zur Navigation springen

Handball : Schiri-Schelte nach Heimpleite

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Perleberger Handball-Coach Jörg Domagala spart nicht mit Kritik an Unparteiische beim Verbandsliga-Punktspiel gegen Belzig

von
erstellt am 29.Mär.2017 | 07:35 Uhr

Hängende Köpfe, Frust in den Gesichtern: Die Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg waren nach der 27:33-Heimniederlage gegen den Märkischen BSV Belzig am vergangenen Samstagabend alles andere als gut gelaunt. Für Jörg Domagala hatte die Partie sogar einen bitteren Nachgeschmack. Den Perleberger Coach wurmte nicht nur die vierte Niederlage in Folge, noch mehr brachte ihn und einen Großteil der rund 150 Zuschauer in der Rolandhalle die Leistung des phasenweise überfordert wirkenden Wittstocker Schiedsrichterduos auf die Palme. Das hatte seiner Meinung nach mit vielen fragwürdigen Entscheidungen entscheidend zur Heimpleite seines Teams beigetragen. „Ich fühle mich von den Schiedsrichtern betrogen“, wiederholt Domagala seine Kritik gegenüber unserer Zeitung.

Doch der Reihenfolge nach: Die Gäste erwischten den besseren Start, zogen dann Mitte der ersten Halbzeit auf 13:8 davon und gingen mit einer 19:15-Führung in die Halbzeitpause. Da war Gordon Wudke schon nicht mehr dabei. Der zuvor meist am Kreis eingesetzte Perleberger sah nach einer Unbeherrschtheit in der 22. Minute erst die Rote und kurz darauf die Blaue Karte, die einen Zusatzbericht der Schiedsrichter und eine mehrtägige Spielsperre zur Folge hat. Nach Umstellungen innerhalb des Teams und verbesserter Abwehrleistung kamen die Blau-Weißen nach dem Seitenwechsel deutlich besser ins Spiel, gingen in der 36. Spielminute sogar mit 22:21 in Front. „Von da an haben die Schiedsrichter nur noch gegen uns gepfiffen“, echauffiert sich Domagala, dessen Männer die Partie trotzdem bis zum 26:27 (48.) offen gestalteten. „Uns wurden dann viele Vorteile weggepfiffen, Entscheidungen fast nur gegen uns ausgelegt“, sah der Coach, der in der 43. Minute selbst mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegt wurde, die Hauptursache für die sich abzeichnende Niederlage.

Seiner Mannschaft wollte Domagala hinterher keinen Vorwurf machen. „Sie hat bis zum Schluss gekämpft.“ Ein Sonderlob gab es vom Trainer für Robert Neudmann, der sich trotz seiner im Lychen-Spiel erlittenen Fußverletzung dick bandagiert zur Verfügung stellte und mit acht Toren treffsicherster Perleberger war.

Mit nun 5:27 Punkten bleiben die Perleberger weiter Schlusslicht der Verbandsliga Nord. Das soll sich durch einem Heimsieg gegen Luckenwalde (7:25) am kommenden Samstag (18 Uhr) möglichst ändern. 




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen