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Rückblick : Schulsport in der Prignitz lebt

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Schulsportberater und DFB-Stützpunkttrainer Frank Dannehl zieht eine erfolgreiche Bilanz der Serie 2014/15

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erstellt am 16.Jul.2015 | 13:58 Uhr

Auch für den Prignitzer Schulsport ist das Schuljahr mit den großen Ferien beendet. Zeit für eine Bilanz. Und die fällt großartig aus. Zum ersten Mal seit 20 Jahren schaffte ein Prignitzer Schulteam die Qualifikation für das Bundesfinale im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. Die Leichtathletik-Mädchen vom Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium wurden in Löwenberg Landessieger in der Altersklasse WK II und fahren im September nach Berlin.

„Das war der absolute Höhepunkt. Seit sechs Jahren übe ich dieses Amt jetzt aus und das war das bislang erfolgreichste Jahr“, sagt ein zufriedener Prignitzer Schulsportberater Frank Dannehl. Neben den Leichtathletinnen erreichten die Fußballer des Pritzwalker Goethe-Gymnasiums im Landesfinale der WK III genauso die Bronzemedaille wie die Tischtennisspieler vom Marie Curie Gymnasium Wittenberge. „Ich bin auch sehr zufrieden mit den Plätzen vier und fünf, die die Schwimmer des Curie-Gymnasiums beim Landesfinale geschafft haben“, fügt Dannehl hinzu. „Wir haben gezeigt, dass wir auch als strukturschwache Region gut mithalten können. Die Prignitz lebt im Schulsport.“

Insgesamt 18 Wettkämpfe (Elf Kreis- und sieben Regionalfinals) von „Jugend trainiert für Olympia“ fanden im Schuljahr 2014/15 im Landkreis statt. Dabei wurden erneut rund 3500 Schüler bewegt. „Das zeigt, dass wir das können“, erklärt Frank Dannel. Aber der Schulsportberater weiß auch, dass er ohne Helfer so ein Programm gar nicht bewältigen könnte. „Ich bedanke mich bei all denen, die mich auch in diesem Schuljahr wieder so toll bei den Wettkämpfen unterstützt haben. In erster Linie seien hier Dieter Ewert, Klaus Fritz, Manfred Pelen oder Dietrich Böwe genannt“, lobt er. Das gilt auch für die Wettkampfstätten: „Überall wo wir waren, haben wir große Unterstützung bekommen.“

Bei allen Erfolgen, es gibt auch Sportarten, die Sorgen bereiten. Handball und Volleyball. In den Turnieren im Handball hielt zumindest die Perleberger Oberschule noch mit. Im Volleyball sah es dagegen duster aus. „Das ist schon etwas, was wehtut. Aber man merkt, dass in der Prignitz kein Nachwuchsvolleyball gespielt wird, die Nachwuchsarbeit fehlt“, nimmt Frank Dannehl kein Blatt vor dem Mund.

Zufrieden ist er dagegen mit dem Sepp Herberger-Tag in Karstädt . Auch bei der zweiten Auflage der in Brandenburg nur an zwei Orten ausgetragenen Fußballveranstaltung (die andere Station war Cottbus) beteiligten sich zwölf Prignitzer Schulteams. Es wurde wieder ein Turnier gespielt und es gab die Abnahme des Fußballabzeichens. Unterstützung dabei gab es für die Prüfer durch die in einem Pilotprojekt des Deutschen Fußballbundes (DFB) an der Pritzwalker Rochow-Schule ausgebildeten Junior-Coaches.

Im kommenden Schuljahr wird erstmals der DFB-Schulcup – eine Mischung aus Technikübungen und Turnier – veranstaltet. Eine Änderung im Reglement gibt es bei Jugend trainiert für Olympia. Weil auch die Schulen des Havellandes jetzt zum Nord-West-Bereich mit Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz gehören, qualifiziert sich künftig nur noch der Sieger des Kreisausscheides für das Regionalfinale. Ist ein Kreis Ausrichter des Regionalfinales, darf er ein zweites Team stellen.


DFB-Stützpunktteam erfolgreich


Wie als Schulsportberater, so durfte sich Frank Dannehl auch als DFB-Stützpunkttrainer über einen großen Erfolg freuen. Die gemeinsame Auswahl von Prignitz und Ostprignitz-Ruppin mit sechs Spielern aus dem Stützpunkt Perleberg wurde Landesmeister der AK 11. Derzeit trainieren in der Rolandstadt und in der Außenstelle Putlitz 45 Nachwuchskicker im Stützpunkt.

Dagegen hat in diesem Jahr kein Prignitzer Nachwuchskicker den Sprung zur Sportschule nach Cottbus geschafft. Einer stand kurz davor. „Len Koch hat super trainiert, gehörte in der Endsichtung von 200 zu den 30 besten. Aber er hat es leider nicht geschafft“, sagt der Stützpunkttrainer über den Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese, der mit seinen Teamkameraden unter Einheit Perleberg in der Landesliga spielt.

Zum Abschluss möchte Frank Dannehl noch etwas los werden: Und zwar ein paar Worte über die Zusammenarbeit mit dem Fußballkreis Prignitz. In den vergangenen Jahren lief da wenig. „Es ist eine große Verbesserung in der Zusammenarbeit mit dem Fußballkreis eingetreten. Leistungs- und Schulfußball werden unterstützt“, freut er sich.

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