr

Millionen Langstreckenläufer haben den Traum, die Marathon-Distanz einmal in weniger als drei Stunden zu laufen. Seit dem vergangenen Wochenende gehört Jörg Schulze vom ESV Wittenberge zum elitären Kreis derjenigen, die diese magische Grenze geknackt haben. Bei der 33. Auflage des Frankfurt-Marathons lief der 48-Jährige nach 2:57:44 Stunden ins Ziel. Für den Wittenberger aus dem Ortsteil Lindenberg bedeutete diese Zeit Platz 528 im Gesamtklassement und Rang 62 in der Altersklasse M45 von hier 1741 Startern. „Endlich hat alles gepasst. Die Bedingungen waren ideal. Ich war top vorbereitet.“

In den drei Monaten zuvor hatte sich Schulze intensiv auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet. Zwischen 110 und 130 Wochenkilometer absolvierte er im Training. Wettkämpfe, wie die Prignitzer Moormeile in Bad Wilsnack, zur Standortbestimmung inbegriffen. Familie, Arbeit, Training wurden irgendwie abgestimmt – das Ziel hieß Frankfurt.

In der Mainmetropole herrschte eine knisternde Atmosphäre rund um den Frankfurter Messeturm. 15200 Läuferinnen und Läufer aus 101 Nationen hatten sich in diesem Jahr für den drittgrößten deutschen Marathon angemeldet. „Die Spitzenläufer ganz vorne waren bestimmt schon fünf Kilometer unterwegs, bevor die letzten Läufer an die Startlinie gingen“, berichtet der Lindenberger und lässt die Strecke noch einmal Revue passieren. Denn was dann folgte, war Sightseeing im Laufschritt. Opernplatz, Platz der Republik, Kaiserplatz, Börsenplatz, Fressgass. Auf den ersten 13 Kilometern schlängelte sich die Läuferschaar in wiederkehrenden Schleifen, umsäumt von zehntausenden Zuschauern, durch die Innenstadt. Weiter ging es dann über Nieder-Rad, Schwanheim, Höchst und Nied zurück in die City. Am Ende wartet der rote Teppich in der Frankfurter Festhalle.

Die letzten 100 Meter wurden für die Teilnehmer zu etwas ganz Besonderem. „Hier ist absolute Party-Stimmung angesagt“, berichtet Jörg Schulze, für den sich die Anstrengungen in der Vorbereitung gelohnt hatten.


Platz vier in der Prignitzer Bestenliste


2:57:44 Stunden standen am Ende für den Lindenberger in den Ergebnislisten. Nach dem Perleberger Stephan Krakow (2:50:15 h), der erst im vergangenen Jahr beim Marathon in Berlin den 20 Jahre alten Kreisrekord des Wittenbergers Wilfried Buzin (2:54:12 h) verbesserte, und Manfred Trommer (Wittenberge/2:55:18 h) ist Schulze erst der vierte Prignitzer Läufer, der über die 42,195 Kilometer unter der magischen 3-Stunden-Grenze blieb. Seine eigene Bestzeit (3:00:56 h), aufgestellt am 29. April 2007 beim Marathon in Wien, verbesserte der Prignitzer Sportler des Jahres 2012 in Frankfurt gleich um über drei Minuten.

„Eigentlich war sogar noch mehr drin, aber ich kam aufgrund der engen Strecke am Anfang nicht in meinen Rhythmus. Später wollte ich dann nichts mehr riskieren“, erzählt Jörg Schulze, der in Frankfurt auch lautstarke Unterstützung erhielt. „Meine Frau, meine Schwägerin und mein Schwager haben mich an verschiedenen Streckenpunkten wahnsinnig angefeuert. Das motiviert ungemein“, berichtet Schulze, der in diesem Jahr auch den Prignitzcup in seiner Altersklasse gewann.

Nun ist für den Lindenberger erst einmal Regeneration angesagt. Doch die Beine will er dann doch noch nicht hochlegen. „Zwei Wettkämpfe werde ich noch bestreiten. Den Adventslauf in Ratzeburg am 30. November über 26 Kilometer sowie den Silvesterpokallauf in Kyritz. Und dann stehen die Planungen für die nächste Saison an.“ Und dann ohne den Frankfurt-Marathon im Hinterkopf...




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