Motorsport : Schöner Sprung hat böse Konsequenzen

Wittenberger Rallyefahrer Wolfgang Meierholz muss bei 42. Havellandpokal vorzeitig aufgeben

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11. November 2014, 10:14 Uhr

Den Saisonabschluss hatten sich Rallyesportler Wolfgang Meierholz aus Wittenberge und sein Co-Pilot Marco Schröder (Kehrberg) mit ihrem Mitsubishi Evo 6 sicher ganz anders vorgestellt. Doch statt beim 42. ADAC/PRS Havellandpokal mit Start und Ziel in der Spargelstadt Beelitz am Samstag um einen vorderen Platz mitzufahren, gab das Duo das Rennen mitten in der vierten von sechs Wertungsprüfungen auf. Die bekannte Sprungkuppe in Brück wurde ihnen zum Verhängnis. „Ich wollte den vielen Zuschauern an der Stelle etwas bieten. An der Kuppe sind wir im fünften Gang und mit Vollgas drüber, sind auch richtig schön und weit geflogen“, erzählt Meierholz.

Doch leider war auch der anschließende Aufprall auf die Strecke umso heftiger. Die Aufhängung mit den Zusatzscheinwerfern, die wegen der nächtlichen Fahrt im zweiten Teil der Rallye oben an der Front des Mitsubishis befestigt waren, riss aus der Verankerung und „hing nur noch an einer von vier Schrauben“, so Meierholz.

In der Pause vor dem zweiten Durchgang versuchte das Duo den Schaden zu reparieren. „Wir haben die vierte Prüfung dann angefangen. Doch die Schweinwerfer waren nicht im richtigen Winkel eingestellt. Wir haben in der Dunkelheit einfach nicht genug gesehen. Da machte das Ganze keinen Sinn mehr“, so Meierholz, der vor der Aufgabe auf Platz sechs und noch aussichtsreich im Rennen lag. Von den Veranstaltern gab es bei der Siegerehrung sogar einen Sonderpokal für den „höchsten und weitesten Sprung“. Für Meierholz ein schwacher Trost.

„Jetzt ist erstmal Pause, wird das Auto wieder hergerichtet. Im März starten wir dann traditionell bei der Wittenburg-Rallye“, richtet Wolfgang Meierholz seinen Blick schon auf die kommenden Aufgaben.

Den Sieg beim 42. Havellandpokal sicherte sich der Thüringer Raphael Ramonat und seine Hamburger Co-Pilotin Heinke Möhrpahl. Nach 63 WP-Kilometern betrug ihr Vorsprung auf die zweitplatzierten Patrick Neidhardt/Susanne Oelszner satte 2:35 Minuten. Den Rundkurs nahmen insgesamt 77 Fahrer in Angriff.

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